Der Ulmer Bürger Johann Schwertfürb von Weißenhorn ("Wissenhorn") [Lkr. Neu-Ulm] und sein Sohn Ulrich verkaufen dem Priester und Spitalmeister Konrad, seinem Gehilfen Johann [Laurin] und der Gemeinschaft der Gesunden und Kranken im Heiliggeistspital in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254] ihre Laienzehnten in Niederhausen ("Niderhusen") [Gde. Pfaffenhofen a. d. Roth/Lkr. Neu-Ulm]. Es handelt sich dabei um die Groß- und Kleinzehnten vom Hof des alten Nuwenbrunner, den jetzt Konrad der Schemmer bewirtschaftet, vom Hof des Johann Töntel, vom Gut des Ulrich ("V/o/tz") Spilmann, das er von seinem Bruder Heinrich erworben hat, von dem Gut des Walter Nuwenbrunner, von dem Gut des Johann Nuwenbrunner, von dem Gut des Konrad Glitzenhirn, von dem Gut des Heinrich Schiemmer und von dem Gut des Ulrich Spilmann. Dann zwei Drittel der Groß- und Kleinzehnten von dem Gut des Herrlinger ("Ho/e/rninger"), von dem Gut des Lehenherren und von dem sogenannten Krinnengut. Dafür haben sie von den Käufern 270 Pfund Heller erhalten. Da die Zehnten Lehen des Markgrafen Ludwig von Brandenburg sind, versprechen sie, bis zum kommenden 23. April ("sant Georien tag") seine Zustimmung zu dem Verkauf einzuholen und dafür Sorge zu tragen, dass dieser die Lehenträger des Spitals, nämlich die zwölf geschworenen Richter der Stadt Ulm, mit den Zehnten belehnt. Außerdem übernehmen sie die Gewährleistung für den Verkauf. Dafür stellen sie den Käufern Bürgen mit der Verpflichtung zum Einlager in Ulm.
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