Pleickardt von Helmstatt zu Hinsingen, Obrist und Ritter, württ. Rat und Landhofmeister, macht sein Testament. Er will bei seiner ersten Frau Walburga, geb. von Neipperg, in Bischofsheim begraben sein, wenn es die Zeitläufte zulassen; zum Gedenken seiner selbst und seiner jetzigen Frau [Anna] Margarete, geb. von Liebenstein, stiftet er den Armen in Bischofsheim ein Kapital von 1600 fl. Die Versorgung seiner Frau, die Vormundschaft über ihre Kinder durch sie und seine Brüder Karl und Philipp von Helmstatt, die Beachtung der helmstattschen Erbeinung, die Aussteuer seiner Tochter Agnes Margarete und die Erbregelung für die Herrschaft Hinsingen unter seine Söhne Friedrich, Albrecht, Pleikardt und Johann Friedrich werden im Einzelnen ausgeführt; obwohl Hinsingen "mann- und weibslehen" ist, sollen wegen der vielen Schulden hier nur die Söhne erben. Für die Testamentsexekution wird der Ausschuss der Kraichgauer Reichsritterschaft eingesetzt. Siegler und Unterschrift: Aussteller (U. auf jeder Seite) und die Zeugen Ludwig Andreas Lemblin zu Reinerzhofen, Friedrich Böcklin von Böcklinsau, Daniel N.N. von Wallnern, Johann Jakob von Reischach, Simon Aychin, Joachim Gabler, Matthäus Hiller
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Pleickardt von Helmstatt zu Hinsingen, Obrist und Ritter, württ. Rat und Landhofmeister, macht sein Testament. Er will bei seiner ersten Frau Walburga, geb. von Neipperg, in Bischofsheim begraben sein, wenn es die Zeitläufte zulassen; zum Gedenken seiner selbst und seiner jetzigen Frau [Anna] Margarete, geb. von Liebenstein, stiftet er den Armen in Bischofsheim ein Kapital von 1600 fl. Die Versorgung seiner Frau, die Vormundschaft über ihre Kinder durch sie und seine Brüder Karl und Philipp von Helmstatt, die Beachtung der helmstattschen Erbeinung, die Aussteuer seiner Tochter Agnes Margarete und die Erbregelung für die Herrschaft Hinsingen unter seine Söhne Friedrich, Albrecht, Pleikardt und Johann Friedrich werden im Einzelnen ausgeführt; obwohl Hinsingen "mann- und weibslehen" ist, sollen wegen der vielen Schulden hier nur die Söhne erben. Für die Testamentsexekution wird der Ausschuss der Kraichgauer Reichsritterschaft eingesetzt. Siegler und Unterschrift: Aussteller (U. auf jeder Seite) und die Zeugen Ludwig Andreas Lemblin zu Reinerzhofen, Friedrich Böcklin von Böcklinsau, Daniel N.N. von Wallnern, Johann Jakob von Reischach, Simon Aychin, Joachim Gabler, Matthäus Hiller
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 von Helmstatt U 1157
LHAK 54 H 1414
2/1/1/rr
Lit. T Nr. 21
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 von Helmstatt Archiv von Helmstatt: Urkunden, Akten, Amtsbücher, Bilder, Pläne, Karten
Archiv von Helmstatt: Urkunden, Akten, Amtsbücher, Bilder, Pläne, Karten >> Urkunden >> von Helmstatt >> 1620-1639
1626 (1626 Nov 3 Stuttgart)
Urkunden
1) Ausf. Pap. Libell 18 Bl., Notariatsinstrument, S. (des Ausstellers) in Holzkapsel an Seidenschnur anh., 8 S. aufgedr. und Unterschriften der Zeugen und des Notars und württ. Sekretärs Christoph Schmidlin. - Angehängt Zusätze vom 20.10.1631, 8. und 12.5.1635 (die letzteren ausgestellt in Straßburg, wohl z.T. irrig 1636), teils Ausf., teils Abschr. [2) Ausf., S. abg. LHAK 54 H 1414]; aus Zug. 2001 Nr. 63
Aychin, Simon
Böcklin von Böcklinsau; Friedrich
Gabler, Joachim
Helmstatt zu Hinsingen, von; Anna Margarete, geb. von Liebenstein
Helmstatt zu Hinsingen, von; Bleikhard, württ. Landhofmeister
Helmstatt zu Hinsingen, von; Walburga, geb. von Neipperg
Helmstatt, von; Agnes Margarete
Helmstatt, von; Albrecht
Helmstatt, von; Bleikhard
Helmstatt, von; Friedrich
Helmstatt, von; Johann Friedrich
Helmstatt, von; Karl
Helmstatt, von; Philipp
Hiller; Matthäus
Kraichgau; Ritterkanton
Lemlin von Reinerzhofen; Ludwig Andreas
Liebenstein, von; Anna Margarete
Neipperg, von; Walburga
Reischach, von; Johann Jakob
Schmidlin; Christoph, Notar, württ. Sekretär
Wallnern, von; Daniel NN
Hingsingen/Hinsingen/Hingsange (Dép. Moselle) [F]
Neckarbischofsheim HD
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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04.04.2025, 08:12 MESZ
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