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Berthold (Tolde) Schlerre, Bürger von Fulda, und seine Ehefrau
Sophia (Vyhe) bekunden für sich und ihre Erben, dass sie Johann [I. von
Henneberg],...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1491-1500
1491 Januar 11
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben uff Dinstag nach der heiligen drey konig tage nach Cristi unsers Herrn gebuert vierzehenhundert und im einuendneuntzigistem iare
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Berthold (Tolde) Schlerre, Bürger von Fulda, und seine Ehefrau Sophia (Vyhe) bekunden für sich und ihre Erben, dass sie Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, dessen Nachfolgern und dem Kloster Fulda für 21 Gulden Frankfurter Währung ihren Teil des Guts in (Kuls) [Keulos oder Kieloserhöfe] bei Dipperz (Dipparts) mit allem Zubehör dauerhaft verkauft haben. Bisher hatte das Gut Johann Baumgart (Henne Bawmgart) aus Niederbieber (Nidernbibra) inne und zahlte einen Zins von zwei Schock Geld. Das Gut wurde von Johann Willfeuer (Hanns Wiltsfuer) geteilt; der Abt hat auch den anderen Teil des Guts in diesem Jahr erworben und an Berthold als Lehen vergeben. Berthold bestätigt den Erhalt des Gelds, verzichtet für sich und seine Erben auf weitere Ansprüche bezüglich des Guts und setzt ohne Widerspruchsmöglichkeit für sich und seine Erben Abt und Kloster als zukünftige Besitzer ein. Für Bertholds Sohn Heinrich (Heintz), der langer außer Landes gewesen ist, besteht für das halbe Gut ein Rückkaufrecht für 21 Gulden Frankfurter Währung zuzüglich eventueller Bau- und Instandhaltungskosten, die Abt und Kloster entstanden sein könnten. Heinrich soll das Gut dann selbst nutzen und vom Kloster als Lehen erhalten. Siegelankündigung. Auf Bitte der Aussteller besiegelt Hermann von Gelnhausen (Geylnhuesen), Schultheiß in Fulda, die Urkunde. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Hermann von Gelnhausen, Schultheiß in Fulda
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.