1186 – Bischof Arnold bezeugt, daß die zwischen ihm und dem Grafen Simon von Tecklenburg als Schirmvogt der osnabrücker Kirche schwebenden Streitigkeiten, welche ihn zu einer Reise nach Rom veranlaßt haben, aufgrund päpstlicher und kaiserlicher Schreiben durch Bischof Thietmar von Minden geschlichtet sind. Der Graf soll Iburg als Burglehn erhalten, wie das Lehngericht unter bischöflichem Vorsitze entschieden hat. Dagegen verspricht der Graf, dem Bischofe 100 Mark, dem Kapitel 60 Mark zu zahlen, und setzt dieserhalb den Hof zu Damme bzw. in Berge zu Pfande, und wegen der dem Bischofe abspenstig gemachten Ministerialen soll vor dem Kaiser Recht genommen und im Übrigen aller dem Lande zugefügter Schaden ersetzt werden. – Original Pergament durch Mäusefraß beschädigt. Bischofssiegel vorn aufgedrückt und zum Verschluß durchgelassen. – Osnabrücker Urkundenbuch 1,385 sowie 4,668
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1186 – Bischof Arnold bezeugt, daß die zwischen ihm und dem Grafen Simon von Tecklenburg als Schirmvogt der osnabrücker Kirche schwebenden Streitigkeiten, welche ihn zu einer Reise nach Rom veranlaßt haben, aufgrund päpstlicher und kaiserlicher Schreiben durch Bischof Thietmar von Minden geschlichtet sind. Der Graf soll Iburg als Burglehn erhalten, wie das Lehngericht unter bischöflichem Vorsitze entschieden hat. Dagegen verspricht der Graf, dem Bischofe 100 Mark, dem Kapitel 60 Mark zu zahlen, und setzt dieserhalb den Hof zu Damme bzw. in Berge zu Pfande, und wegen der dem Bischofe abspenstig gemachten Ministerialen soll vor dem Kaiser Recht genommen und im Übrigen aller dem Lande zugefügter Schaden ersetzt werden. – Original Pergament durch Mäusefraß beschädigt. Bischofssiegel vorn aufgedrückt und zum Verschluß durchgelassen. – Osnabrücker Urkundenbuch 1,385 sowie 4,668
BAOS U2 1186
C 10.2 U2 Generalvikariat
U2 Generalvikariat
1186
Urkunde
Arnold von Altena, Bischof (1173-1190)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
18.12.2025, 09:22 MEZ