Alheydis, Pröpstin in Meschede, verpachtet für dauernd einen Hof in Neu-Küstelberg (Novo Quistelberg) dem dortigen Kloster St. Marien für einen Zins von zwei Schillingen, wie sie in Medebach (Medebeke) gängig sind, und zwei Hühner. Die Pacht ist jährlich am Feste des Apostels Thomas zu entrichten. Wenn die Pröpstin auf das Amt einer Pröpstin verzichtet oder wenn sie stirbt, dann hat der Propst in Neu-Küstelberg das Kloster Meschede (um die Weiterverpachtung) zu bitten und für das Recht, das auf deutsch "vorehure" heißt, der Pröpstin drei Schillinge zu zahlen. Siegelankündigung der Pröpstin. Zeugen: Wilhelm famulus gen. von Neheym, Richter in Medebach, Hallenberg und Winterberg, Hermann gen, Kerl, Johannes Scolaris gen. Sidenhar. Geschehen und gegeben 1302 Juni 12 (in die beatorum martirum Basilidis, Cyrini, Naboris et Nazarii)
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Alheydis, Pröpstin in Meschede, verpachtet für dauernd einen Hof in Neu-Küstelberg (Novo Quistelberg) dem dortigen Kloster St. Marien für einen Zins von zwei Schillingen, wie sie in Medebach (Medebeke) gängig sind, und zwei Hühner. Die Pacht ist jährlich am Feste des Apostels Thomas zu entrichten. Wenn die Pröpstin auf das Amt einer Pröpstin verzichtet oder wenn sie stirbt, dann hat der Propst in Neu-Küstelberg das Kloster Meschede (um die Weiterverpachtung) zu bitten und für das Recht, das auf deutsch "vorehure" heißt, der Pröpstin drei Schillinge zu zahlen. Siegelankündigung der Pröpstin. Zeugen: Wilhelm famulus gen. von Neheym, Richter in Medebach, Hallenberg und Winterberg, Hermann gen, Kerl, Johannes Scolaris gen. Sidenhar. Geschehen und gegeben 1302 Juni 12 (in die beatorum martirum Basilidis, Cyrini, Naboris et Nazarii)
A 114u, 31
A 114u Stift Meschede - Urkunden
Stift Meschede - Urkunden >> 3. 1301 bis 1350
1302 Juni 12
Vermerke: Ausf., Perg., lat.
Siegel bis auf Wachsrest ab.
Rückverm.: 1) dieser breib sagt van dem Schreckenberg ... (17. Jahrh.)
2) hic canon anno 1688 5. octobris per solutionem summae 25 imperialium dalerorum est mortificatus
Siegel bis auf Wachsrest ab.
Rückverm.: 1) dieser breib sagt van dem Schreckenberg ... (17. Jahrh.)
2) hic canon anno 1688 5. octobris per solutionem summae 25 imperialium dalerorum est mortificatus
Urkunde
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:19 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Tektonik)
- 1.1. Kölnisches Westfalen (A) (Tektonik)
- 1.1.1. Herzogtum Westfalen (Tektonik)
- 1.1.1.2. Stifte und Klöster (Tektonik)
- Stift Meschede (Tektonik)
- Stift Meschede / Urkunden (Bestand)
- 3. 1301 bis 1350 (Gliederung)