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Johann Bernhard [Schenck zu Schweinsberg], Abt von Fulda,
bekundet für sich und seine Nachfolger, dass er dem gelehrten Georg
Hektor von Jossa, de...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1621-1630
1624 März 19
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel (fehlt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum in unser stadt Fulda den neuntzehend Martii im sechtzehen hundert vier undt zwantzigsten jahr
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann Bernhard [Schenck zu Schweinsberg], Abt von Fulda, bekundet für sich und seine Nachfolger, dass er dem gelehrten Georg Hektor von Jossa, der dörnbergischer Diener und Amtmann in Breitenbach ist, anstelle seiner Kusine (baaße) Christine Amalie, Witwe des Dr. Bartholomäus Wiegandt in Kassel (Cassell), sowie deren Geschwistern Anna Katharina, Eva (Even) Elisabeth, Maria Margarete und Maria Elisabeth, die alle Erben des gelehrten Rats Georg Volpracht sind, der auch Sekretär des verstorbenen Abtes Johann Friedrich [von Schwalbach] war, auf dessen Bitten hin zwei Äcker in Mackenzell in Form eines Erblehns mit allen Rechten verliehen hat. Es folgt eine genaue Beschreibung der Lage der Äcker in Mackenzell. Der Lehnsnehmer ist verpflichtet, das Lehen nicht zu verkaufen oder aufzuteilen. Für dieses Lehen wird jährlich an Michaelis [September 29] ein Zins fällig; vom einen Acker sind dabei ein halber Gulden und drei Böhmische [Groschen], vom anderen zwölf Böhmische [Groschen] zu zahlen. Dazu kommen nach Bedarf noch weitere Lehndienste. Ankündigung des Sekretsiegels Abt Johann Bernhards. Ausstellungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Abt Johann Bernhard]
Böhmische Groschen werden auch als Prager Groschen bezeichnet.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.