MBK Nordkirche e.V. (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigenLandeskirchliches Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland
Objekt beim Datenpartner
40.57 MBK Nordkirche e.V. MBK Nordkirche e.V. MBK Nordkirche e.V.
Landeskirchliches Archiv der Ev.-Luth. Kirche in Norddeutschland (Archivtektonik) >> 4 Vereine und nichtlandeskirchliche Stellen >> 40 Vereine und Stiftungen
1929-2011
Bestandsbeschreibung: Um 1900 herum bildeten sich in Deutschland immer mehr Bibelkreise, in denen die Menschen gemeinsam in der Bibel lesen und die Auslegung betrieben. Die Bibelkreise entstanden unabhängig von den Kirchengemeinden, wiewohl sie sich innerhalb der evangelischen Kirche verorteten. Mädchen und junge Frauen schlossen sich zu eigenen Kreisen zusammen. Diese Entwicklung gewann eine große Dynamik, so dass am Ende des Ersten Weltkriegs das Bedürfnis nach reichsweiter Zusammenarbeit und Austausch entstand. Nach einer Tagung Pfingsten 1918 wurde im Oktober 1919 der „Deutsche Bund der Mädchen-Bibel-Kreise (MBK)“ gegründet. In Schleswig-Holstein wurde die Arbeit der Bibelkreise intensiviert, als Hedwig Langlo, die Frau des Propsten von Hütten, in Eckernförde mit den Bibelkreisen begann. Die Quellen geben keinen Aufschluss darüber, ob ein Verein gebildet wurde, obwohl von Vorsitzenden die Rede ist. Jedenfalls war Hedwig Langlo die prägende Figir der MBK-Arbeit in Schleswig-Holstein. Alexandrine Schmidt war die erste Reisesekretärin, deren Aufgabe in der Betreuung der Gruppen in Schleswig-Holstein bestand. Sie wurde von der MBK-Zentrale in leipzig angestellt und besoldet.
Die 1930er Jahre brachten große Schwierigkeiten, da die Bibelkreise sich nicht in den Bund deutscher Mädel (BdM) eingliedern lassen wollten. Aus diesem Grund wurde 1934 der „Deutsche Bund der Mädchen-Bibel-Kreise (MBK)“ aufgelöst. Die Verbandsstrukturen wurden im Geheimen weiterhin aufrechterhalten, und die gesamte Arbeit der Bibelkreise erfolgte unter konspirativen Aspekten. Ein wichtiger Kristallisationspunkt war das Freizeitheim in Bistensee. 1938 wurde Christa Wulf Nachfolgerin für Alexandrine Schmidt als Reisesekretärin (MBK-Sekretärin).
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Jugendarbeit von der Kirchengemeinde Havetoft aus wieder aufgenommen. Der dortige Pastor Otto von Stockhausen war von der Landeskirche mit der Aufgabe betraut worden. Christa Wulf organisierte nicht nur die kirchliche Jugendarbeit, sondern auch den Reisedienst der Schülermissionsarbeit. Nach dem Umzug 1951 auf den Koppelsberg hieß die Einrichtung „Kirchliche Schülerinnenarbeit in Schleswig-Holstein (MBK)“. Die enge Verbindung zum Jugendpfarramt erleichterte und beförderte die Arbeit. 1962 wurde der „Geschäftsführende Verein der Schülerinnen- und Frauen-Bibelkreise (MBK) in Schleswig-Holstein e.V.“ gegründet. Der MBK Hamburg schloss sich 1975 an. 1977 wurde der Verein zu „Nordelbische Schülerinnen- und Frauenbibelkreise MBK e.V.“ umbenannt und erhielt eine neue Satzung. Zunahemnd kooperierte der Verein nicht nur mit dem Jugendpfarramt, sondern auch mit dem Amt für Gemeindedienst, um vor allem Seminare und Bibelfreizeiten anzubieten.
Die Ausdifferenzierung der Arbeit führte immer stärker zur Frage, ob eine Beschränkung der Zielgruppe, nämlich die Mädchen und jungen Frauen, noch sinnvoll sei. Mit der Öffnung für weitere Ziegruppen, also auch für männliche Jugendliche, wurde der Name zunehmend als unpassend empfunden. Aus dem Grund wurde der Verein 2012 in „MBK - Evangelische Jugend- und Erwachsenenarbeit in der Nordkirche“ umbenannt. Der MBK Nordkirche ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Schleswig-Holstein und arbeitet nach eigenem Bekunden partnerschaftlich mit dem MBK Bad Salzuflen zusammen.
Literatur: Käte Brandt, Steine gab’s und Brot immer. 75 Jahre MBK - Geschichte und Geschichten. Bad Salzuflen: MBK-Verlag, 1994.
Christa Wulf (Hrsg.), MBK-Nordelbien schreibt Geschichte(n). Vervielfältigtes Manuskript [1992].
Die 1930er Jahre brachten große Schwierigkeiten, da die Bibelkreise sich nicht in den Bund deutscher Mädel (BdM) eingliedern lassen wollten. Aus diesem Grund wurde 1934 der „Deutsche Bund der Mädchen-Bibel-Kreise (MBK)“ aufgelöst. Die Verbandsstrukturen wurden im Geheimen weiterhin aufrechterhalten, und die gesamte Arbeit der Bibelkreise erfolgte unter konspirativen Aspekten. Ein wichtiger Kristallisationspunkt war das Freizeitheim in Bistensee. 1938 wurde Christa Wulf Nachfolgerin für Alexandrine Schmidt als Reisesekretärin (MBK-Sekretärin).
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Jugendarbeit von der Kirchengemeinde Havetoft aus wieder aufgenommen. Der dortige Pastor Otto von Stockhausen war von der Landeskirche mit der Aufgabe betraut worden. Christa Wulf organisierte nicht nur die kirchliche Jugendarbeit, sondern auch den Reisedienst der Schülermissionsarbeit. Nach dem Umzug 1951 auf den Koppelsberg hieß die Einrichtung „Kirchliche Schülerinnenarbeit in Schleswig-Holstein (MBK)“. Die enge Verbindung zum Jugendpfarramt erleichterte und beförderte die Arbeit. 1962 wurde der „Geschäftsführende Verein der Schülerinnen- und Frauen-Bibelkreise (MBK) in Schleswig-Holstein e.V.“ gegründet. Der MBK Hamburg schloss sich 1975 an. 1977 wurde der Verein zu „Nordelbische Schülerinnen- und Frauenbibelkreise MBK e.V.“ umbenannt und erhielt eine neue Satzung. Zunahemnd kooperierte der Verein nicht nur mit dem Jugendpfarramt, sondern auch mit dem Amt für Gemeindedienst, um vor allem Seminare und Bibelfreizeiten anzubieten.
Die Ausdifferenzierung der Arbeit führte immer stärker zur Frage, ob eine Beschränkung der Zielgruppe, nämlich die Mädchen und jungen Frauen, noch sinnvoll sei. Mit der Öffnung für weitere Ziegruppen, also auch für männliche Jugendliche, wurde der Name zunehmend als unpassend empfunden. Aus dem Grund wurde der Verein 2012 in „MBK - Evangelische Jugend- und Erwachsenenarbeit in der Nordkirche“ umbenannt. Der MBK Nordkirche ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Schleswig-Holstein und arbeitet nach eigenem Bekunden partnerschaftlich mit dem MBK Bad Salzuflen zusammen.
Literatur: Käte Brandt, Steine gab’s und Brot immer. 75 Jahre MBK - Geschichte und Geschichten. Bad Salzuflen: MBK-Verlag, 1994.
Christa Wulf (Hrsg.), MBK-Nordelbien schreibt Geschichte(n). Vervielfältigtes Manuskript [1992].
MBK Nordkirche e.V.
2 lfd.Meter
Archivbestand
Literatur: Wulf, Christa (Hrsg.): MBK-Nordelbien schreibt Geschichte(n), vervielfältigtes Manuskript, [1992].
Kiel
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.10.2025, 12:16 MESZ
Landeskirchliches Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland
Objekt beim Datenpartner