Bebenhäuser Klosterpflege Roseck (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 518 L
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Bezirksbehörden des Kirchenguts und der Universität >> Kloster- und Stiftsgutverwaltungen
1575-1807
Inhalt und Bewertung
Auf der 1410 erworbenen Burg Roseck richtete Bebenhausen eine Pflege ein, die in der Reformationszeit dem Kirchenrat unterstellt wurde.
1. Geschichte der Bebenhäuser Klosterpflege Roseck: Auf der 1410 durch Kauf erworbenen Burg Roseck (Gemeinde Unterjesingen Landkreis Tübingen) richtete das Kloster Bebenhausen alsbald eine Pflege für seine Besitzungen und Einkünfte in der Nachbarschaft ein. Mit dem Kloster kam die Pflege in der Reformationszeit zum altwürtt. Kirchengut und wurde dem Herzoglichen Kirchenrat in Stuttgart unterstellt. Im Jahre 1807 (Reg. Bl. S. 107) wurde die Pflege aufgehoben.
2. Bestandsgeschichte und Verzeichnung: Die 1923 vom Finanzamt Herrenberg hier eingekommenen Akten der Pflege Roseck (13 Büschel) verzeichnete seinerzeit Dr. K.O. Müller in einem vorläufigen handschriftlichen Repertorium, dem später Dr. E. Stemmler einige Nachträge anfügte. Den Rest der aus kameralamtlichen und oberamtlichen Ablieferungen an das Staatsarchiv Ludwigsburg herrührenden Archivalien der Pflege Roseck verzeichnete im Sommer 1963 die Archivinspektoranwärterin S. Grube. Der Bestand umfasst nunmehr 35 Büschel in 0,2 lfd. m. Archivalien gleicher Provenienz verwahrt das Staatsarchiv Ludwigsburg im Bestand A 303 (Altwürtt. geistliche Rechnungen), das Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Lagerbuchselekt. Archivalien anderer Provenienz betreffend die Pflege Rosek besitzt das Staatsarchiv Ludwigsburg vor allem in der älteren und neueren Kirchenratsregistratur (Rep. A 284 - 285), das Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Bestand A 474 (Kloster Bebenhausen). Ludwigsburg, September 1963 Dr. W. Grube Die Retrokonversion des Findbuchs bzw. die Umformung der maschinenschriftlichen Vorlage für die internetgerechte Präsentation dieses Bestands des Hauptstaatsarchivs Stuttgart sowie die Überarbeitung der Indexangaben wurde von Frau Aurelia Varsami unter Anleitung von Dr. Franz Moegle-Hofacker im September 2008 abgeschlossen.
35 Büschel
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ