Jos Winzürn, Lienhard Ostracher, Jakob Murer und Martin Tegen entscheiden in Ravensburg, wo sie ansässig sind, als Schiedsleute ("tädings lütt") in der Güte den Streit zwischen Hans Seltenrich von Steinenberg ("Staineberg") als Vogt Elslin Löfflerlis, Tochter ¿Ulrich Löfflers, und Konrad Seltenrich genannt Butler von Gambach, Elslins Großvater ("Äni"), einerseits, Hans Löffler von Gaisbeuren und Ulrich Löffler von Gambach für sich selbst sowie in Vollmacht des Bastian von Gambach und der Barbara Löffler von Gambach andererseits. Gegenstand des Streits war der Nachlaß des Ulrich Löffler von Gambach an Liegenschaften und Fahrnis sowie 100 fl Besserung und Strafe, die Jörg Grätter wegen des an Ulrich Löffler begangenen Totschlags schuldig geworden war. Die Schiedsleute sprechen allen Verwandten des Toten einen Anteil am Erbe zu, jedoch soll die Wirtschaft ("taffern") in Gaisbeuren Hans Löffler verbleiben. Das klagende Mündel Elslin soll als Voraus 20 lb d erhalten, die auf der Mühle von Gambach besichert werden. Im übrigen hat sie den gleichen Erbteil an der Mühle wie die anderen Geschwister. Bis zu ihrem 14. Lebensjahr erhält das Kind eine jährliche Rente von 1 lb d aus dem Kapital von 20 lb, die ihr derjenige unter den Miterben, dem die Mühle zugeteilt wird, zahlen muß. Wenn das Kind 14 Jahre alt geworden ist, soll ihm das Kapital ausbezahlt werden. Es soll auch 20 fl von dem Strafgeld erhalten.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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