03. Land Sachsen 1945 - 1952
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Sächsisches Staatsarchiv (Beständegliederung)
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Land Sachsen durch die sowjetische Besatzungsmacht neu gegründet und führte Anfangs die Bezeichnung Bundesland Sachsen. Das Territorium des Landes entsprach fast dem des ehemaligen Freistaates; hinzu kamen einige westlich der Oder-Neiße Grenze gelegenen Gebiete, die früher zu Preußen gehörten. Die Tätigkeit der Landesverwaltung Sachsen begann Anfang Juli 1945; am 04.07.1945 wurde sie durch die Besatzungsmacht bestätigt. Nach den Kreis- und Landtagswahlen vom 20.10.1946 konstituierte sich im November 1946 erstmals wieder ein sächsischer Landtag. Der bisherige Präsident der Landesverwaltung Friedrichs, wurde im Dezember 1946 zum Ministerpräsidenten gewählt und eine Regierung aus acht Ministern gebildet: Innenminister, Justizminister, Finanzminister, Minister für Arbeit und Sozialfürsorge, Minister für Land- und Forstwirtschaft, Minister für Volksbildung, Minister für Handel und Versorgung sowie Wirtschaftsminister. Am 28.02.1947 wurde die erste sächsische Verfassung der Nachkriegszeit vom Parlament verabschiedet. Die seit Juli 1945 in Berlin entstandenen deutschen Zentralverwaltungen mit Zuständigkeit für die gesamte Sowjetische Besatzungszone (SBZ) waren institutionalisierte Grundlagen wachsender Zentralisierung und zunehmender Kompetenzkollisionen. Insbesondere die 1947 gebildete Deutsche Wirtschaftskommission hatte in wachsendem Maße weit reichende Machtbefugnisse in den Ländern der SBZ. Mit der Gründung der DDR 1949 wurden die Zentralisierungsbestrebungen verstärkt. Dies wurde zuerst im Justizbereich gravierend sichtbar, wo 1950 die Justizministerien der Länder (außer Thüringen) aufgelöst wurden; in Sachsen gab es nur noch eine Hauptabteilung Justiz, die dem Ministerpräsidenten unterstellt war. Trotz der in der Verfassung der DDR von 1949 verankerten föderalistischen Verwaltungsstrukturen wurden mit dem nach der II. Parteikonferenz der SED verabschiedeten Gesetz vom 23.07.1952 die Länder faktisch aufgelöst und die Wege zum „demokratischen Zentralismus“ geebnet. Als das sächsische Parlament am 25.07.1952 der Neugliederung der Verwaltungsstruktur und damit seiner eigenen Auflösung zustimmte, hatte dieser Akt nur noch formale Bedeutung.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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10.12.2025, 12:54 PM CET