Klaus Sorg, Bürger zu Altdorf, beurkundet als unparteiischer Obmann eines Schiedsgerichts in Streit zwischen Peter Mor von Ettishofen einerseits, Peter Keßler d.J. und den andern von Ettishofen andererseits betreffend die Gasse nach Studach bzw. die daran liegenden Äcker genannt Hofacker, der Mor gehört, und "die Bittsingin", der Keßler gehört. Mor bestreitet ein Wegerecht der Ettishofer über seinen Acker. Beisitzende Schiedsleute sind von Seiten Mors Konrad Ortlieb und Hans Kübler, von Seiten Keßlers und der anderen Ettishofer Ulrich Schutz, Ammann zu Altdorf, und Jos Behan daselbst. Die Schiedsleute entscheiden, daß man nur dann über die Äcker fahren darf, wenn sie nicht angebaut sind ("an nutz ligent"). Wenn die Parteien nicht mehr über ihre Äcker fahren lassen wollen, soll die Gasse erweitert werden, für welche "wytritz" beide Seiten Ackerboden abgeben sollen.
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Klaus Sorg, Bürger zu Altdorf, beurkundet als unparteiischer Obmann eines Schiedsgerichts in Streit zwischen Peter Mor von Ettishofen einerseits, Peter Keßler d.J. und den andern von Ettishofen andererseits betreffend die Gasse nach Studach bzw. die daran liegenden Äcker genannt Hofacker, der Mor gehört, und "die Bittsingin", der Keßler gehört. Mor bestreitet ein Wegerecht der Ettishofer über seinen Acker. Beisitzende Schiedsleute sind von Seiten Mors Konrad Ortlieb und Hans Kübler, von Seiten Keßlers und der anderen Ettishofer Ulrich Schutz, Ammann zu Altdorf, und Jos Behan daselbst. Die Schiedsleute entscheiden, daß man nur dann über die Äcker fahren darf, wenn sie nicht angebaut sind ("an nutz ligent"). Wenn die Parteien nicht mehr über ihre Äcker fahren lassen wollen, soll die Gasse erweitert werden, für welche "wytritz" beide Seiten Ackerboden abgeben sollen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 490
B 515 U 0490
Blitzenreuter Amt fasc. 018 n. 01
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden >> Urkunden
1460 November 3 (am nächsten mentag nauch aller hailigen tag)
25,2 x 40,4 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Schaden: Pergament fleckig
Aussteller: Klaus Sorg, Bürger zu Altdorf
Empfänger: Peter Mor von Ettishofen
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Aussteller: Klaus Sorg, Bürger zu Altdorf
Empfänger: Peter Mor von Ettishofen
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S.
Behan, Jos
Keßler, Peter d.J.
Kübler, Hans
Mor, Peter
Ortlieb, Konrad
Schutz, Ulrich, Ammann
Sorg, Klaus, Ammann
Altdorf = Weingarten RV; Ammann
Altdorf = Weingarten RV; Einwohner
Ettishofen : Berg RV; Einwohner
Ettishofen : Berg RV; Flurstücke
Studach = Staudenhof : Blitzenreute, Fronreute RV
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:22 MEZ
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