Mainz, 1625.02.02. (Richter Hettisch). Eheabrede zwischen Gerhard Reitz, nachgelassenen Sohn des Hermann Reitz, und Katharina, nachgelassener Tochter des B. und Schreiners Jakob Rau: Er bringt in die Ehe seine großväterliche und väterliche Nahrung, sie ihre elterliche Nahrung. Für den Fall, daß die Ehe kinderlos bliebe, wird vereinbart: Stirbt er zuerst, so behält sie ihr Zubringen, das zum Leib Gehörige, die halbe Errungenschaft und 500 fl. aus seiner Nahrung; stirbt sie zuerst, so behält er sein Zubringen, das zum Leib Gehörige, die halbe Errungenschaft und 400 fl. aus ihrer Nahrung. Z.: 1) Für ihn: Der Stiefvater Paul Kuner (?), Walther Weicker, Emanuel Schmidt, Dietrich Volk; 2) für sie: Hans Grieß und Johann Sprenkel, Vormünder, sodann Georg Cuno, Sattler.
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Mainz, 1625.02.02. (Richter Hettisch). Eheabrede zwischen Gerhard Reitz, nachgelassenen Sohn des Hermann Reitz, und Katharina, nachgelassener Tochter des B. und Schreiners Jakob Rau: Er bringt in die Ehe seine großväterliche und väterliche Nahrung, sie ihre elterliche Nahrung. Für den Fall, daß die Ehe kinderlos bliebe, wird vereinbart: Stirbt er zuerst, so behält sie ihr Zubringen, das zum Leib Gehörige, die halbe Errungenschaft und 500 fl. aus seiner Nahrung; stirbt sie zuerst, so behält er sein Zubringen, das zum Leib Gehörige, die halbe Errungenschaft und 400 fl. aus ihrer Nahrung. Z.: 1) Für ihn: Der Stiefvater Paul Kuner (?), Walther Weicker, Emanuel Schmidt, Dietrich Volk; 2) für sie: Hans Grieß und Johann Sprenkel, Vormünder, sodann Georg Cuno, Sattler.
U / 1625 Februar 2 (in 5 / 28)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
02.02.1625
Stadtgericht Mainz
In 5 / 28, fol. 15 v.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ