Mandatum arrestatorium Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
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(1) 2364
Wismar O 22 (W O 1 n. 22)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 15. 1. Kläger O
(1726) 20.12.1731-05.06.1734
Kläger: (2) C.G. Oxenstierna, Eleonora Oxenstierna und F.G. Bielke als ehelicher Vormund, Erben des Grafen Gabriel von Oxenstierna
Beklagter: Gebrüder Weisbach in Hamburg
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Cajus Matthias Arend (A & P), ab 09.10.1733 Dr. Heinrich Tanck (A & P) Bekl.: Carl Christian Wankyff (A)
Fallbeschreibung: Graf Oxenstierna hat den Bekl. 1.853 Rtlr banco und 1.772 Rtlr Cronen geliehen, seine Erben konnten aber die Rückzahlung bisher nicht erreichen, da die Bekl. die Schuld lange leugneten und zahlungsunfähig sind. Kl. bemühen sich nun, Vermögen der Bekl. ausfindig zu machen und darauf Beschlag legen zu lassen. Da 200 Rtlr beim Protonotar des Tribunals Liebeherr angelegt worden sind, bitten Kl., diese zu beschlagnahmen. Am 08.01.1732 erläßt das Tribunal die gewünschte Beschlagnahme auf die Gelder bei Liebeherr und fordert die Bekl. auf, sich binnen 6 Wochen wegen der Bezahlung zu erklären. Am 28.08.1733 fordert Wankyff namens der Bekl. die Freigabe der nur für 6 Wochen beschlagnahmten Gelder, da die Kl. bisher keine weiteren Verfügungen zu deren Verwendung gemacht haben. Das Tribunal weist die Kl. am 04.09.1733 entsprechend an, am 09.10. bescheinigen Kl. die Übergabe des Tribunalsmandates an Bekl. vom 08.01.1732. Am 23.02. liefert Liebeherr die 160 Rtlr in der Tribunalskanzlei zur Verwahrung ab. Am 24.02.1734 fordern Kl. die Auszahlung des deponierten Geldes und bekräftigen ihre Forderung am 17.05.1734. Das Tribunal fordert Bekl. am 26.02. zur Befolgung des Mandates vom 08.01.1732 auf und weist am 25.05. die Kanzlei zur Auszahlung des Geldes an Kl. an, am 05.06.1734 empfängt der Anwalt der Kl das Geld.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1731-1734
Prozessbeilagen: (7) von Notar Josias Matras bestätigter Auszug aus einem Protokoll vom 03.07.1726 und Schuldanerkenntnis von Hans Christoff Weisbach vom 10.12.1726; Prozeßvollmacht der Kl. für Dr. Heinrich Tanck vom 14.01.1734; Übergabequittung des Tribunalspedellen Jürgen Müller für ein Tribunalsmandat vom 27.02.1734; Quittung Dr. Tancks über Empfang von 160 Rtlr vom 05.06.1734
Beklagter: Gebrüder Weisbach in Hamburg
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Cajus Matthias Arend (A & P), ab 09.10.1733 Dr. Heinrich Tanck (A & P) Bekl.: Carl Christian Wankyff (A)
Fallbeschreibung: Graf Oxenstierna hat den Bekl. 1.853 Rtlr banco und 1.772 Rtlr Cronen geliehen, seine Erben konnten aber die Rückzahlung bisher nicht erreichen, da die Bekl. die Schuld lange leugneten und zahlungsunfähig sind. Kl. bemühen sich nun, Vermögen der Bekl. ausfindig zu machen und darauf Beschlag legen zu lassen. Da 200 Rtlr beim Protonotar des Tribunals Liebeherr angelegt worden sind, bitten Kl., diese zu beschlagnahmen. Am 08.01.1732 erläßt das Tribunal die gewünschte Beschlagnahme auf die Gelder bei Liebeherr und fordert die Bekl. auf, sich binnen 6 Wochen wegen der Bezahlung zu erklären. Am 28.08.1733 fordert Wankyff namens der Bekl. die Freigabe der nur für 6 Wochen beschlagnahmten Gelder, da die Kl. bisher keine weiteren Verfügungen zu deren Verwendung gemacht haben. Das Tribunal weist die Kl. am 04.09.1733 entsprechend an, am 09.10. bescheinigen Kl. die Übergabe des Tribunalsmandates an Bekl. vom 08.01.1732. Am 23.02. liefert Liebeherr die 160 Rtlr in der Tribunalskanzlei zur Verwahrung ab. Am 24.02.1734 fordern Kl. die Auszahlung des deponierten Geldes und bekräftigen ihre Forderung am 17.05.1734. Das Tribunal fordert Bekl. am 26.02. zur Befolgung des Mandates vom 08.01.1732 auf und weist am 25.05. die Kanzlei zur Auszahlung des Geldes an Kl. an, am 05.06.1734 empfängt der Anwalt der Kl das Geld.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1731-1734
Prozessbeilagen: (7) von Notar Josias Matras bestätigter Auszug aus einem Protokoll vom 03.07.1726 und Schuldanerkenntnis von Hans Christoff Weisbach vom 10.12.1726; Prozeßvollmacht der Kl. für Dr. Heinrich Tanck vom 14.01.1734; Übergabequittung des Tribunalspedellen Jürgen Müller für ein Tribunalsmandat vom 27.02.1734; Quittung Dr. Tancks über Empfang von 160 Rtlr vom 05.06.1734
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:28 MEZ