Schloß Mainau den 2t September 1905. <Datum am Schluss> "Lieber Herr Präsident Nicolai. Ihr werthes Schreiben aus Schloß Eberstein vom 31 August habe ich gestern erhalten und sage Ihnen herzlichsten Dank dafür. - Meine Dankbarkeit ist um so größer und inniger, als ich in Ihren Mittheilungen ein sorgfältiges, wohlüberlegtes Verfahren erkenne, das Recht und Gerechtigkeit verbindet und dadurch zu unwiderlegbaren und naturgemäßen Schlüssen führt. Hiernach kann ich nur sagen daß wir, die Großherzogin und ich Ihren wohlbegründeten Vorschlag annehmen. Wenn auch ungern stimmen wir den von Oberbürgermeister Schnetzler aufgestellten Darstellungen der gegebenen Thatsachen zu. Wir ersuchen Sie Ihm diese Zustimmung zu übermitteln und für seine sorgfältigen Bemühungen zu danken. Nach definitiver Annahme der großen Silbergabe als Ausdruck der Gesinnung des ganzen Landes, halte ich dafür daß eine öffentliche Kundgebung durch den Staatsminister nicht mehr erforderlich ist. Ihr Entwurf ist zwar zweifellos eine wesentliche Verbesserung, aber ich halte dafür daß es doch besser ist nunmehr ruhig abzuwarten. Ich behalte mir aber noch eine weitere Erwägung darüber vor um dann endgültig zu beschließen. Eine andere Frage dürfte noch zu erwägen seyn. - Sollten wir nicht eine größere Summe zu wohlthätigen Zwecken stiften und damit unsere Dankbarkeit gegen Gott öffentlich bekunden? Ich lege die Ernennungs Entschließung für [August] Bassermann bei und bemerke daß die Ernennung von Hofrath Dreßler zum Geheimen Hofrath mir bereits zur Signirung vorgelegt wurde. Ihr dankbar ergebener Friedrich"

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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