Schlichtung eines Streits zwischen Äbtissin Jutta zu Kaufungen und Johannes Volperti durch Landgraf Heinrich II.
Vollständigen Titel anzeigen
Urk. 35, 19
Urk. 35, A II Stift Kaufungen, 1335 März 22
Urk. 35 Stift Kaufungen - [ehemals: A II]
Stift Kaufungen - [ehemals: A II] >> 1300-1399
1335 März 22
Ausfertigung, Pergament, Siegel (1900)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno Domini m° ccc° xxxv° feria quarta proxima ante letare
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Landgraf Heinrich II. zu Hessen bekennt, dass eine seit längerer Zeit andauernde Streitigkeit zwischen Jutta, Äbtissin des Kloster Kaufungen, und Johannes Volperti, seinem Bruder Simon und deren Erben über einige Einkünfte von drei Hufen in Nieder-Zwehren (Suringesgut), welche Güter und Einkünfte die Äbtissin als dem Kloster gehörend ansah, während die Gegenpartei behauptete, dass solche von Werner von Gudenburg als dem rechten Eigentümer lehensweise abstammten, durch freundschaftliche Vermittlung endlich ganz entschieden und beigelegt worden sei. Die Mitglieder der Gegenpartei sind vor dem Landgrafen erschienen und haben zugunsten der Äbtissin verzichtet.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: UB Kaufungen 1, Nr. 187
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Landgraf Heinrich II. zu Hessen bekennt, dass eine seit längerer Zeit andauernde Streitigkeit zwischen Jutta, Äbtissin des Kloster Kaufungen, und Johannes Volperti, seinem Bruder Simon und deren Erben über einige Einkünfte von drei Hufen in Nieder-Zwehren (Suringesgut), welche Güter und Einkünfte die Äbtissin als dem Kloster gehörend ansah, während die Gegenpartei behauptete, dass solche von Werner von Gudenburg als dem rechten Eigentümer lehensweise abstammten, durch freundschaftliche Vermittlung endlich ganz entschieden und beigelegt worden sei. Die Mitglieder der Gegenpartei sind vor dem Landgrafen erschienen und haben zugunsten der Äbtissin verzichtet.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: UB Kaufungen 1, Nr. 187
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ