Staatliche Heilanstalt Weinsberg: Rechnungen (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, F 1/234
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Untere Verwaltungsbehörden 1806-um 1945 >> Rechnungen der unteren Verwaltungsbehörden >> Geschäftsbereich Innenministerium >> Staatliche Heilanstalten
1903-1952, 1977-1989
Überlieferungsgeschichte
Die Staatsirrenanstalt - seit 1956 Psychiatrisches Landeskrankenhaus - auf dem Weißenhof bei Weinsberg besteht seit 1903. Der Bestand enthält sowohl Unterlagen, die ursprünglich zu dem aus dem Finanzarchiv stammenden Mischbestand der Neueren Rechnungen gehörten, wie auch Rechnungsserien, die in den 1990er Jahren vom Landeskrankenhaus an das Staatsarchiv abgegeben wurden.
Inhalt und Bewertung
Vorhanden sind neben den Hauptbüchern diverse Nebenserien wie Kassenbücher, Verpflegungsgelderlisten sowie Versicherungs- und Steuerverzeichnisse. Verwaltungsakten der Anstalt sind in Bestand F 234 zu finden.
Vorbemerkung: Als fünfte Heilanstalt in Württemberg nach Zwiefalten, Winnental, Schussenried und Weißenau bei Ravensburg wurde im Jahre 1903 auf dem Weißenhof bei Weinsberg die Königliche Heilanstalt Weinsberg gegründet (Reg.Bl. 1903, S. 503). Die Aufsicht hatte das Medizinalkollegium, Abt. für die Staatskrankenanstalten, die nach Auflösung des Medizinalkollegiums zum 1. Januar 1920 als Landesamt für die Staatskrankenanstalten verselbständigt, nach fünf Jahren aber ganz aufgehoben wurde. Als Staatliche Heilanstalt diente sie auch während der Weimarer Republik und des Dritten Reiches der Unterbringung psychisch Kranker. Im Jahre 1953 wurde die Staatliche Heilanstalt Weinsberg wie die übrigen Staatlichen Heilanstalten in Baden-Württemberg in Psychiatrisches Landeskrankenhaus umbenannt (GABl. 1954, S. 31). Sie blieb aber ein Landesbetrieb. Das Online-Findmittel setzt sich aus zwei Findbuch-Teilen zusammen: Der erste Teil stammt aus dem Jahr 1987, der zweite aus dem Jahr 1995. Im Zuge der Retrokonversion wurden beide Teile zu dem vorliegenden Online-Findmittel vereinigt. Die Rechnungen der Heilanstalt Weinsberg aus den Jahren 1903 bis 1917 wurden alle einer Prüfung durch die Finanzverwaltung unterzogen. Nach der Prüfung verblieben die Unterlagen bei der Finanzverwaltung. Seit 1918 wurden die geprüften Unterlagen an die Heilanstalt zurückgegeben. Schließlich wurden die Rechnungen nicht mehr in jedem Jahr geprüft. Wenn eine Rechnungsprüfung bevorstand, legte die Heilanstalt der Finanzverwaltung das Hauptbuch und bestimmte Rechnungen vor, die in der Regel zu diesem Zweck in eine Beilage zum Hauptbuch aufgenommen wurden. Außerdem legte die Heilanstalt von diesen Unterlagen Mehrfertigungen an. Die bei der Finanzverwaltung verbliebenen Unterlagen aus den Jahren 1903 bis 1917 wurden im Finanzarchiv Ludwigsburg verwahrt, das im Jahre 1921 mit dem damaligen Staatsfilialarchiv Ludwigsburg vereinigt wurde. Diese im Verzeichnis der Neueren Rechnungen im Finanzarchiv Ludwigsburg vom Jahr 1917 summarisch aufgenommene Rechnungsserie der Heilanstalt Weinsberg wurde 1985 durch die Zeitangestellte Frau Wally Vogler neu geordnet und verzeichnet, die Abschlußarbeiten besorgte Herr Karl Hofer. Diese Rechnungen bilden den ersten Teil des Bestandes F 1/234 (Bd. 1-52). Die im zweiten Teil-Findbuch verzeichneten Rechnungen des Bestandes F 1/234 (Bd. 53-717) wurden am 7. Juni 1993 an das Staatsarchiv Ludwigsburg abgegeben. Im Rahmen der Bewertung und Ordnung der abgegebenen Unterlagen wurden die Beilagen zum Hauptbuch aufgelöst und die in den Jahrgängen ohne Rechnungsprüfung herrschende Serienstruktur zum Ordnungsprinzip bestimmt. Einigen wenigen Serien wie den Privatgelder- oder den Trinkgelderrechnungen wurde kein bleibender Wert zuerkannt. Die Mehrfertigungen wurden kassiert, es sei denn, zwei Exemplare einer Rechnung erwiesen sich nicht als völlig deckungsgleich. Darüber hinaus wurden die Kassenanweisungen und die Rechnungsbelege kassiert. Die Lücken in der Überlieferung beruhen offenbar auf unzulässigen Kassationen in der abgebenden Stelle. Die Mehrfertigungen zu den Rechnungen aus den Jahren 1903 bis 1917 wurden im zweiten Teil des Bestandes belassen, um einen in sich geschlossenen, seriell strukturierten Teilbestand bilden zu können. Aufgrund der Lücken führte diese Entscheidung jedoch nicht zu einer vollständigen Doppelüberlieferung für die Zeit von 1903 bis 1917. In den Monaten Juni und Juli 1993 wurden die Unterlagen von Archivoberinspektorin Ulrike Leuchtweis und dem Unterzeichnenden bewertet und geordnet. Dabei wurden etwa 1 lfd. m kassiert. Frau Ursula Seufer hat die am 6. Juni 1993 abgegebenen Unterlagen in den Monaten September und Oktober desselben Jahres verzeichnet und archivgerecht verpackt. Die Verzeichnung wurde von Herrn Udo Schäfer betreut. Frau Hildegard Aufderklamm besorgte die Reinschrift des Findbuchs. Insgesamt umfaßt der Bestand 717 Archivalieneinheiten in 13,9 Regalmetern. Ludwigsburg, Januar 1987 und November 1995 Karl Hofer und Udo Schäfer Die Vorbemerkung wurde im März 2005 im Zuge der Retrokonversion überarbeitet und angepaßt von Matthias Röschner. Im Jahr 2010 wurde der Bestand um Bd. 718-785 erweitert, die Aktenablieferungen der Staatlichen Heilanstalt Weinsberg, jetzt Zentrum für Psychiatrie Weinsberg, der Jahre 2006 und 2009/2010 entstammen. Regina Schneider
Die Staatsirrenanstalt - seit 1956 Psychiatrisches Landeskrankenhaus - auf dem Weißenhof bei Weinsberg besteht seit 1903. Der Bestand enthält sowohl Unterlagen, die ursprünglich zu dem aus dem Finanzarchiv stammenden Mischbestand der Neueren Rechnungen gehörten, wie auch Rechnungsserien, die in den 1990er Jahren vom Landeskrankenhaus an das Staatsarchiv abgegeben wurden.
Inhalt und Bewertung
Vorhanden sind neben den Hauptbüchern diverse Nebenserien wie Kassenbücher, Verpflegungsgelderlisten sowie Versicherungs- und Steuerverzeichnisse. Verwaltungsakten der Anstalt sind in Bestand F 234 zu finden.
Vorbemerkung: Als fünfte Heilanstalt in Württemberg nach Zwiefalten, Winnental, Schussenried und Weißenau bei Ravensburg wurde im Jahre 1903 auf dem Weißenhof bei Weinsberg die Königliche Heilanstalt Weinsberg gegründet (Reg.Bl. 1903, S. 503). Die Aufsicht hatte das Medizinalkollegium, Abt. für die Staatskrankenanstalten, die nach Auflösung des Medizinalkollegiums zum 1. Januar 1920 als Landesamt für die Staatskrankenanstalten verselbständigt, nach fünf Jahren aber ganz aufgehoben wurde. Als Staatliche Heilanstalt diente sie auch während der Weimarer Republik und des Dritten Reiches der Unterbringung psychisch Kranker. Im Jahre 1953 wurde die Staatliche Heilanstalt Weinsberg wie die übrigen Staatlichen Heilanstalten in Baden-Württemberg in Psychiatrisches Landeskrankenhaus umbenannt (GABl. 1954, S. 31). Sie blieb aber ein Landesbetrieb. Das Online-Findmittel setzt sich aus zwei Findbuch-Teilen zusammen: Der erste Teil stammt aus dem Jahr 1987, der zweite aus dem Jahr 1995. Im Zuge der Retrokonversion wurden beide Teile zu dem vorliegenden Online-Findmittel vereinigt. Die Rechnungen der Heilanstalt Weinsberg aus den Jahren 1903 bis 1917 wurden alle einer Prüfung durch die Finanzverwaltung unterzogen. Nach der Prüfung verblieben die Unterlagen bei der Finanzverwaltung. Seit 1918 wurden die geprüften Unterlagen an die Heilanstalt zurückgegeben. Schließlich wurden die Rechnungen nicht mehr in jedem Jahr geprüft. Wenn eine Rechnungsprüfung bevorstand, legte die Heilanstalt der Finanzverwaltung das Hauptbuch und bestimmte Rechnungen vor, die in der Regel zu diesem Zweck in eine Beilage zum Hauptbuch aufgenommen wurden. Außerdem legte die Heilanstalt von diesen Unterlagen Mehrfertigungen an. Die bei der Finanzverwaltung verbliebenen Unterlagen aus den Jahren 1903 bis 1917 wurden im Finanzarchiv Ludwigsburg verwahrt, das im Jahre 1921 mit dem damaligen Staatsfilialarchiv Ludwigsburg vereinigt wurde. Diese im Verzeichnis der Neueren Rechnungen im Finanzarchiv Ludwigsburg vom Jahr 1917 summarisch aufgenommene Rechnungsserie der Heilanstalt Weinsberg wurde 1985 durch die Zeitangestellte Frau Wally Vogler neu geordnet und verzeichnet, die Abschlußarbeiten besorgte Herr Karl Hofer. Diese Rechnungen bilden den ersten Teil des Bestandes F 1/234 (Bd. 1-52). Die im zweiten Teil-Findbuch verzeichneten Rechnungen des Bestandes F 1/234 (Bd. 53-717) wurden am 7. Juni 1993 an das Staatsarchiv Ludwigsburg abgegeben. Im Rahmen der Bewertung und Ordnung der abgegebenen Unterlagen wurden die Beilagen zum Hauptbuch aufgelöst und die in den Jahrgängen ohne Rechnungsprüfung herrschende Serienstruktur zum Ordnungsprinzip bestimmt. Einigen wenigen Serien wie den Privatgelder- oder den Trinkgelderrechnungen wurde kein bleibender Wert zuerkannt. Die Mehrfertigungen wurden kassiert, es sei denn, zwei Exemplare einer Rechnung erwiesen sich nicht als völlig deckungsgleich. Darüber hinaus wurden die Kassenanweisungen und die Rechnungsbelege kassiert. Die Lücken in der Überlieferung beruhen offenbar auf unzulässigen Kassationen in der abgebenden Stelle. Die Mehrfertigungen zu den Rechnungen aus den Jahren 1903 bis 1917 wurden im zweiten Teil des Bestandes belassen, um einen in sich geschlossenen, seriell strukturierten Teilbestand bilden zu können. Aufgrund der Lücken führte diese Entscheidung jedoch nicht zu einer vollständigen Doppelüberlieferung für die Zeit von 1903 bis 1917. In den Monaten Juni und Juli 1993 wurden die Unterlagen von Archivoberinspektorin Ulrike Leuchtweis und dem Unterzeichnenden bewertet und geordnet. Dabei wurden etwa 1 lfd. m kassiert. Frau Ursula Seufer hat die am 6. Juni 1993 abgegebenen Unterlagen in den Monaten September und Oktober desselben Jahres verzeichnet und archivgerecht verpackt. Die Verzeichnung wurde von Herrn Udo Schäfer betreut. Frau Hildegard Aufderklamm besorgte die Reinschrift des Findbuchs. Insgesamt umfaßt der Bestand 717 Archivalieneinheiten in 13,9 Regalmetern. Ludwigsburg, Januar 1987 und November 1995 Karl Hofer und Udo Schäfer Die Vorbemerkung wurde im März 2005 im Zuge der Retrokonversion überarbeitet und angepaßt von Matthias Röschner. Im Jahr 2010 wurde der Bestand um Bd. 718-785 erweitert, die Aktenablieferungen der Staatlichen Heilanstalt Weinsberg, jetzt Zentrum für Psychiatrie Weinsberg, der Jahre 2006 und 2009/2010 entstammen. Regina Schneider
785 Bände (15,1 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ
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