Durch die Kraft der Union von 1533 zu Husum niedergesetzten, unter dem Vorsitz des Statthalters Gerd Rantzau tagenden königlichen Reichsräte Albrecht Scheel, Ritter, Reichsadmiral und Amtmann zu Ripen, Esche Brock zu Estruy, Amtmann zu Dronningburg, Jakob Ulfeldt, Reichskanzler und Amtmann zu Nyborg, Holger Rosenkrantz zu Rosenholm, Befehlshaber auf Odense, und fürstlich-gottorfischen Räte Heinrich von Buchwaldt zu Sierhagen und Schierensee, Aegidius von der Lancken, Oberhofmeister zu Gottorf, Hans von der Wisch, Amtmann zu Tondern, und Wulf Blome zu Testorf, werden folgende zwischen den Ämtern Gottorf und Husum einerseits und dem Stiftshause zu Schwabstedt andererseits erwachsene Irrungen verglichen: 1) Die Rödemisser verzichten auf das von ihnen in verschiedenen Kögen beanspruchte Spettlandt zu Gunsten des Hauses Husum, wofür ihnen die Herzoginwitwe Auguste von Schleswig-Holstein-Gottorf 3000 Mark Lübsch verehrt. 2) Die Scheide zwischen Husum und Rödemis, die Fischerei in dem Mühlenteich, in der Mühlenau und in den Wehlen in der Marsch, sowie den Handel und Wandel der Rödemisser in Husum. 3) Die dominia der Husumer Privatleute auf Schwabstedtischem Grund und ihren Rekognitionszins. 4) Wegen der Scheide, Jurisdiktion und Ländereien in dem 1515 begriffenen Peterskrog, sowie die 1570 durch den Überschlag gewonnenen Halligen und Marschen nördlich der Treene wird vereinbart, dass Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf den Schwabstedtern insgesamt 193 Demat mit Jurisdiktion, Deich- und Schleusenkosten frei überläßt, es folgen Bestimmungen über die Lasten der Eigner der 64 Demat Landes im Westerwischkoog, der Schwabstetschen Krauelmarsch und -horn, worunter begriffen Oltbollinghausen, Fresendelf, Süderhöft und Hude, desgleichen der Buringer und Klein Rheider auff ihre Bondengüter. Die Erbeigner der Norderwisch sollen dem Haus Schwabstedt den Haferzehnten entrichten. Betreffend die Halligen im Kirchspiel St. Johannis und unser lieben Frauen, Dornebüll, der Anwachs südlich der Treene und die Hemme gegenüber dem Hause Schwabstedt, das Festegeld und die 5 Hufen des Hauses Schwabstedt in Stapelholm, die von den Wohldern genutzt werden, deren Rechte des dritten Baumes und des dritten Schweines in der Bergenhusener Hölzung, die Strickjagd und die Huder Fenne. 5) Die Scheide zwischen denen von Winnert und denen von Ramstedt im Winnerter Moor. 6) Die drei Schwabstedter Bohlen im Amt Apenrade sollen bis Michaelis restituiert werden. 7) Die für die Schwabstedter Leute zu Klein Rheide prätendierte Hölzung, Rheider Lundt genannt. 8) Die Bunger, Wohlder und Dörpstedter Scheide. 9) Die Fisch- und Aalwehren zu Treia. 10) Den Lageteich zwischen Schwabstedt und Rödemis. 11) Die Hut und Weide zwischen Treia und Oster Ohrstedt. 12) Die Hofner und Rheider Mühlenfuhren. 13) Das Festegut zu Oster Ohrstedt. 14) Betreffend die Fischerei auf dem Güldenholmer See. 15) Die Einsetzung der Pastoren und Kirchendiener zu Mildstedt. 16) Der an Hand der Inventare des Hauses Schwabstedt von 1556 und 1586 befundene Überschuss und Nachstand soll von den Erben des Klaus von Ahlefeldts zu Gelting entrichtet werden. 17) Die Fischerei von beiden Seiten der Treene. 18) Die Brennung der Schweine und die Mast der Dörfer Wohlde und Bergenhusen im Bergenhusener Holz.19) Die Mast der Kirchendiener, Kirchspielvögte und Stiftsvögte im Bergenhusener Holz. 20) Eie Hut und Weide auf der Winnerter Feldmark. 21) Die Torfgrabung und -abführung der Ramstedter. 22) Die Visitation der Kirche zu Taarstedt steht dem Hause Schwabstedt alleine zu. 23) Die Jagd auf dem Mildstedter, Ipernstedter und Rosenthaler Felde. So geschehen zu Husem am 3. Septembris anno usw. (1619).

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Landesarchiv Schleswig-Holstein
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