Witzel von Königswart (Kungswart), seine Ehefrau Else (mein elich hausfrowe) sowie seine Söhne Taut und Butzlabe verkaufen dem Deutschordenshaus zu Eger für 53 Pfund Heller und 80 Heller, die bereits bezahlt sind, ihren Hof in Obersandau (Obern Sandawe), auf dem Heintzel der Per von Maiersgrün (von der Mayrsgrun) ansässig war. Dieser Hof zinst jährlich eineinhalb Pfund Heller in Landeswährung. Er gibt für den Zehnten 15 Schilling Heller, wobei ein Schilling zwölf Heller gelten soll (fur ieden schillinck zwelf haller), für 30 Risten (reysten) Flachs 60 Heller, für zwei Käse zwölf Heller, für zehn Käse zu Pfingsten 60 Heller, für drei Schnitter (sniter) zwei Schilling Heller, für einen Mäher (mader) einen Schilling Heller{1}, für die Weissat (fur das weysode) einen Schilling Heller, für 20 Eier zu Ostern sechs Heller, für zwei Fastnachtshühner zwei Schilling Heller, für zwei Näpfe Erbsen (arbeiz) und einen Napf Mohn (mahens) 54 Heller und ein Zehnthuhn. Witzel, Taut und Butzlabe von Königswart bürgen für alle Ansprüche Dritter gegenüber dem Hof und versprechen, sofern sie sich dessen nicht entledigen können, in Eger Einlager zu halten. Im Fall der Nichteinhaltung des Verkaufsvertrags soll der Sedelhof der Aussteller in Untersandau (Nidern Sandawe) an das Deutschordenshaus fallen. - Siegel Witzels und Tauts von Königswart, die für die beiden anderen Aussteller wegen Siegelkarenz mitsiegeln, sowie Stadtsiegel von Eger angekündigt. 1 Gemeint vermutlich als Ablösung der Frondienste von drei Schnittern und einem Mäher in Geldform.