Auf der Pleistermühle (Bleisermollen) wird ein Erbtag gehalten. Die Müllerin gibt an, daß der verstorbene Müller dem Herrn Hugo Kerckerinck, Pastor zu Telgte (Telget), und Aleken, Witwe Berndt Kerckerincks, eigenhörig gewesen ist. Als Inventar wird aufgezählt: ein Karrenpferd von 18 Joachimtaler Wert, 8 Kühe, darunter eine Sterke, 10 Schweine, 20 Hühner, 3 Gänse, 6 Enten, 4 Betten mit einem Pfühl, 4 Paar Laken, 4 Kessel, 5 Ohrenpötte, eine zinnerne Quarte, 2 zinnerne quarte Kroeße, eine zinnerne Butterschüssel, 2 Kisten und 1 Spind, 6 Seiten Speck, 1 schwarzer englischer Faltenrock, noch 2 Röcke, 1 Wams, 1 Paar Hosen. Schulte Bleyser schuldet dem verstorbenen Müller 6 Joachimtaler. De Ryke schuldet 2 geldrische Reiter. Ein Kämpchen ist auf 2 Jahre gekauft, davon 1 Jahr von dem Richter gebraucht, jetzt besät mit Weizen und Roggen. Vom Schulten zu Bleyser ist Land angekauft, das man jetzt zum letzten Mal mit bruenkarn besäen will. Der verstorbene Müller hat Merthen Meygh 1 Joachimtaler geliehen. Dieser schuldet außerdem etwa 3 1/2 Mark, die er dem Meyerbernd in Bezahlung der karenraider überwiesen haben soll. Ferner 2 Handsägen, 3 grope wemmewaer, ein klein baer, ein baerde, eine Axt, 2 grepen, ein schute, ein reppe 9 Mark in der Tasche, die die Müllerin zu behuf Johannes Sloßken, Kaplan des Kellners, einem Mann namens N. übergeben hat. Der Eid wird der Müllerin auf 14 Tage befristet. des donderdages na dem sundage Exaudi

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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