Adam Stubenrauch aus Kochendorf [Kr. Heilbronn], derzeit Schäferknecht zu Neuenstadt, wegen des Verdachts, der Gericht zu Neuenstadt verleumdet zu haben, zu Neuenstadt gef., jedoch auf Fürbitten seiner Ehefrau, Freunde und Gönner, auch in Ansehung seiner Armut wieder freigelassen unter der Bedingung, seine Atzung zu bezahlen, schwört U., bekennt, dass er vom Gericht zu Neuenstadt nur Gutes wisse, widerruft die Verdächtigung und erklärt sich bereit, diesen Widerruf, wann und wo er von ihm gefordert würde, zu erneuern. Stubenrauch war am vergangenen Mi nach Dreikönigstag [Jan 9.] mit dem Kochenpawer aus Neuenstadt in dessen Haus wegen eines verletzten Hundes im Beisein etlicher geladener Hochzeitsgäste in Streit geraten hatte, als Kochenpawer ihm den Rechtsweg einzuschlagen anbot, unbedacht und im Zorn geäußert: der Teufel solle hier rechten, es sei ein böses Gericht, hier rechte man nach Gunst. Vor den Amtleuten leugnete er diese Aussagen und behauptete, er wisse doch bis heute vom Gericht nur Ehrendes und Gutes zu sagen. Auch hatte er vor den Amtleuten im Beisein zahlreicher ehrlicher Bürger Widerruf geleistet und sich bereit erklärt, denselben zu wiederholen, wo immer er von ihm verlangt werde, war aber dennoch festgenommen worden.