Appellation gegen das Urteil der Vorinstanz, das den nunmehrigen Appellanten die Zahlung der rückständigen Jahresrente von 18 Goldgulden bzw. Oberländischen Rheinischen Gulden seit 1535 von 90 Morgen Artland zu Freialdenhoven (Kr. Jülich) auferlegte. Diese Verpflichtung ergibt sich aus einem Vertrag von 1465 zwischen den Eheleuten Johann und Gertgen Daissen, Bürgern zu Köln, und Johann von Harff, wonach der letztere für den Empfang von 400 Goldgulden die 90 Morgen Artland samt der Rente von 18 Oberländischen Rheinischen Gulden als Unterpfand verschrieben hat. Junker Johann zum Hirtz gen. Landskron klagte vor der 1. Instanz die Rentenforderung ein als nächster Erbe des Hermann Rodenkirchen (gest. 1535), der zusammen mit seinem Bruder Jakob von Rodenkirchen, Bürgermeister von Köln, verheiratet mit Gertgen (auch Anna) Daissen, von Hermann Daissen, dem Bruder der Gertgen (Anna) Daissen und Sohn der Eheleute Johann und Gertgen Daissen, zum Erben der streitigen Rentenverschreibung eingesetzt worden war. Der Prozeß zieht sich vor dem RKG vor allem deswegen so lange hin, weil die Originale eines Vertrages von 1517, der geviertelt worden war, nicht mehr aufzufinden sind.
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Appellation gegen das Urteil der Vorinstanz, das den nunmehrigen Appellanten die Zahlung der rückständigen Jahresrente von 18 Goldgulden bzw. Oberländischen Rheinischen Gulden seit 1535 von 90 Morgen Artland zu Freialdenhoven (Kr. Jülich) auferlegte. Diese Verpflichtung ergibt sich aus einem Vertrag von 1465 zwischen den Eheleuten Johann und Gertgen Daissen, Bürgern zu Köln, und Johann von Harff, wonach der letztere für den Empfang von 400 Goldgulden die 90 Morgen Artland samt der Rente von 18 Oberländischen Rheinischen Gulden als Unterpfand verschrieben hat. Junker Johann zum Hirtz gen. Landskron klagte vor der 1. Instanz die Rentenforderung ein als nächster Erbe des Hermann Rodenkirchen (gest. 1535), der zusammen mit seinem Bruder Jakob von Rodenkirchen, Bürgermeister von Köln, verheiratet mit Gertgen (auch Anna) Daissen, von Hermann Daissen, dem Bruder der Gertgen (Anna) Daissen und Sohn der Eheleute Johann und Gertgen Daissen, zum Erben der streitigen Rentenverschreibung eingesetzt worden war. Der Prozeß zieht sich vor dem RKG vor allem deswegen so lange hin, weil die Originale eines Vertrages von 1517, der geviertelt worden war, nicht mehr aufzufinden sind.
AA 0627, 851 - C 122/291
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 1. Buchstabe C
1553 - 1620 (1465 - 1620)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Hoen (Höen) von Cartils (Niederlande) (Cardeils, Kardeils, Cartheils) zu Frens (Gem. Horrem, Kr. Bergheim), Hermann Quadt (Quade) zu Rheindorf („Rindorf“) im Amt Brühl, Herr zu Myll (Kr. Erkelenz), Adolf Quadt zu Buschfeld („Buschfeld“ /Binsfeld) (Kr. Euskirchen) und Adolf (Raitz) von Frentz, Herr zu Kendenich (Gem. Hürth, Kr. Köln); seit 1569, nach dem Tod der ersten drei Appellanten, Adolf Raitz von Frentz, die Brüder Johann und Adolf zu Rheindorfund Cäcilie von Palant zu Buschfeld und Köln, Witwe des Adolf von Quadt zu Buschfeld; seit 1582 die Brüder Wilhelm, Hermann, Adolf der Ältere, Werner und Adolf der Jüngere von Quadt zu Buschfeld, Johann von Quadt zu Rheindorf und Rutger von der Horst und Wilhelm von Stommeln zu Pulheim (beide ca. 1592 gestorben) als Vormünder für Adolf Raitz von Frentz; seit 1593 Wilhelm und Adolf d. Jg. von Quadt zu Buschfeld, Johann von Quadt zu Rheindorf und Adolf Raitz von Frentz; seit 1596 Werner Quadt zu Buschfeld, Hermann Quadt zu „Isengarten“ (Amt Windeck, Rhein- Sieg-Kr.), Johann Quadt zu Rheindorf, Adolf Raitz von Frentz zu Kendenich (Keldenich); seit 1608 die Brüder Werner und Hermann Quadt und AdolfRaitz von Frentz (wie zuvor) sowie Heinrich Quadt zu „Isengarten“ und vier Vormünder für die Kinder des Winand Raitz von Frentz, nämlich Johann Raitz von Frentz, Domherr zu Lüttich und Speyer, jül.-berg. Kanzler und Rat, Winand Raitz von Frentz zu Schlenderhan (Gem. Quadrath-Ichendorf, Kr. Bergheim) und Adolf und Bertram von Ilem (Ilms); seit 1609 Werner und Wilhelm Quadt zu Buschfeld, Amtmänner zu Windeck (Rhein-Sieg-Kr.) und Linn (Stadt Krefeld), Hermann und Heinrich Quadt zu „Isengarten“, Witwe Barbara von Haes als Mitvormünderin für Johann Quadt zu Rheindorf sowie die vier oben genannten Vormünder; seit 1618 Werner und Wilhelm Quadt zu Buschfeld, Witwe Barbara von Haes und vier Vormünder für die Kinder der Eheleute Adolf Raitz von Frentz und der Christiane Truchsessin von Baldersheim, nämlich Johann Raitz von Frentz, Domherr zu Lüttich und Speyer, Propst zu St. Martin in Lüttich, jül.-berg. Kanzler, Winand Raitz von Frentz zu Schlenderhan, jül. Kriegskommissar, Adolf Fley zu Medinghoven (Bonn-Duisdorf) und Bertram von Ilem; seit 1620 Adolf Sigismund von und zu Frentz, (Bekl.) Beklagter: Hermann zum Hirtz gen. Landskron, Bürger zu Köln, seit 1574 seine Witwe Katharina Kleingedanck gen. Mommersloch, seit 1593 auch ihr gemeinsamer Sohn Isaak zum Hirtz gen. Landskron, (Bekl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Melchior Schwartzenberger (gest. 1568) 1552 - Dr. Heinrich Burchart 1552 - Lic. Amandus Wolff 1552 - Dr. Johann Heckel 1552 - Dr. Christoph Reiffsteck 1569 - Dr. Ludwig Staell 1569 - Dr. Laurentius Wildthelm 1569 - Lic. Martinus Richardt 1569 - Dr. Johann Vest 1569 - Dr. Georg Kirwang 1579 - Dr. Laurentius Vomelius 1579 - Dr. Johann Gödelmann 1579 - Dr. Valentin Leuffer (gest. vor 1618) (1611) - Dr. Sigismund Haffner 1609 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Michael Mack (gest. um 1555) 1553 - Dr. Alexander Reiffsteck 1553 - Lic. Amandus Wolff 1553 - Lic. Anastasius Grindsen (Greineisen ?) 1553 - Dr. Kaspar Fichardt (gest. 1569) 1555 - Dr. Alexander Reiffsteck 1555 - Dr. Georg Berlin 1569 - Dr. Johann Brentzlin (gest. 1585) 1574 - Lic. Johann von Vianden 1585 - Dr. Heinrich Stemmler 1585 - Dr. Christoph Reiffsteck 1585 - Dr. Kaspar Morhardt (gest. vor 1611) 1601 - Lic. Christoph Riecker 1611 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Gericht zu Freialdenhoven (Schultheiß und Schöffen) mit Belehrung des Hauptgerichts Jülich 1552 - 2. RKG 1553 - 1620 (1465 - 1620) Beweismittel: Erbteilungsvertrag von 1484 zwischen Gertgen, verheiratet mit Jakob Rodenkirchen, Johann und Hermann Daissen, Kinder der Eheleute Johann und Gertgen Daissen mit inserierter Rentenverschreibung von 1465 (29 - 30). Erbteilungsvertrag von 1528 zwischen den Geschwistern Jakob, Hermann und Guidt Rodenkirchen, den testamentarisch eingesetzten Erben des Hermann Daissen (32 - 35). Vertrag zwischen Junker Daem von Harve, Landdrost des Landes zu Jülich, und Hedwig, Witwe von Harve, von 1517 betr. Testament des Goddart von Harve zu Güsten unter Vermittlung ihrer Freunde Johann von Palant, Herr zu Wildenburg, Landdrost Peter Stoltz, Arndt von Frentz und Johann Quadt von Buschfeld (35 - 37). Auszug aus einem Rentenbuch betr. den Empfang von 18 Goldgulden von 1528 - 1535 von Niklaiß von Harff, Drost von Geilenkirchen (38). Urteil des Hauptgerichts Jülich vom 23. Mai 1552 (40). Briefe des Rutger von Frentz-Buteler an Katharina Rodenkirchen von 1538 und der Katharina von Palant, Witwe des Niklas von Harff, Drost von Geilenkirchen, an Hermann Rodenkirchen 1533 (72f.). Zeugenaussage von 1552 (73) und von 1569 (75). Beschreibung: 7 cm, 149 Bl., lose; Q 1 - 23, 30 - 53, 9 Beilagen von 1601 - 1620, 1 Beilage prod. 25. Aug. 1640.
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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11.05.2026, 9:46 AM CEST
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