Gutsarchiv Beyernaumburg (Bestand)
Show full title
H 28 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
(1430) 1551 - 1940
Findhilfsmittel: Findbuch von 1992 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Beyernaumburg gehört zur Stadt Allstedt, Lkr. Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt.
Beyernaumburg wird 880 als „urbs Niuuenburg“ erstmals erwähnt. Burg und Siedlung fielen 1184 an das Erzstift Magdeburg und 1378 an die Landgrafen von Thüringen. 1485 wurde Beyernaumburg albertinisch, war seit 1547 kursächsisch, gehörte von 1657–1746 zum Herzogtum Sachsen-Weißenfels und wurde 1815 an Preußen abgetreten, wo es 1816–1945 der Provinz Sachsen zugeordnet war.
1430 verkauften die Wettiner das bis dahin als landesherrliches Amt eingerichtete Beyernaumburg an Berndt und Busso von der Asseburg. Von ihren Nachkommen ging es 1653 auf dem Erbweg an Viktor von Bülow über. 1703 wurde das Rittergut in ein Oberschloss und ein Unterschloss geteilt und erst 1831 wieder vereint. Die Freiherren (seit 1903) von Bülow saßen bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 auf Beyernaumburg.
Das Rittergut hatte die Patrimonialgerichtsbarkeit über die Orte Beyernaumburg, Sotterhausen, Holdenstedt, Nienstedt und Liedersdorf sowie über Teile von Emseloh inne. Zum Gutskomplex gehörten das Vorwerk Othal und 1770–1832 das Freigut Sotterhausen.
Bestandsinformationen: Der Bestand wurde nach der Bodenreform sichergestellt und zunächst in Merseburg, später in Wernigerode eingelagert. 1988 erfolgte die Erschließung. Das Findbuch wurde im Jahre 1992 fertig gestellt. Familien, zu denen der Bestand eine substantielle Überlieferung enthält sind: von der Asseburg und von Bülow.
Der Bestand wird aufgrund eines 2008 geschlossenen Vertrages als Depositum im Landesarchiv Sachsen-Anhalt verwahrt.
Zusatzinformationen: Verweis:
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Staatsarchiv Detmold, L 4 Q und L 114.
Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Registraturbildner: Beyernaumburg gehört zur Stadt Allstedt, Lkr. Mansfeld-Südharz, Sachsen-Anhalt.
Beyernaumburg wird 880 als „urbs Niuuenburg“ erstmals erwähnt. Burg und Siedlung fielen 1184 an das Erzstift Magdeburg und 1378 an die Landgrafen von Thüringen. 1485 wurde Beyernaumburg albertinisch, war seit 1547 kursächsisch, gehörte von 1657–1746 zum Herzogtum Sachsen-Weißenfels und wurde 1815 an Preußen abgetreten, wo es 1816–1945 der Provinz Sachsen zugeordnet war.
1430 verkauften die Wettiner das bis dahin als landesherrliches Amt eingerichtete Beyernaumburg an Berndt und Busso von der Asseburg. Von ihren Nachkommen ging es 1653 auf dem Erbweg an Viktor von Bülow über. 1703 wurde das Rittergut in ein Oberschloss und ein Unterschloss geteilt und erst 1831 wieder vereint. Die Freiherren (seit 1903) von Bülow saßen bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 auf Beyernaumburg.
Das Rittergut hatte die Patrimonialgerichtsbarkeit über die Orte Beyernaumburg, Sotterhausen, Holdenstedt, Nienstedt und Liedersdorf sowie über Teile von Emseloh inne. Zum Gutskomplex gehörten das Vorwerk Othal und 1770–1832 das Freigut Sotterhausen.
Bestandsinformationen: Der Bestand wurde nach der Bodenreform sichergestellt und zunächst in Merseburg, später in Wernigerode eingelagert. 1988 erfolgte die Erschließung. Das Findbuch wurde im Jahre 1992 fertig gestellt. Familien, zu denen der Bestand eine substantielle Überlieferung enthält sind: von der Asseburg und von Bülow.
Der Bestand wird aufgrund eines 2008 geschlossenen Vertrages als Depositum im Landesarchiv Sachsen-Anhalt verwahrt.
Zusatzinformationen: Verweis:
Landesarchiv Nordrhein-Westfalen, Staatsarchiv Detmold, L 4 Q und L 114.
Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 16.25
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST