Guillermus von Durasfort (Duroforti), Kantor in Lavaur [?] (precentor Vaurensi), päpstlicher Kaplan und Auditor, wendet sich in einem Notariatsinstrument seines Schreibers Peter von Chissiaco, Klerikers der Diözese Auxerre und öffentlichen Notars päpstlicher und kaiserlicher Autorität, an den Erzbischof [Gerlach] von Mainz, die Geistlichen und öffentlichen Notare der Mainzer Diözöse sowie speziell an den Rektor Siegfried des Antoniushospitals [zu Mühlhausen], den Vikar Heinrich von Vippach (Vipeche) im Brückenkloster zu Mühlhausen, den Vikar Johann von Spier (Spira) der Johanniskapelle (eclesie sancti Johannnis) vor Mühlhausen und den Pfarrer in Popperode (Poppenrade) Johann Foresti. Er schildert ausfühlich den bisherigen Verhandlungsverlauf in der Klagesache Friedrichs von Treffurt, Landkomturs des Deutschen Ordens in Thüringen, gegen die Stadt Mühlhausen u.a. wegen Besitzungen und Einkünften (super quibusdam possesionibus, terris, debitis pecuniarum summis et annuis redditibus et altera) [der Deutschordenshäuser in der Altstadt und in der Neustadt Mühlhausen] und verkündet abschließend, dass er mit Zustimmung der Anwälte beiden Seiten geboten hat, nicht weiter gegeneinander vorzugehen. Bei den Verhandlungen wurde die Sache des Landkomturs vom Prokurator an der Römischen Kurie Lambertus von Orsoy, die Sache der Stadt Mühlhausen zunächst vom Magister Konrad von Rodinberg, baccalarius in decretis, dann jedoch von dessen Stellvertreter, dem Prokurator an der Römischen Kurie David Martini verhandelt. Außerdem waren der Prokurator an der Römischen Kurie Rutgherus von Wesel (Wessalia), der Notar Arnold von Nijmegen (Novimagio) und der vom Erzbischof Gerlach von Mainz eingesetzte Kommissar Johann, Scholaster des Johannisstifts in Mainz (ecclesie sancti Johannis Maguntinensis), an den Verhandlungen beteiligt.- Siegel Guillermus' von Durasfort angekündigt.

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Sächsisches Staatsarchiv
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