Jörg Maier aus Marbach, wegen Beihilfe und Verkauf von Falschsilber zu Stuttgart gef., jedoch auf Fürbitte seiner Herren und Freunde freigel., schwört U. und verspricht eidlich, sich künftig wohl zu verhalten. J. Maier hatte sich bei Laurentz, dem Organisten zu "Groningen", als Knecht für wöchentlich 1 h verdingt, um Silber für ihn zu verkaufen. Nach Nürnberg geschickt, kaufte er für seinen Herrn 1 Mark Silber und etliches Lot ein, die Mark für 9 fl. Dieser mischte das geschmolzene Silber mit Kupfer und anderem, wobei der A. ihm dabei die Bälge zog und dann das Silber verkaufte 1. an Wendel Goltschmidt von Vaihingen an der Enz für 6 fl, das Lot für 6 Batzen; 2. dem Juden zu Freudental für 5 fl; §§3. dem Juden zu Schwieberdingen für 11 kr; 4. zwei Goldschmieden zu Schwäbisch Gmünd für 15 fl und etliche Rollenbatzen, das Lot für 5 Batzen; 5. an eine Goldschmiede zu Straßburg im Krämergäßlein für ungefähr 15 fl, das Lot um 6 Batzen; 6. an Heinrich Goltschmid von Esslingen für 10 fl, das Lot für 5 Batzen. Trotz seines Wissens um das Mischungsverhältnis verkaufte der A. dieses Silber dennoch als echtes Silber.