Leopold, Erzherzog zu Österreich, Herzog zu Burgund, Graf zu Tirol und Görz, Landgraf in Elsass, schreibt seinem lieben Getreuen Wolf Ludwig Böckle von Böcklinsau, Amtmann zu Dachstein, kaiserlichen und des Ausstellers Kämmerer: Er hat dessen Schreiben vom 22. November und die Nachricht an seinen o. ö. Regimentsrat und Geheimen Secretarius Johann Balthasar Schlegel erhalten. Befriedigt nimmt er zur Kenntnis, dass sein Schreiben die Falken noch zur rechten Zeit erreicht hat und sie nunmehr "ohne meren ufgang des herzogs Vademonts L. zugefertigt werden". Betreffend das Pferd, wünscht er derzeit nichts, er hat aber gehört, dass der König in Straßburg zwei apfelgraue Wallache hat, die er zur Zucht gebrauchen könnte und bittet, diese bei nächster Gelegenheit zu besichtigen und gegebenenfalls zu erwerben. Betreffend die 61 fl. 1 ß und die in einem anderen Schreiben für den Johann begehrten 5 fl. hat er, da ihm das Konsistorium in Molsheim noch 52 Goldgulden schuldet, den dortigen Weihbischof angewiesen, dem Adressaten das Geld zukommen zu lassen, woraus er die Schuld bezahlen und den Rest verwahren solle.
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Leopold, Erzherzog zu Österreich, Herzog zu Burgund, Graf zu Tirol und Görz, Landgraf in Elsass, schreibt seinem lieben Getreuen Wolf Ludwig Böckle von Böcklinsau, Amtmann zu Dachstein, kaiserlichen und des Ausstellers Kämmerer: Er hat dessen Schreiben vom 22. November und die Nachricht an seinen o. ö. Regimentsrat und Geheimen Secretarius Johann Balthasar Schlegel erhalten. Befriedigt nimmt er zur Kenntnis, dass sein Schreiben die Falken noch zur rechten Zeit erreicht hat und sie nunmehr "ohne meren ufgang des herzogs Vademonts L. zugefertigt werden". Betreffend das Pferd, wünscht er derzeit nichts, er hat aber gehört, dass der König in Straßburg zwei apfelgraue Wallache hat, die er zur Zucht gebrauchen könnte und bittet, diese bei nächster Gelegenheit zu besichtigen und gegebenenfalls zu erwerben. Betreffend die 61 fl. 1 ß und die in einem anderen Schreiben für den Johann begehrten 5 fl. hat er, da ihm das Konsistorium in Molsheim noch 52 Goldgulden schuldet, den dortigen Weihbischof angewiesen, dem Adressaten das Geld zukommen zu lassen, woraus er die Schuld bezahlen und den Rest verwahren solle.
Abt. Staatsarchiv Freiburg, U 101/1 Nr. 4519
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg, U 101/1 Archiv der Freiherren Boecklin von Boecklinsau: Akten und Bände
Archiv der Freiherren Boecklin von Boecklinsau: Akten und Bände >> 3 Beziehungen zu anderen Hoheitsträgern >> 3.9 Staatsdienst
1626
1 Schr.
Archivale
Schaden: Wasserschaden.
Dorsalvermerk: Quittung vom 4. Januar 1627 über 29 fl. 8 ß 4 Pfg Schwarz, ZGO 1910, I. Urkunden, Nr. 546.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
27.11.2025, 15:39 MEZ