Münchhausen, Dr. Georg-Heino Freiherr von (Hauptmann d.R.) (Bestand)
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BArch N 813
call number: N 813
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> M
1940-1944
Geschichte des Bestandsbildners: Hauptmann der Reserve Dr. rer. pol. Georgheino Freiherr von Münchhausen
Lebensdaten
18.02.1903 geb. in Lübben (Spreewald)
18.07.1974 gest.
Werdegang
Besuch des Realgymnasiums in Lübben und des Domgymnasiums in Naumburg, dort im Februar 1922 Abitur
Studium der Nationalökonomie an den Universitäten Göttingen, München und Halle/Saale
1926 Diplomvolkswirt, weitere volkswirtschaftliche und landwirtschaftliche Studien
1929 Promotion zum Dr. rer. pol.
1930-1931 Landwirtschaftslehre in Voigtstedt
1931 Verwaltung der Staatsdomäne in Seehausen
1931-1932 Verwaltung des Ritterguts Herrengosserstedt mit Umorganisation und Sanierung des Betriebes
1931-1935 vom Oberlandesgericht Naumburg/Saale bestellter Zwangsverwalter eines Rittergutes
Seit 1932 Bewirtschaftung des väterlichen landwirtschaftlichen Betriebes Nausitz (heute Kyffhäuserkreis)
1939 als Leutnant der Reserve zum Wehrdienst einberufen
1940 bis 1944 Ordonnanzoffizier des Chefs der Operationsabteilung im OKH Generalleutant Adolf Heusinger
Inhaftierung im Gestapogefängnis in Berlin-Moabit im Zusammenhang mit dem Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944
1945 Entlassung als Hauptmann der Reserve, anschließend amerikanische Kriegsgefangenschaft
Herbst 1945 Verlust des Eigentums durch Bodenreform
1946 Zwangsverpflichtung zur Demontage der Werke in Bitterfeld
Betrieb einer Gärtnerei in Artern und Leiter einer Abnahmestation der Zuckerfabrik Artern in Nordhausen
1959 Flucht in die Bundesrepublik Deutschland
1959 bis 1970 Leitung der Chemischen und Spritfabrik Berkel in Ludwigshafen
Bestandsbeschreibung: Der Nachlass wurde im März 2000 von Freifrau von Plettenberg im Bundesarchiv, Abteilung Militärarchiv hinterlegt.
Inhaltliche Charakterisierung: Der Nachlass beinhaltet im Wesentlichen Unterlagen aus der Tätigkeit Georgheino Freiherr von Münchhausens als persönlicher Ordonnanzoffizier des Chefs der Operationsabteilung im Generalstab des Heeres Generalleutnant Adolf Heusinger von 1940 bis 1944. Überliefert sind sowohl persönliche Tagebuchaufzeichnungen als auch ein amtliches Kriegstagebuch der Operationsabteilung sowie Berichte aus dem Zeitraum von 1939 bis 1944. Darüber hinaus finden sich im Bestand ein Lebenslauf sowie Korrespondenz und Ausarbeitungen zum 20. Juli 1944.
Zitierweise: BArch N 813/...
Lebensdaten
18.02.1903 geb. in Lübben (Spreewald)
18.07.1974 gest.
Werdegang
Besuch des Realgymnasiums in Lübben und des Domgymnasiums in Naumburg, dort im Februar 1922 Abitur
Studium der Nationalökonomie an den Universitäten Göttingen, München und Halle/Saale
1926 Diplomvolkswirt, weitere volkswirtschaftliche und landwirtschaftliche Studien
1929 Promotion zum Dr. rer. pol.
1930-1931 Landwirtschaftslehre in Voigtstedt
1931 Verwaltung der Staatsdomäne in Seehausen
1931-1932 Verwaltung des Ritterguts Herrengosserstedt mit Umorganisation und Sanierung des Betriebes
1931-1935 vom Oberlandesgericht Naumburg/Saale bestellter Zwangsverwalter eines Rittergutes
Seit 1932 Bewirtschaftung des väterlichen landwirtschaftlichen Betriebes Nausitz (heute Kyffhäuserkreis)
1939 als Leutnant der Reserve zum Wehrdienst einberufen
1940 bis 1944 Ordonnanzoffizier des Chefs der Operationsabteilung im OKH Generalleutant Adolf Heusinger
Inhaftierung im Gestapogefängnis in Berlin-Moabit im Zusammenhang mit dem Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944
1945 Entlassung als Hauptmann der Reserve, anschließend amerikanische Kriegsgefangenschaft
Herbst 1945 Verlust des Eigentums durch Bodenreform
1946 Zwangsverpflichtung zur Demontage der Werke in Bitterfeld
Betrieb einer Gärtnerei in Artern und Leiter einer Abnahmestation der Zuckerfabrik Artern in Nordhausen
1959 Flucht in die Bundesrepublik Deutschland
1959 bis 1970 Leitung der Chemischen und Spritfabrik Berkel in Ludwigshafen
Bestandsbeschreibung: Der Nachlass wurde im März 2000 von Freifrau von Plettenberg im Bundesarchiv, Abteilung Militärarchiv hinterlegt.
Inhaltliche Charakterisierung: Der Nachlass beinhaltet im Wesentlichen Unterlagen aus der Tätigkeit Georgheino Freiherr von Münchhausens als persönlicher Ordonnanzoffizier des Chefs der Operationsabteilung im Generalstab des Heeres Generalleutnant Adolf Heusinger von 1940 bis 1944. Überliefert sind sowohl persönliche Tagebuchaufzeichnungen als auch ein amtliches Kriegstagebuch der Operationsabteilung sowie Berichte aus dem Zeitraum von 1939 bis 1944. Darüber hinaus finden sich im Bestand ein Lebenslauf sowie Korrespondenz und Ausarbeitungen zum 20. Juli 1944.
Zitierweise: BArch N 813/...
Münchhausen, Georg Heino Frhr. v., 1940-1944
10 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: Bestände:
RH 2 OKH/Generalstab des Heeres
N 643 Nachlass Adolf Heusinger
Literatur: Erfuth, Waldemar: Die Geschichte des deutschen Generalstabes von 1918 bis 1945. Göttingen 1957
Halder, Franz: Kriegstagebuch. Tägliche Aufzeichnungen des Chefs des Generalstabes 1939 bis 1942. bearb, von Hans-Adolf Jacobsen in Verbindung mit Afred Philippi. 3 Bde. Stuttgart 1962-1964
Meyer, Georg: Adolf Heusinger. Dienst eines deutschen Soldaten 1915-1964. Hamburg/Berlin/Bonn 2001
RH 2 OKH/Generalstab des Heeres
N 643 Nachlass Adolf Heusinger
Literatur: Erfuth, Waldemar: Die Geschichte des deutschen Generalstabes von 1918 bis 1945. Göttingen 1957
Halder, Franz: Kriegstagebuch. Tägliche Aufzeichnungen des Chefs des Generalstabes 1939 bis 1942. bearb, von Hans-Adolf Jacobsen in Verbindung mit Afred Philippi. 3 Bde. Stuttgart 1962-1964
Meyer, Georg: Adolf Heusinger. Dienst eines deutschen Soldaten 1915-1964. Hamburg/Berlin/Bonn 2001
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST