Grävenitz-Würbensche Akten
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, {G 184}
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, G 184 Herzog Eberhard Ludwig (1676-1733)
Herzog Eberhard Ludwig (1676-1733) >> Grävenitz-Würbensche Akten
Enthält:
- die im November 1707 erfolgte Notifikation der "vor einiger Zeit" geschehenen Trauung des Herzogs Eberhard Ludwig mit dem Fräulein Christina Wilhelmina von Grävenitz, welche durch den Kaiser den 1. Sept. 1707 in den Grafenstand erhoben und vom Herzoge zu einer Gräfin von Urach deklariert worden
- die von dem württembergischen Synodus, sowie von der Landschaft und dem Geheimen Rate gegen diese Ehe eingereichten Vorstellungen, den vom Kaiser an die Höfe von Braunschweig-Wolfenbüttel und Hessen-Kassel erteilten Auftrag, den Herzog mit seiner rechtmäßigen Gattin wieder auszusöhnen und die Entfernung der Grävenitz zu bewirken, die von diesen Höfen in dieser Richtung, ohne dauernden Erfolg geführten Verhandlungen, die mit dem kaiserlichen Hofe in diesen Angelegenheiten stattgehabten langwierigen Negotiationen (z. Th. unter Vermittlung des Prinzen Eugen von Savoyen)
- die im Jahr 1711 geschehene Scheintrauung der Grävenitz mit dem zum Landhofmeister, Geheimenrats- und Kriegsratspräsidenten ernannten Grafen Franz Ferdinand von Würben
- die verschiedenen an die Grävenitz gemachten Schenkungen von Geld und liegenden Gütern, so: dem Kammerschreibereigut Gomaringen, Schloß und Dorf Stetten, dem Lehen Welzheim mit Zugehörungen, Gochsheim, dem Kammerschreibereigut Schloß und Marktflecken Brenz, dem Schloß Ockenhausen, die von ihr geschehene Erkaufung der Rittergüter Freudenthal und Boihingen usw.
- die wegen der Grävenitz gegen Personen, welche Schmähungen gegen sie sich erlaubt, sich mit ihr verfeindet oder mit ihren Feinden in Beziehung gestanden, eingeleiteten Prozesse, z. B. gegen den Hofmarschall von Forstner, den angeblichen Abbé von Berga, den Hofprediger Urlsperger
- die im Jahr 1731 auf Befehl des Herzogs erfolgte Verhaftung und Gefangenhaltung der Grävenitz zu Urach, die gegen sie, ihre Verwandten und Anhänger - den Premierminister Fr. Wilh. von Grävenitz, den Konferenzminister Victor von Grävenitz, den Oberstallmeister Fr. Wilh. von Grävenitz, Visitationsdirektor Pfeil, Geh. Referendarius Pfau, Vizedirektor Pfau, Reg. Rat Vollmann, Reg. Rat Scheid, Ökonomierat Holk, Geh. Rat Schunk, Geh. Rat Sittmann, Kirchenratsdirektor von Schütz, Hofrat Weissensee, Kriegsratspräsidenten von Boldewin u. a. - eingeleiteten Kriminalprozesse, die Verhandlungen über ihre Abfertigung zur Zeit der Regierung der Herzoge Eberhard Ludwig, Carl Alexander und des Administrators Carl Rudolf, die verschiedenen mit ihr abgeschlossenen und vom Kaiser bestätigten Abfertigungsvergleiche
- persönliche und ökonomische Verhältnisse ihrer Geschwister und sonstigen Verwandten
- diese Akten bilden eine eigene ziemlich umfangreiche Rubrik in der Abteilung: Kriminalia des Staatsarchives (Politische Kriminalprozesse, A 48/05)
- Eine vorzugsweise aus diesen, zum Teil auch aus anderen z. B. Konsistorialakten und sonstigen Quellen geschöpfte, ausführliche Geschichte der Grävenitz und ihres verderblichen Waltens in Württemberg, von Reg. Rat Günzler s. Manuskripten-Sammlung des Staatsarchives, Nro. 126 (J 1 Bd. 126 a-c)
- die im November 1707 erfolgte Notifikation der "vor einiger Zeit" geschehenen Trauung des Herzogs Eberhard Ludwig mit dem Fräulein Christina Wilhelmina von Grävenitz, welche durch den Kaiser den 1. Sept. 1707 in den Grafenstand erhoben und vom Herzoge zu einer Gräfin von Urach deklariert worden
- die von dem württembergischen Synodus, sowie von der Landschaft und dem Geheimen Rate gegen diese Ehe eingereichten Vorstellungen, den vom Kaiser an die Höfe von Braunschweig-Wolfenbüttel und Hessen-Kassel erteilten Auftrag, den Herzog mit seiner rechtmäßigen Gattin wieder auszusöhnen und die Entfernung der Grävenitz zu bewirken, die von diesen Höfen in dieser Richtung, ohne dauernden Erfolg geführten Verhandlungen, die mit dem kaiserlichen Hofe in diesen Angelegenheiten stattgehabten langwierigen Negotiationen (z. Th. unter Vermittlung des Prinzen Eugen von Savoyen)
- die im Jahr 1711 geschehene Scheintrauung der Grävenitz mit dem zum Landhofmeister, Geheimenrats- und Kriegsratspräsidenten ernannten Grafen Franz Ferdinand von Würben
- die verschiedenen an die Grävenitz gemachten Schenkungen von Geld und liegenden Gütern, so: dem Kammerschreibereigut Gomaringen, Schloß und Dorf Stetten, dem Lehen Welzheim mit Zugehörungen, Gochsheim, dem Kammerschreibereigut Schloß und Marktflecken Brenz, dem Schloß Ockenhausen, die von ihr geschehene Erkaufung der Rittergüter Freudenthal und Boihingen usw.
- die wegen der Grävenitz gegen Personen, welche Schmähungen gegen sie sich erlaubt, sich mit ihr verfeindet oder mit ihren Feinden in Beziehung gestanden, eingeleiteten Prozesse, z. B. gegen den Hofmarschall von Forstner, den angeblichen Abbé von Berga, den Hofprediger Urlsperger
- die im Jahr 1731 auf Befehl des Herzogs erfolgte Verhaftung und Gefangenhaltung der Grävenitz zu Urach, die gegen sie, ihre Verwandten und Anhänger - den Premierminister Fr. Wilh. von Grävenitz, den Konferenzminister Victor von Grävenitz, den Oberstallmeister Fr. Wilh. von Grävenitz, Visitationsdirektor Pfeil, Geh. Referendarius Pfau, Vizedirektor Pfau, Reg. Rat Vollmann, Reg. Rat Scheid, Ökonomierat Holk, Geh. Rat Schunk, Geh. Rat Sittmann, Kirchenratsdirektor von Schütz, Hofrat Weissensee, Kriegsratspräsidenten von Boldewin u. a. - eingeleiteten Kriminalprozesse, die Verhandlungen über ihre Abfertigung zur Zeit der Regierung der Herzoge Eberhard Ludwig, Carl Alexander und des Administrators Carl Rudolf, die verschiedenen mit ihr abgeschlossenen und vom Kaiser bestätigten Abfertigungsvergleiche
- persönliche und ökonomische Verhältnisse ihrer Geschwister und sonstigen Verwandten
- diese Akten bilden eine eigene ziemlich umfangreiche Rubrik in der Abteilung: Kriminalia des Staatsarchives (Politische Kriminalprozesse, A 48/05)
- Eine vorzugsweise aus diesen, zum Teil auch aus anderen z. B. Konsistorialakten und sonstigen Quellen geschöpfte, ausführliche Geschichte der Grävenitz und ihres verderblichen Waltens in Württemberg, von Reg. Rat Günzler s. Manuskripten-Sammlung des Staatsarchives, Nro. 126 (J 1 Bd. 126 a-c)
Archivale
Berga, Christian Heinrich Ernst Abé von
Holcken, Johann Friedrich Ludwig von; Ökonomierat der Herzogin Maria Augusta
Pfeil, Joachim Friedrich von; Hofrat, Kirchratsdirektor, ca. 18. Jh.
Scheid, Johann Friedrich; Regierungsrat
Schunk; Geheimer Rat
Schütz, von; Kirchenratsdirektor
Vollmann, Karl Ludwig; Kabinettssekretär
Würben, Johann Franz Ferdinand von; Graf, -1729
Boihingen s. Unterboihingen
Brenz : Sontheim an der Brenz HDH; Schloss
Freudenthal (Bruntál), Bez. Bruntál [CZ]; Schloss
Gochsheim : Kraichtal KA
Gomaringen TÜ
Ockenhausen (?); Schloss
Schloss Stetten : Kocherstetten, Künzelsau KÜN
Unterboihingen : Wendlingen am Neckar ES; Rittergut
Welzheim WN
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 3:22 PM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Württembergisches Hausarchiv (Archival tectonics)
- Bestände über einzelne Personen (Archival tectonics)
- Herzog Karl Rudolf von Württemberg-Neuenstadt bis Prinzessin Friederike von Württemberg-Öls (Archival tectonics)
- Herzog Eberhard Ludwig (1676-1733) (Archival holding)
- Grävenitz-Würbensche Akten (Classification)