G 799 - Evangelisches Pfarramt Eislingen, Lutherkirche (Bestand)
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G 799
Landeskirchliches Archiv Stuttgart (Archivtektonik) >> G - Pfarrarchive >> Orte mit E
1805-2022
Einleitung: ===== Vorwort =====
Klein-Eislingen gelangte zum größten Teil schon im Mittelalter an Württemberg, das seinen Besitz 1454 an die Göppinger Wernzhauser verkaufte und 1492 zurückerwarb, und zwar "das Dorf zu Clein-Yslingen, an Hüsern, Gärten, mit Vogtrechten aller Oberkeit, Gerichten" wieder für frei und ledig um 2800fl, ausgenommen der "Vorst im Holz, der gehört den Herren von Helfenstein". Im Gefolge der Reformation gelangten dann die anderen Grundherrschaften vor Ort mit Gebot und Verbot auch an Württemberg. Klein-Eislingen zählte zum Oberamt Göppingen, heute Landkreis Göppingen. Die Stadt Eislingen entstand 1933 durch die Vereinigung der beiden selbständigen Dörfer Groß-Eislingen (rechts der Fils) und Klein-Eislingen (links der Fils).
Der Ort war bis zur Gründung der Pfarrei 1863 eine Filiale von Göppingen-Holzheim. An der Stelle einer 1530 genannten Bernhardskapelle wurde 1698 die Lutherkirche errichtet, die 1912/13 völlig umgebaut wurde.
Auf der Grundlage eines Kirchengemeinderatsbeschlusses vom 15.05.2024 wurde das Archiv der Lutherkirchengemeinde Eislingen zur Verwahrung und Verwaltung am 18.07.2024 dem Landeskirchlichen Archiv Stuttgart übergeben.
Der Bestand G 799 Evangelisches Pfarramt Eislingen, Lutherkirche wurde im Sommer und Herbst 2024 von Sophia Melilli nach den Richtlinien des Landeskirchlichen Archivs verzeichnet. Die Abschlussredaktion erfolgte durch Bertram Fink. Das Pfarrarchiv erstreckt sich über 5 lfd. m und umfasst 290 Bestellnummern: Amtsbücher, nach dem Registraturplan für Pfarrämter von 1901 und dem Einheitsaktenplan der Landeskirche von 1998 vorgeordnete Akten sowie Rechnungsunterlagen mit einer insgesamten Laufzeit von 1838 (Kommunikantenregister) bis 2011 (Akten einer Altkeidersammlung). Besonders hervorzuheben ist die reichhaltige Überlieferung zum kirchlichen Leben der Gemeinde. Schriftgut, das jünger als 30 Jahre ist, und Archivalien mit schutzwürdigen Daten wurden mit Sperrfristen versehen.
Literatur:
- Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Band III Regierungsbezirk Stuttgart Regionalverband Mittlerer Neckar, hrsg. v. d. Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Stuttgart 1978, S. 306-308
- Beschreibung des Oberamts Göppingen, hrsg. v. Königl. statistisch-topographischen Bureau, verfasst von Finanzrat Moser, Stuttgart und Tübingen 1844, S. 258-260
November 2024
Sophia Melilli
Dr. Bertram Fink
Klein-Eislingen gelangte zum größten Teil schon im Mittelalter an Württemberg, das seinen Besitz 1454 an die Göppinger Wernzhauser verkaufte und 1492 zurückerwarb, und zwar "das Dorf zu Clein-Yslingen, an Hüsern, Gärten, mit Vogtrechten aller Oberkeit, Gerichten" wieder für frei und ledig um 2800fl, ausgenommen der "Vorst im Holz, der gehört den Herren von Helfenstein". Im Gefolge der Reformation gelangten dann die anderen Grundherrschaften vor Ort mit Gebot und Verbot auch an Württemberg. Klein-Eislingen zählte zum Oberamt Göppingen, heute Landkreis Göppingen. Die Stadt Eislingen entstand 1933 durch die Vereinigung der beiden selbständigen Dörfer Groß-Eislingen (rechts der Fils) und Klein-Eislingen (links der Fils).
Der Ort war bis zur Gründung der Pfarrei 1863 eine Filiale von Göppingen-Holzheim. An der Stelle einer 1530 genannten Bernhardskapelle wurde 1698 die Lutherkirche errichtet, die 1912/13 völlig umgebaut wurde.
Auf der Grundlage eines Kirchengemeinderatsbeschlusses vom 15.05.2024 wurde das Archiv der Lutherkirchengemeinde Eislingen zur Verwahrung und Verwaltung am 18.07.2024 dem Landeskirchlichen Archiv Stuttgart übergeben.
Der Bestand G 799 Evangelisches Pfarramt Eislingen, Lutherkirche wurde im Sommer und Herbst 2024 von Sophia Melilli nach den Richtlinien des Landeskirchlichen Archivs verzeichnet. Die Abschlussredaktion erfolgte durch Bertram Fink. Das Pfarrarchiv erstreckt sich über 5 lfd. m und umfasst 290 Bestellnummern: Amtsbücher, nach dem Registraturplan für Pfarrämter von 1901 und dem Einheitsaktenplan der Landeskirche von 1998 vorgeordnete Akten sowie Rechnungsunterlagen mit einer insgesamten Laufzeit von 1838 (Kommunikantenregister) bis 2011 (Akten einer Altkeidersammlung). Besonders hervorzuheben ist die reichhaltige Überlieferung zum kirchlichen Leben der Gemeinde. Schriftgut, das jünger als 30 Jahre ist, und Archivalien mit schutzwürdigen Daten wurden mit Sperrfristen versehen.
Literatur:
- Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, Band III Regierungsbezirk Stuttgart Regionalverband Mittlerer Neckar, hrsg. v. d. Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Stuttgart 1978, S. 306-308
- Beschreibung des Oberamts Göppingen, hrsg. v. Königl. statistisch-topographischen Bureau, verfasst von Finanzrat Moser, Stuttgart und Tübingen 1844, S. 258-260
November 2024
Sophia Melilli
Dr. Bertram Fink
5 lfd. m
Bestand
Eislingen/Fils, Landkreis Göppingen
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.08.2025, 11:05 MESZ