Verkauf von Gärten zu Treysa an Cappel durch eine dortige Bürgerin
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Urk. 18, 591
Urk. 18, Urk. A II Kl. Cappel 1512 Jan. 6
Urk. 18 Kloster Spieskappel - [ehemals: A II]
Kloster Spieskappel - [ehemals: A II] >> 1510-1519
1512 Januar 6
Ausf. Perg. - Urspr. anh. Sg. fehlt
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno domini 1512 in die Trium Regum
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Else Fruleib (Fruloben), Bürgerin zu Treysa, bekundet für sich und ihre Erben, daß sie Abt Johann [Zuddel] von Cappel, ihrem Bruder (mynem lieben bruder), und dem ganzen Konvent daselbst und ihren Nachkommen erblich und auf ewig 5 Gärten hinter dem Rodenrain und vorher andere Erbzinsen verkauft hat, die sie und ihr Ehemann in wiederkäuflicher Verschreibung von Herrn Nikolaus (Clobes) Becker hatten. Daraus hatte ihr verstorbener Mann dem Cuntze Koch ein Gütchen zu Herzhausen (Hertshußen) verkauft, das vorher Hackenpusch und Heinz Mettendorf innehatten, und das jährlich 30 s., 1 Gans und andere Zinsen gab. Davor hatten sie [die Eheleute] dem Stift andere Erbzinsen aus den 5 Gärten gegeben, die jetzt Matthias Ruding, Hermann Schmidt (Schmet), Simon Sype, Matthias Zuddel und Jakob Boß besitzen. Die Gärten haben Abt und konvent nun zweimal gekauft und Cuntze Jerung zwei abgelöst, welche die Ausstellerin wider besseres Wissen versetzt hatte. Cappel soll die Gärten auf ewig besitzen, die Verkäuferin gibt das Währschaftsversprechen. Den Garten mit den 12 s. Zins, den Henne Uilfex (Vlfex) innehat, haben sie dem Stift nicht verkauft, er soll seinen Kindern bleiben. Die Stiftsherren haben auch an Hans Zuddel eine Summe (ettliche sommen) Geldes bezahlt.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (16.Jh.) Item vbir dy v garthen von der Fruloben weigen vff dem Rodenreyne vor Treysa. (Inventar 1527) Cxi
Vermerke (Urkunde): Zeugen: ---
Vermerke (Urkunde): Siegler: Apel von Grüsen (Grussen), Amtmann zur Landsburg, auf Bitte der Ausstellerin
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Abschrift Kopiar K 270, 159r-v
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.279
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Else Fruleib (Fruloben), Bürgerin zu Treysa, bekundet für sich und ihre Erben, daß sie Abt Johann [Zuddel] von Cappel, ihrem Bruder (mynem lieben bruder), und dem ganzen Konvent daselbst und ihren Nachkommen erblich und auf ewig 5 Gärten hinter dem Rodenrain und vorher andere Erbzinsen verkauft hat, die sie und ihr Ehemann in wiederkäuflicher Verschreibung von Herrn Nikolaus (Clobes) Becker hatten. Daraus hatte ihr verstorbener Mann dem Cuntze Koch ein Gütchen zu Herzhausen (Hertshußen) verkauft, das vorher Hackenpusch und Heinz Mettendorf innehatten, und das jährlich 30 s., 1 Gans und andere Zinsen gab. Davor hatten sie [die Eheleute] dem Stift andere Erbzinsen aus den 5 Gärten gegeben, die jetzt Matthias Ruding, Hermann Schmidt (Schmet), Simon Sype, Matthias Zuddel und Jakob Boß besitzen. Die Gärten haben Abt und konvent nun zweimal gekauft und Cuntze Jerung zwei abgelöst, welche die Ausstellerin wider besseres Wissen versetzt hatte. Cappel soll die Gärten auf ewig besitzen, die Verkäuferin gibt das Währschaftsversprechen. Den Garten mit den 12 s. Zins, den Henne Uilfex (Vlfex) innehat, haben sie dem Stift nicht verkauft, er soll seinen Kindern bleiben. Die Stiftsherren haben auch an Hans Zuddel eine Summe (ettliche sommen) Geldes bezahlt.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: (16.Jh.) Item vbir dy v garthen von der Fruloben weigen vff dem Rodenreyne vor Treysa. (Inventar 1527) Cxi
Vermerke (Urkunde): Zeugen: ---
Vermerke (Urkunde): Siegler: Apel von Grüsen (Grussen), Amtmann zur Landsburg, auf Bitte der Ausstellerin
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Abschrift Kopiar K 270, 159r-v
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: List: Stift Spieskappel (wie Nr.1) S.279
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ