Kulturring Liesborn e.V. (Bestand)
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N 132 N 132 Kulturring Liesborn e.V.
Kreisarchiv Warendorf (Archivtektonik)
1963-2015
Form und Inhalt: Vorwort zum Bestand
N 132 Kulturring Liesborn e.V.
1. Überlieferungsgeschichte
Der Kulturring Liesborn ist ein eingetragener Verein und wurde 1963 auf Anregung des Amtsoberbürgermeisters Fritz Werner Hoberg gegründet.
Im Jahr 1962 stellte Hoberg einen Antrag an die Gemeinde Liesborn, in dem er um Bildung eines Kulturförderringes bat, in "dessen Vorstand Rat und Verwaltung der Gemeinde maßgeblich vertreten sein soll(te)n." (Schneider, S. 6) Der vorausgegangene Beschluss des Gemeinderates, jährlich einen Zuschuss für den Besuch kultureller Veranstaltungen zu gewähren, war diesem vorausgegangen und trug so zur Bildung eines Kulturringes bzw. Kulturförderringes in Liesborn bei. Am 3. Januar 1963 kam es zur Gründungsversammlung: Hier beschlossen die anwesenden Personen die Gründung eines "Kulturförderrings". Nach Ermittlung der Mitgliederzahlen und Mitgliederwünsche sollten Verhandlungen mit den Vertretern der Stadt Lippstadt aufgenommen werden, wie im Protokoll von Amtsoberinspektor Gerhard Rosomm nachzulesen ist. (Nr. 3)
Ziel der Gründer war es, die Pflege der lokalen Kultur zu fördern. Konkret sollte der Bevölkerung der Besuch kultureller Veranstaltungen in Liesborn wie auch in anderen Städten ermöglicht werden, um so dem "Bildungsgefälle zwischen Stadt und Land" entgegenzutreten. (Nr. 49)
Zum ersten Vorsitzenden wurde 1963 Johannes Löw gewählt, der aber krankheitsbedingt ein Jahr später seinen Sitz an Bernhard Kipp übergab.
Bis zu seinem 30-jährigen Bestehen 1988 besuchten rund 35.000 Besucher die Veranstaltungen des Kulturrings. (vgl. Schneider, S. 11)
Besonders gut besucht waren bereits zu Beginn die alljährlichen "Geistlichen Konzerte", Kirchenkonzerte, die in der Liesborner Abtei vom Kulturring seit der ersten Spielzeit veranstaltet wurden, sowie die im folgenden ausgetragenen Silvesterkonzerte. Des Weiteren werden Fahrten zu Theateraufführungen in andere Städte angeboten.
Die jährlich etwa fünf bis sechs stattfindenden Theaterabende sind Teil des Theaterabonnements, das nicht nur das Theater in Lippstadt einbezieht, sondern auch die Gelegenheit zu einem vergünstigten Theaterbesuch u.a. in Bielefeld und Detmold gibt. Besonders der Jugend der Gemeinde Wadersloh sollte der Besuch kultureller Veranstaltung in ihrer Umgebung ermöglicht werden, so dass speziell für diese jüngere Zielgruppe bis heute Theateraufführungen, Ausstellungen und Bildungsfahrten angeboten werden.
Zeitweilig wurden auch Volkshochschulkurse für Jugendliche gefördert.
Erwähnenswert ist auch der "Arbeitskreis Liesborner Geschichte", der 1967 unter der Leitung des Archivars Siegfried Schmieder gegründet wurde und Teil des Kulturringes Liesborn e.V. ist. In diesem Arbeitskreis forderte man die Liesborner Hofbesitzer dazu auf, ihre privaten Archivalien dem Kreisarchiv zur Verfügung zu stellen, um diese katalogisieren zu lassen.
Ein Schwerpunkt des Kulturringes liegt auch auf Vorträgen zu gesellschaftspolitischen und geschichtlichen Themen, die in jeder Spielzeit veranstaltet werden. So konnte Bernhard Fahlbusch 2001 für einen Vortrag gewonnen werden oder 1970 Andreas J. Rottendorf für eine Lesung. (Nr. 54) (KAW, S 9, Nr. 6791)
Bernhard Kipp legte sein Amt als Vorsitzender des Kulturringes am 27.11.2014 nieder und Magarete Klein übernahm den ersten Vorsitz. Ende 2014 zählte der Kulturring Liesborn e.V. 130 Mitglieder. Die 25 Veranstaltungen des Kulturringes wurden von etwa 1.200 Personen besucht, wie im Tätigkeitsbericht der 51. Spielzeit nachzulesen ist. (Nr. 49)
2. Bestandsgeschichte
Die Unterlagen des Bestandes gelangten in drei Ablieferungen in das Kreisarchiv.
Eine erste Ablieferung erfolgte in den 1990er Jahren.
Weitere Aktenordner wurden dem Kreisarchiv am 16.03.2004 zur Aufbewahrung übergeben.
Die jüngste Ablieferung erfolgte im November 2015.
Der Bestand umfasst 128 Archivalieneinheiten in 14 Archivkartons (1,6 Regalmeter), darunter eine Vielzahl an Plakaten, die in die Plakatsammlung des Kreisarchivs übernommen wurden. (KAW, S 9 Plakatsammlung Nr. 6769-6841).
Von diesen 128 Archivguteinheiten befinden sich 56 im Bestand sowie 72 Einheiten aus konservatorischen Gründen in der Plakatsammlung.
Die Laufzeit des Bestands beginnt im Jahr 1963 und endet mit der 53. Spielzeit 2015.
Die Erschließung, Entmetallisierung und Verpackung der Unterlagen wurde im November und Dezember 2015 vorgenommen.
Die vom Kulturring abgelieferten Unterlagen wurden vollständig übernommen, lediglich Mehrfachausgaben wurden kassiert. Die Gliederung des Bestandes ergibt sich nach der Vereinsorganisation und des Vereinsprogrammes.
Der inhaltliche Schwerpunkt des Bestandes liegt in den Programmen der Spielzeiten des Kulturringes Liesborn e.V. ab 1963. Der Bestand setzt sich weiter aus Protokollen der Mitgliederversammlung, Tätigkeitsberichten, Fotos und Briefen zusammen, als auch aus einer großen Sammlung an Plakaten zu dem Kulturangebot des Vereins.
3. Benutzungshinweise
Der Kulturring Liesborn e.V. erlaubt die wissenschaftliche Nutzung und Auswertung seiner Unterlagen, des Bestandes im Kreisarchiv durch Dritte. Die Benutzung durch Dritte unterliegt den Bestimmungen der geltenden Benutzungsordnung des Kreisarchivs und erfolgt unter archivarischer Aufsicht.
Der Bestand ist folgendermaßen zu zitieren:
KAW, N 132 Kulturring Liesborn e.V., Nr. […]
4. Literatur
Wilhelm Schneider, 25 Jahre Kulturring Liesborn 1963 - 1988. Eine Dokumentation über ein Vierteljahrhundert kultureller Arbeit auf dem Lande, Wadersloh 1988 [Signatur in der Bibliothek des Kreisarchivs: Ob Lib 39]
Warendorf, Dezember 2015
Christine Gerwin & Dr. Thomas Brakmann
N 132 Kulturring Liesborn e.V.
1. Überlieferungsgeschichte
Der Kulturring Liesborn ist ein eingetragener Verein und wurde 1963 auf Anregung des Amtsoberbürgermeisters Fritz Werner Hoberg gegründet.
Im Jahr 1962 stellte Hoberg einen Antrag an die Gemeinde Liesborn, in dem er um Bildung eines Kulturförderringes bat, in "dessen Vorstand Rat und Verwaltung der Gemeinde maßgeblich vertreten sein soll(te)n." (Schneider, S. 6) Der vorausgegangene Beschluss des Gemeinderates, jährlich einen Zuschuss für den Besuch kultureller Veranstaltungen zu gewähren, war diesem vorausgegangen und trug so zur Bildung eines Kulturringes bzw. Kulturförderringes in Liesborn bei. Am 3. Januar 1963 kam es zur Gründungsversammlung: Hier beschlossen die anwesenden Personen die Gründung eines "Kulturförderrings". Nach Ermittlung der Mitgliederzahlen und Mitgliederwünsche sollten Verhandlungen mit den Vertretern der Stadt Lippstadt aufgenommen werden, wie im Protokoll von Amtsoberinspektor Gerhard Rosomm nachzulesen ist. (Nr. 3)
Ziel der Gründer war es, die Pflege der lokalen Kultur zu fördern. Konkret sollte der Bevölkerung der Besuch kultureller Veranstaltungen in Liesborn wie auch in anderen Städten ermöglicht werden, um so dem "Bildungsgefälle zwischen Stadt und Land" entgegenzutreten. (Nr. 49)
Zum ersten Vorsitzenden wurde 1963 Johannes Löw gewählt, der aber krankheitsbedingt ein Jahr später seinen Sitz an Bernhard Kipp übergab.
Bis zu seinem 30-jährigen Bestehen 1988 besuchten rund 35.000 Besucher die Veranstaltungen des Kulturrings. (vgl. Schneider, S. 11)
Besonders gut besucht waren bereits zu Beginn die alljährlichen "Geistlichen Konzerte", Kirchenkonzerte, die in der Liesborner Abtei vom Kulturring seit der ersten Spielzeit veranstaltet wurden, sowie die im folgenden ausgetragenen Silvesterkonzerte. Des Weiteren werden Fahrten zu Theateraufführungen in andere Städte angeboten.
Die jährlich etwa fünf bis sechs stattfindenden Theaterabende sind Teil des Theaterabonnements, das nicht nur das Theater in Lippstadt einbezieht, sondern auch die Gelegenheit zu einem vergünstigten Theaterbesuch u.a. in Bielefeld und Detmold gibt. Besonders der Jugend der Gemeinde Wadersloh sollte der Besuch kultureller Veranstaltung in ihrer Umgebung ermöglicht werden, so dass speziell für diese jüngere Zielgruppe bis heute Theateraufführungen, Ausstellungen und Bildungsfahrten angeboten werden.
Zeitweilig wurden auch Volkshochschulkurse für Jugendliche gefördert.
Erwähnenswert ist auch der "Arbeitskreis Liesborner Geschichte", der 1967 unter der Leitung des Archivars Siegfried Schmieder gegründet wurde und Teil des Kulturringes Liesborn e.V. ist. In diesem Arbeitskreis forderte man die Liesborner Hofbesitzer dazu auf, ihre privaten Archivalien dem Kreisarchiv zur Verfügung zu stellen, um diese katalogisieren zu lassen.
Ein Schwerpunkt des Kulturringes liegt auch auf Vorträgen zu gesellschaftspolitischen und geschichtlichen Themen, die in jeder Spielzeit veranstaltet werden. So konnte Bernhard Fahlbusch 2001 für einen Vortrag gewonnen werden oder 1970 Andreas J. Rottendorf für eine Lesung. (Nr. 54) (KAW, S 9, Nr. 6791)
Bernhard Kipp legte sein Amt als Vorsitzender des Kulturringes am 27.11.2014 nieder und Magarete Klein übernahm den ersten Vorsitz. Ende 2014 zählte der Kulturring Liesborn e.V. 130 Mitglieder. Die 25 Veranstaltungen des Kulturringes wurden von etwa 1.200 Personen besucht, wie im Tätigkeitsbericht der 51. Spielzeit nachzulesen ist. (Nr. 49)
2. Bestandsgeschichte
Die Unterlagen des Bestandes gelangten in drei Ablieferungen in das Kreisarchiv.
Eine erste Ablieferung erfolgte in den 1990er Jahren.
Weitere Aktenordner wurden dem Kreisarchiv am 16.03.2004 zur Aufbewahrung übergeben.
Die jüngste Ablieferung erfolgte im November 2015.
Der Bestand umfasst 128 Archivalieneinheiten in 14 Archivkartons (1,6 Regalmeter), darunter eine Vielzahl an Plakaten, die in die Plakatsammlung des Kreisarchivs übernommen wurden. (KAW, S 9 Plakatsammlung Nr. 6769-6841).
Von diesen 128 Archivguteinheiten befinden sich 56 im Bestand sowie 72 Einheiten aus konservatorischen Gründen in der Plakatsammlung.
Die Laufzeit des Bestands beginnt im Jahr 1963 und endet mit der 53. Spielzeit 2015.
Die Erschließung, Entmetallisierung und Verpackung der Unterlagen wurde im November und Dezember 2015 vorgenommen.
Die vom Kulturring abgelieferten Unterlagen wurden vollständig übernommen, lediglich Mehrfachausgaben wurden kassiert. Die Gliederung des Bestandes ergibt sich nach der Vereinsorganisation und des Vereinsprogrammes.
Der inhaltliche Schwerpunkt des Bestandes liegt in den Programmen der Spielzeiten des Kulturringes Liesborn e.V. ab 1963. Der Bestand setzt sich weiter aus Protokollen der Mitgliederversammlung, Tätigkeitsberichten, Fotos und Briefen zusammen, als auch aus einer großen Sammlung an Plakaten zu dem Kulturangebot des Vereins.
3. Benutzungshinweise
Der Kulturring Liesborn e.V. erlaubt die wissenschaftliche Nutzung und Auswertung seiner Unterlagen, des Bestandes im Kreisarchiv durch Dritte. Die Benutzung durch Dritte unterliegt den Bestimmungen der geltenden Benutzungsordnung des Kreisarchivs und erfolgt unter archivarischer Aufsicht.
Der Bestand ist folgendermaßen zu zitieren:
KAW, N 132 Kulturring Liesborn e.V., Nr. […]
4. Literatur
Wilhelm Schneider, 25 Jahre Kulturring Liesborn 1963 - 1988. Eine Dokumentation über ein Vierteljahrhundert kultureller Arbeit auf dem Lande, Wadersloh 1988 [Signatur in der Bibliothek des Kreisarchivs: Ob Lib 39]
Warendorf, Dezember 2015
Christine Gerwin & Dr. Thomas Brakmann
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ