Stadt Beckum B (Bestand)
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Bec Stadt B Bec Stadt B Stadt Beckum B
Kreisarchiv Warendorf (Archivtektonik)
1752-1969
Form und Inhalt: Kreisarchiv Warendorf, Stadt Beckum B (1815-1936)
Verwaltungsgeschichte
Seit 1813 war die Stadt Beckum eine eigenständige Stadt. Zuerst bis 1837 der Bürgermeisterei Beckum, danach dem Kreis Beckum im Regierungsbezirk Münster angehörig.
Im Zuge der kommunalen Neugliederung wurden 1969 das Kirchspiel Beckum und die Gemeinde Vellern in die Stadt Beckum eingemeindet
Archiv- und Bestandsgeschichte
Im Februar 1874 fand seitens der Regierung in Münster eine Revision der städti-schen Verwaltung in Beckum statt. In einem Revisionsbericht wurde auf die Not-wendigkeit zur Anfertigung eines Repertoriums sowohl für die laufende wie für die alte Registratur hingewiesen. Wenig später beschloss die Stadtverordne-ten-Versammlung, das Archiv und die Registratur gegen eine Vergütung pro Stunde von 5 Silbergroschen durch den Verwaltungssekretär Bayer umarbeiten zu lassen. Bayer hatte bereits im April ein Ordnungsschema für die Registratur vorgelegt. Es war in drei Abteilungen gegliedert: A - Allgemeine Verwaltung; B - Finanzwesen der Staats- Kommunal-, Kirchen- und Armenverwaltung; C- Milita-ria. Dieses Schema wurde nun bei der Umarbeitung übernommen.
Zugleich wurden auch über 500 Akten ausgesondert und als Altpapier verkauft.
Im September 1907 wurde mit dem Staatsarchiv Münster ein Vertrag über die Deponierung der ältesten Archivalien "ohne Zeitbegrenzung" abgeschlossen. Bei der Übergabe war der Ordnungszustand der Unterlagen noch akzeptabel und das alte Aktenverzeichnis wurde wiedergefunden.
Im April 1936 wurde schließlich die alte Registratur (hier B) auf dem Boden des Rathauses eingerichte.
Unterlagen aus der Anfangszeit des Nationalsozialismus wurden bis 1934 zu-sammengeführt und an Adolf Schürmann übergeben. Nach dessen Tod hat ver-mutlich die Ortgruppenleitung die Unterlagen an sich genommen. Der weitere Verbleib ist nicht geklärt.
1937 fand eine große Vernichtungsaktion von Kassenakten statt. Auf Anraten des Staatsarchivs wurden jedoch die Rechnungsbelege vor 1815 nicht vernichtet, sondern ebenfalls im Staatsarchiv deponiert.
Die Akten der Stadt Beckum, die den Zeitraum von 1815 bis 1936 umfassen, wurden im Dezember 1977 in das Kreisarchiv übernommen.
Verzeichnung
Der Bestand war insgesamt nur grob geordnet.
Noch vorhandene Aktenverzeichnisse beinhalteten die Registraturen Finanzen (B), Militaria (C) und Armenverwaltung (D). Von der A-Registratur war kein Ak-tenverzeichnis mehr vorhanden. Die auf den Akten erhaltenen Aktenzeichen wiesen zwei verschiedene römische Ziffern auf (I und II), die jedoch zeitlich pa-rallel liefen bzw. sich überschnitten. Diese beiden Registraturen wurden wieder zusammengelegt. Die Akten der Finanzabteilung (B), der Militär- (C) und der Ar-menverwaltung (D) wurden mit den Registraturen I und II zu dem neuen Archiv-bestand B zusammengefasst.
Im Zuge des Umzuges der Stadtverwaltung Beckum in neue Dienstgebäude 1985 wurden dem Kreisarchiv neben alten Verwaltungsakten auch die Altkartei des Einwohnermeldeamtes übergeben.
1989 kamen nochmals über 300 Aktenstücke ins Archiv, die bei verschiedenen Umzügen der Stadtverwaltung Beckum festgestellt worden waren.
Da der 1977 bearbeitete und veröffentlichte Bestand bereits häufig benutzt und zitiert worden ist, wurden bei der Neubearbeitung die alten Archivsignaturen bei-behalten und die hinzukommenden Akten als Nachträge angefügt. Bei der ent-sprechenden Sachgruppe wurden Hinweise auf weitere Akten in den Nachträgen hinzugefügt.
Der Bestand wurde unter Anpassungen in den Titeln im Januar 2005 in die Ar-chivdatenbank eingegeben. Der Klassifikationspunkt I.51 "Verschiedenes" wurde aufgelöst, die entsprechenden Akten sind anderen Klassifikationspunkten zuge-ordnet worden.
Folgende Akten wurden aufgrund der Datierung vom Bestand B in den Bestand C überführt:
B 15 (1937-1938) - neu C 198;
B 54 (1937-1938) - neu C 199;
B 461 (1943) - neu C 200;
B 484 (1942-1943) - neu C 201;
B 821 (1939) - neu C 202.
Seit 2015 wurden mehrere Bestände umgearbeitet oder aufgelöst. Der Altbestand "Stadt Beckum Standesamt" ist zum Teil in dem Bestand "Stadt Beckum B" auf-gegangen.
Der Bestand "Stadt Beckum Meldeamt" wurde im Mai 2020 aufgelöst und in den Bestand "Stadt Beckum B" integriert. Die alten Archivsignaturen wurden in das Feld "Altsignatur" eingetragen. Das Vorwort des ehemaligen Bestandes "Stadt Beckum Meldeamt" lautete wie folgt:
”Die Register beginnen Anfang des 20. Jahrhunderts und reichen bis in die 1930er Jahre. Der Bestand umfasst 205 Verzeichnungseinheiten und ist nach Buchsta-ben klassifiziert."
Benutzung und Zitierweise
Der Bestand steht zur Einsichtnahme im Lesesaal zur Verfügung.
Zur Bestellung der Archivguteinheiten des Bestandes für die Benutzung im Le-sesaal und zur Angabe in Veröffentlichungen ist aus diesem Bestand wie folgt zu zitieren:
KAW, Stadt Beckum B Nr.
Warendorf, Juni 2020
Victoria Wegener
Verwaltungsgeschichte
Seit 1813 war die Stadt Beckum eine eigenständige Stadt. Zuerst bis 1837 der Bürgermeisterei Beckum, danach dem Kreis Beckum im Regierungsbezirk Münster angehörig.
Im Zuge der kommunalen Neugliederung wurden 1969 das Kirchspiel Beckum und die Gemeinde Vellern in die Stadt Beckum eingemeindet
Archiv- und Bestandsgeschichte
Im Februar 1874 fand seitens der Regierung in Münster eine Revision der städti-schen Verwaltung in Beckum statt. In einem Revisionsbericht wurde auf die Not-wendigkeit zur Anfertigung eines Repertoriums sowohl für die laufende wie für die alte Registratur hingewiesen. Wenig später beschloss die Stadtverordne-ten-Versammlung, das Archiv und die Registratur gegen eine Vergütung pro Stunde von 5 Silbergroschen durch den Verwaltungssekretär Bayer umarbeiten zu lassen. Bayer hatte bereits im April ein Ordnungsschema für die Registratur vorgelegt. Es war in drei Abteilungen gegliedert: A - Allgemeine Verwaltung; B - Finanzwesen der Staats- Kommunal-, Kirchen- und Armenverwaltung; C- Milita-ria. Dieses Schema wurde nun bei der Umarbeitung übernommen.
Zugleich wurden auch über 500 Akten ausgesondert und als Altpapier verkauft.
Im September 1907 wurde mit dem Staatsarchiv Münster ein Vertrag über die Deponierung der ältesten Archivalien "ohne Zeitbegrenzung" abgeschlossen. Bei der Übergabe war der Ordnungszustand der Unterlagen noch akzeptabel und das alte Aktenverzeichnis wurde wiedergefunden.
Im April 1936 wurde schließlich die alte Registratur (hier B) auf dem Boden des Rathauses eingerichte.
Unterlagen aus der Anfangszeit des Nationalsozialismus wurden bis 1934 zu-sammengeführt und an Adolf Schürmann übergeben. Nach dessen Tod hat ver-mutlich die Ortgruppenleitung die Unterlagen an sich genommen. Der weitere Verbleib ist nicht geklärt.
1937 fand eine große Vernichtungsaktion von Kassenakten statt. Auf Anraten des Staatsarchivs wurden jedoch die Rechnungsbelege vor 1815 nicht vernichtet, sondern ebenfalls im Staatsarchiv deponiert.
Die Akten der Stadt Beckum, die den Zeitraum von 1815 bis 1936 umfassen, wurden im Dezember 1977 in das Kreisarchiv übernommen.
Verzeichnung
Der Bestand war insgesamt nur grob geordnet.
Noch vorhandene Aktenverzeichnisse beinhalteten die Registraturen Finanzen (B), Militaria (C) und Armenverwaltung (D). Von der A-Registratur war kein Ak-tenverzeichnis mehr vorhanden. Die auf den Akten erhaltenen Aktenzeichen wiesen zwei verschiedene römische Ziffern auf (I und II), die jedoch zeitlich pa-rallel liefen bzw. sich überschnitten. Diese beiden Registraturen wurden wieder zusammengelegt. Die Akten der Finanzabteilung (B), der Militär- (C) und der Ar-menverwaltung (D) wurden mit den Registraturen I und II zu dem neuen Archiv-bestand B zusammengefasst.
Im Zuge des Umzuges der Stadtverwaltung Beckum in neue Dienstgebäude 1985 wurden dem Kreisarchiv neben alten Verwaltungsakten auch die Altkartei des Einwohnermeldeamtes übergeben.
1989 kamen nochmals über 300 Aktenstücke ins Archiv, die bei verschiedenen Umzügen der Stadtverwaltung Beckum festgestellt worden waren.
Da der 1977 bearbeitete und veröffentlichte Bestand bereits häufig benutzt und zitiert worden ist, wurden bei der Neubearbeitung die alten Archivsignaturen bei-behalten und die hinzukommenden Akten als Nachträge angefügt. Bei der ent-sprechenden Sachgruppe wurden Hinweise auf weitere Akten in den Nachträgen hinzugefügt.
Der Bestand wurde unter Anpassungen in den Titeln im Januar 2005 in die Ar-chivdatenbank eingegeben. Der Klassifikationspunkt I.51 "Verschiedenes" wurde aufgelöst, die entsprechenden Akten sind anderen Klassifikationspunkten zuge-ordnet worden.
Folgende Akten wurden aufgrund der Datierung vom Bestand B in den Bestand C überführt:
B 15 (1937-1938) - neu C 198;
B 54 (1937-1938) - neu C 199;
B 461 (1943) - neu C 200;
B 484 (1942-1943) - neu C 201;
B 821 (1939) - neu C 202.
Seit 2015 wurden mehrere Bestände umgearbeitet oder aufgelöst. Der Altbestand "Stadt Beckum Standesamt" ist zum Teil in dem Bestand "Stadt Beckum B" auf-gegangen.
Der Bestand "Stadt Beckum Meldeamt" wurde im Mai 2020 aufgelöst und in den Bestand "Stadt Beckum B" integriert. Die alten Archivsignaturen wurden in das Feld "Altsignatur" eingetragen. Das Vorwort des ehemaligen Bestandes "Stadt Beckum Meldeamt" lautete wie folgt:
”Die Register beginnen Anfang des 20. Jahrhunderts und reichen bis in die 1930er Jahre. Der Bestand umfasst 205 Verzeichnungseinheiten und ist nach Buchsta-ben klassifiziert."
Benutzung und Zitierweise
Der Bestand steht zur Einsichtnahme im Lesesaal zur Verfügung.
Zur Bestellung der Archivguteinheiten des Bestandes für die Benutzung im Le-sesaal und zur Angabe in Veröffentlichungen ist aus diesem Bestand wie folgt zu zitieren:
KAW, Stadt Beckum B Nr.
Warendorf, Juni 2020
Victoria Wegener
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ