Eberhart, Graf zu Wertheim, stiftet in Einverständnis mit seiner Gemahlin, Gräfin Katherine, und seinem Sohne, Grafen Johann, der Kirche zu Wertheim eine Gülte von 1 Pfund h auf die Hofraite, darauf Retlich sitzt, bei der alten Badestube zu Wertheim. Die Gülte ist jährlich auf Martini an den Gotteshausmeister auszuzahlen. Bei Lebzeiten des Stifters ist dafür umb des lichten sante Johans tag (26. Juni) das Anniversar von des Grafen Eltern, zu begehen, nach Tod des Stifters an dessen Jahrestag das Seelengedächtnis seiner und der Eltern. Jedesmal bekommt der Pfarrer 2 ß d, sein Assistent, der Schulmeister, der Glöckner und jeder Priester, der an dem Tag in der Pfarrei Messe hält, je 1 ß d. Für den Rest des Pfunds sind die üblichen 4 Kerzen aufzustecken. Versäumt der Gotteshausmeister, für das Anniversar Sorge zu tragen, so fällt er bei dem Amtmann zu Wertheim, ebenso bei Pfarrer und Altaristen mit 10 ß d in Buße und hat es nachträglich für das ausgesetzte Pfund abhalten zu lassen.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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