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Europäische Autorenvereinigung Die Kogge e.V. (Bestand)
Kommunalarchiv Minden - Archiv der Stadt Minden und des Kreises Minden-Lübbecke
Archival holding
Stadt Minden WV 17 Europäische Autorenvereinigung Die Kogge e.V.
Kommunalarchiv Minden (Archivtektonik)
1953 - 2011
Form und Inhalt: I. Entstehung und Bestand
1.) Die Europäische Autorenvereinigung Die Kogge e.V. wurde 1924 von Ludwig Bäte, Hans Franck, Manfred Hausmann, Hans Leip, Hans Friedrich Blunck, Alma Rogge, Karl Wagenfeld und Wilhelm Scharrelmann in Bremen als ein zwangloser, literarischer Schriftsteller- und Dichterkreis niederdeutscher Autoren mit dem Ziel, der niederdeutschen Literatur mit völkisch-nationalkonservativen Ansichten eine Basis zu verschaffen, gegründet.
1934 wurde die Vereinigung aufgelöst.
Im Jahre 1953 gründeten Ludwig Bäte, Josef Winckler und andere Schriftsteller unter Einbeziehung von Autoren der Niederlande, Belgien und anderer Staaten die Kogge erneut. Neuer Sitz und Förderer der Autorenvereinigung wurde Minden in Westfalen.
Wegen erweiterter westeuropäischer Mitgliedschaften erfolgte 1964 eine Umbenennung in „Westeuropäische Autorenvereinigung Die Kogge e.V.“.
Durch Beziehungen zu zahlreichen weiteren europäischen Autoren, vor allem durch die langjährigen Vorsitzende Inge Meidinger-Geise (Vorstand von 1967 - 1988), und weiterer Mitgliedschaften aus unter anderem Bulgarien, Italien, Österreich, Polen, Rumänien, Schweiz, Ungarn, Schweden und Russland fand 1973 eine letzte Umbenennung in „Europäische Autorenvereinigung Die Kogge e.V.“ statt.
Entgegen der ursprünglichen regionalen, teils völkisch-nationalen Ausrichtung der KOGGE ist dabei heute der 'europäische Gedanke' der Literatur über Grenzen hinweg zum zentralen Motiv der Arbeit der KOGGE geworden.
So erschienen 1980 - mitten im „kalten Krieg“ - die ersten Gäste aus der Sowjetunion zur Jahrestagung in Minden.
Waren die Autoren bei den jährlichen Tagungen in Minden anfangs fast nur unter sich, kamen mit der Zeit immer mehr interessierte Bürgerinnen und Bürger zu den Herbsttagungen im Oktober. Der am 20. Mai 1987 in Minden gegründete Verein, der die Bezeichnung „Freunde der KOGGE“ im Namen führt und heute „Literarischer Verein Minden“ heißt, trug erheblich dazu bei. Seit 1988 veranstaltet er den Vorabend der Kogge-Tagungen.
Die Kogge gehört zu den ältesten Autorenvereinigungen. Sie ist zudem die einzige internationale Autorenvereinigung im deutschsprachigen Raum mit Verkehrssprache Deutsch. Sie ist überkonfessionell und überparteilich, auch wird jede einseitige Orientierung abgelehnt.
Nach §2 ihrer Satzung sieht die Europäische Autorenvereinigung Die Kogge e.V. ihre Aufgabe in der Pflege und Förderung des literarischen Lebens, im kollegialen Austausch von Erfahrungen und Gedanken und in der Pflege demokratischen Gedankengutes.
Auf Anregung Josef Wincklers erfolgte 1954 die Erstellung und Verleihung von sechs Kogge-Ehrenringen mit Kogge-Emblem und Wappen von Minden auf Lebenszeit durch den Rat Minden. Ringträger waren unter anderem Ludwig Bäte (1954 - 1979), Dr. Hanns Martin Elster (1955 - 1983), Manfred Hausmann (1958 - 1986), Dr. Inge Meidinger-Geise (1973 - 2007) und Theodor Knief (1983 - 1988). Die Ehrenringe sind nicht vererbbar und unveräußerlich.
Der Kogge-Literaturpreis (Dichterpreis der Stadt Minden) wurde seit 1962 in Zusammenarbeit mit der Stadt Minden verliehen, verbunden mit einem Preisgeld, ebenso wie der seit 1964 verliehene Studien- und Förderpreis der Kogge. Seit 2001 ist dies bei beiden Preisen aus finanziellen Schwierigkeiten unterbrochen.
Von 1984 bis 1996 fand ebenfalls ein Kogge-Literatur-Schülerwettbewerb statt, der jedoch aufgrund sinkender Teilnehmerzahlen aufgegeben wurde.
Die Kogge-Tagungen fanden und finden regelmäßig einmal pro Jahr in Minden statt. Zu den Jahrestagungen im Herbst führt die Kogge Lesungen an Schulen (früher auch in Altenheimen) in Minden und Umgebung durch und organisiert Lesungen in der Öffentlichkeit. Zur ihren Aktivitäten gehört auch seit 1973 eine jährliche Nebentagung im Mai im Kloster Himmerod in der Eifel.
2.) Der Bestand der Europäische Autorenvereinigung Die Kogge e.V. wurde am 14. Januar 2013 von Lena Held und Vinzenz Lübben gesichtet und bewertet (s. Vermerk der Stadt vom 25.7.2019). Die Unterlagen lagerten im Gebäude Königswall 99 in Minden in Regalen in einem Büro und im Keller zusammen mit den Unterlagen der Stadtbibliothek.
Am 16. Mai 2013 wurden die bewerteten Dokumente dem Archiv übergeben und im zweiten Stock, Raum 414, gelagert.
Im Juli 2019 wurden sie von der Praktikantin Julia Kuklik, Archivanwärterin beim LWL, verzeichnet.
Die Akten sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht umgebettet und lagern nach wie vor im Raum 414.
Der Bestand umfasst zurzeit 151 Verzeichnungseinheiten.
Da zuerst angenommen wurde, dass Akten über Presseartikel bestehen, da die Bestände der Stadtbibliothek mit der der Kogge zusammengesetzt waren, wurden diverse Großbriefe mit Zeitungsartikeln einzelnen Akten entnommen und am Ende zu eigenen Bänden zusammengefügt (Nr. 141 - 151).
Ebenfalls werden vier Plakate von Kogge-Veranstaltungen 1977, 1980 und 1982 (2) aufgrund von Großformaten in C8m (2. Stock) gelagert.
Zahlreiche Kassetten, eine CD und ein Video oder Tonband sind ebenfalls vorhanden und übernommen, aber weder in der Archivsoftware hinterlegt noch bewertet oder digitalisiert.
Der Bestand wurde vor dem Verzeichnen nicht chronologisch oder nach Themen geordnet. Ein Aktenplan war nicht vorhanden.
Ein großer Teil des Bestandes befasst sich mit dem Schriftwechsel des Vorstandes und der Mitglieder und der Organisation der Kogge-Tagungen. Eine wichtige Quelle zum Handeln der Kogge und ihrer Mitglieder stellen die Kogge-Briefe dar, welche von 1957 bis 2011 hinterlegt sind, aber auch der Allgemeine Schriftwechsel bietet viele Informationen vor allem zu Inge Meidinger-Geise.
Julia Kuklik Minden, 25.07.2019
Quellen:
-https://www.diekogge.com/geschichte/ (25.07.2019, 12:06 Uhr)
- WV 17 Nr. 135: „Die Kogge Gestern und Heute: Chronik und Info“, 1993.
Literatur:
Rahn, Birgit: Die Autorenvereinigung "Die Kogge". Entwicklung, Wirken und Stellung im gegenwärtigen literarischen Leben der Bundesrepublik Deutschland. Schriftl. Hausarb. im Rahmen d. ersten Staatsprüfung f. d. Lehramt Sekundarstufe II. Münster 1980. - 156, XXII. (Signatur: KAM, Bibliothek Stadtarchiv, 8088)
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.