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Widerat [von Eppstein], Abt von Fulda, tätigt mit dem Edlen
Erenfrid und dessen Ehefrau Rucela einen Gütertausch. Das Kloster
empfängt deren Gut (...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1051-1250
1061
Ausfertigung, Pergament, durchgedrücktes Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Scripta est hec cartula in Bruslaha anno Dominice incarnationis millesimo LX° I° ordinationis autem domni Heinrici regis quarti regni vero V° Sigfridi Mogontiacensis archiepiscopi II et Witeradi Fuldensis abbatis I°
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Widerat [von Eppstein], Abt von Fulda, tätigt mit dem Edlen Erenfrid und dessen Ehefrau Rucela einen Gütertausch. Das Kloster empfängt deren Gut (predium) in der Provinz Hessen in der Grafschaft Werinhers, die Maden genannt wird. Dafür erhalten sie dieses als Prekarie zurück. In der Burg Bingenheim übergeben sie dem Klostervogt Gerhard das genannte Gut mit 30 Hörigen und übergeben sich selbst dem Kloster als Dienstleute (more clientum se in manus nostras). Dafür erhalten sie den Hof [Alt-/Neu-]Morschen (Mursna) als Lehen. Die Namen der Dörfer, aus denen das genannte Gut besteht, sind Leimbach [wüst], Heinebach, [Ober-/Nieder-]Bergheim, (Haselare), Wolfshausen [wüst], Hebel, Dissen, [Großen-]Ritte, [Ober-]Vellmar, Almuthshausen, Hedewichsen [wüst]. [Es folgen die Namen der 30 Hörigen]. Nach einer Frist von zwei Wochen wurde die Übertragung durch das Ehepaar im Ort Ronshausen bei Rotenburg vor dem Abt und den 'Provinzialen' (coram provincialibus nostris) bestätigt und dem Mann das Gut, das seines gewesen war, zu Lehen gegeben und die Dienstbarkeit hinzugefügt, so dass er ihm [dem Abt] und dessen Nachfolgern dienstbar ist, aber dafür seinen Lebensunterhalt (sumptus victualium) erhält. Falls Erenfrid stirbt, gilt der Vertrag auch für seine Witwe. Sollte irgendeine ungerechte Gewalt (iniusta potestate) diesen Vertrag verletzen, fällt das, was seins war, an sie [beide] zurück. Siegelankündigung. Handlungsort: Großburschla. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Codex Eberhardi, Bd. 2, f. 51v
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Codex diplomaticus Fuldensis, Nr. 761; Karl Wenck, Zur Geschichte des Hessengaus [siehe Zusatzinformationen], Anhang II, S. 274-276
Vgl. zum Siegel Weth, Siegelwesen, S. 61 und 192 [Abbildung].
Die genannte Urkunde Heinrich IV. ist nicht erhalten.
Zur angeblichen Beteiligung König Heinrichs [IV.] Codex Eberhardi, Bd. 2, f. 51v und MGH DD H IV, S. 682.
Zur Lokalisierung der Orte Karl Wenck, Zur Geschichte des Hessengaus, in: Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde 36 (1903), S. 227-276, Anhang II, S. 275, Anm. 4.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.