Engilrich bekundet, daß er gesunden Geistes und nach eingeholtem Rat zu seinem und seiner Frau Azzelun Seelenheil seine Magd Luduwar aus ihrer Leibeigenschaft entläßt und ihr eine Hube in Wörrstadt (Weristat) gibt, wovon sie jährlich 5 Sch. zur St. Martinsmesse geben soll. Keinem seiner Erben oder welcher Person auch immer soll sie danach Dienste leisten. Jährlich soll sie 4 d für St. Marien und das innerhalb von Mainz gebaute Kloster mit Namen Altenmünster (vestus Monasterium) geben, dem EB Willihelm vorsteht, und zum Fest der Mutter Gottes. Sie mag einen Beschützer und Vormund (defensor ac mundi) von den Rektoren der Kirche haben.
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Engilrich bekundet, daß er gesunden Geistes und nach eingeholtem Rat zu seinem und seiner Frau Azzelun Seelenheil seine Magd Luduwar aus ihrer Leibeigenschaft entläßt und ihr eine Hube in Wörrstadt (Weristat) gibt, wovon sie jährlich 5 Sch. zur St. Martinsmesse geben soll. Keinem seiner Erben oder welcher Person auch immer soll sie danach Dienste leisten. Jährlich soll sie 4 d für St. Marien und das innerhalb von Mainz gebaute Kloster mit Namen Altenmünster (vestus Monasterium) geben, dem EB Willihelm vorsteht, und zum Fest der Mutter Gottes. Sie mag einen Beschützer und Vormund (defensor ac mundi) von den Rektoren der Kirche haben.
246/1
A 2 Wörrstadt, 963-04-25
A 2 Urkunden der ehemaligen Provinz Rheinhessen
Urkunden der ehemaligen Provinz Rheinhessen >> 20 Orte, Buchstabe W >> 20.16 Wörrstadt
963 April 25, St. Marien zu Mainz
Mainz, Altmünster
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: 963, vii kalendas Maii, die mercurii
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Wörrstadt: Testamentum Engilrih et conjugis sue Azzelun qua ancillam, juris sui nomine Ludunnar a jugo servitulis absolunt et unam huclam in villa Wörrsteadt tradit de qua IIII solid. singulis annis ad eccl. constructam, infra Mog. qua vocatur vetus Mon.
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Adelint, Luduwar (beide mit Rekognitionszeichen)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: gezeichnet (signatum) Hademunt, Rouhtmunt, Richilo, Liuzo, Sigebodo, Guntheri, Ezzo, Engilrih, Heinrich, Walther
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Druck: Baur. Hess. Urkk. Bd. 2, Nr. 1, S. 1-2
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Wörrstadt: Testamentum Engilrih et conjugis sue Azzelun qua ancillam, juris sui nomine Ludunnar a jugo servitulis absolunt et unam huclam in villa Wörrsteadt tradit de qua IIII solid. singulis annis ad eccl. constructam, infra Mog. qua vocatur vetus Mon.
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Adelint, Luduwar (beide mit Rekognitionszeichen)
Vermerke (Urkunde): Zeugen: gezeichnet (signatum) Hademunt, Rouhtmunt, Richilo, Liuzo, Sigebodo, Guntheri, Ezzo, Engilrih, Heinrich, Walther
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Druck: Baur. Hess. Urkk. Bd. 2, Nr. 1, S. 1-2
Beiliegt: Negativ der Urk.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.07.2025, 13:38 MESZ