Abt Michael, auch Prior und Konvent des Prämonstratenserklosters Weißenau beurkunden, dass sich Michel Mayer, ehelicher Sohn des Andreas (Enderas) Mayer "vom hof" und der Anna German, um eine nicht spezifizierte Summe Geldes von ihrer Leibherrschaft freigekauft hat. Die Aussteller sprechen Michel auch namens ihrer Nachfolger von der Eigenschaft des Leibes und Gutes samt allen anhängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los und gestatten ihm, ab sofort Eigenschaft, Schutz und Schirm oder Bürgerrecht bei Herren, Städten "vnd anderen, wo es Ime geliebt", anzunehmen, ohne von ihrer Seite irgendwelche Behinderung gewärtigen zu müssen.
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Abt Michael, auch Prior und Konvent des Prämonstratenserklosters Weißenau beurkunden, dass sich Michel Mayer, ehelicher Sohn des Andreas (Enderas) Mayer "vom hof" und der Anna German, um eine nicht spezifizierte Summe Geldes von ihrer Leibherrschaft freigekauft hat. Die Aussteller sprechen Michel auch namens ihrer Nachfolger von der Eigenschaft des Leibes und Gutes samt allen anhängenden Pflichten, Lasten und Beschränkungen los und gestatten ihm, ab sofort Eigenschaft, Schutz und Schirm oder Bürgerrecht bei Herren, Städten "vnd anderen, wo es Ime geliebt", anzunehmen, ohne von ihrer Seite irgendwelche Behinderung gewärtigen zu müssen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 U 3059
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 515 II Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe
Weingarten, Benediktinerkloster: Leibeigenschaftsbriefe >> Leibeigenschaftsbriefe >> 1550-1599
1570 März 28
11,4 x 28,3 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Kloster Weißenau
Empfänger: Michel Mayer
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Abschrift
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
Empfänger: Michel Mayer
Siegler: Die Aussteller
Überlieferungsart: Abschrift
Siegelbeschreibung: Siegel abgegangen
Vermerke: Rückvermerk
German, Anna
Mayer, Andreas
Mayer, Michel
Weißenau, Michael I. Hablitzel; Abt, (1563-1575)
Hof : Baienfurt, RV(?)
Weißenau : Eschach, Ravensburg RV; Kloster
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:29 MEZ
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