Pfarrarchiv Estorf (Bestand)
Show full titleLandeskirchliches Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
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D 66
Landeskirchliches Archiv Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> Landeskirchliches Archiv >> D - Deposita
1644-[1997]
Geschichte des Bestandsbildners: Vor der Reformation war Estorf nach Landesbergen eingepfarrt.
Um 1570 erhielt der Ort eine eigene Kapelle. 1695 wurde das alte, baufällige Kapellengebäude abgerissen und an gleicher Stelle ein Neubau errichtet, der 1696 eingeweiht wurde.
1711 wurde ein eigener Kapellenprediger eingestellt, der zugleich die schulische Versorgung übernahm. 1805 konnte die Schaffung einer eigenen Pfarrstelle und die Verselbständigung der Gemeinde erreicht werden.
Diese wird noch in den Visitationsberichten von 1936 und 1948 als bäuerlich-konservativ charakterisiert, doch nahm nach dem Zweiten Weltkrieg die Entfremdung von der Kirche bei den Gutsarbeitern und den zugezogenen Heimatvertriebenen zu.
Bei Gründung gehörte die Kirchengemeinde, die v. a. aus den Dörfern Estorf und Leeseringen besteht, zur Inspektion Stolzenau, ab dem 1. Mai 1859 dann zur Inspektion bzw. zum Kirchenkreis Nienburg.
Bestandsgeschichte: Das Archiv der Kirchengemeinde Estorf ist 1974 von Diakon Hartmut Roshop bearbeitet und in einem Findbuch verzeichnet worden. 2005 und 2013 erfolgten Nachordnungen durch Jörg Girmann.
Da vor Ort ein ausreichend großer und geeigneter Raum für die Unterbringung des Archivs nicht mehr vorhanden war, wurde die Deponierung der Archivalien (mit Ausnahme der Kirchenbücher und der jüngeren Handschriften) und der Altregistratur in Hannover beschlossen. Das zu übernehmende Schriftgut ist daraufhin im August 2011 und Mai 2013 (Restbestände) als Bestand „D 66 (Pfarrarchiv Estorf)“ im Außenmagazin „Voltmerstraße 66“ (ehemalige „Ansgarkirche“) des Landeskirchlichen Archivs deponiert worden.
Das Findbuch wurde [2018] und 2020 in die vorliegende EDV-Version umgesetzt. Dabei sind in der Regel die Originaleinträge übernommen worden. Auf Besonderheiten wird an entsprechender Stelle hingewiesen.
Um 1570 erhielt der Ort eine eigene Kapelle. 1695 wurde das alte, baufällige Kapellengebäude abgerissen und an gleicher Stelle ein Neubau errichtet, der 1696 eingeweiht wurde.
1711 wurde ein eigener Kapellenprediger eingestellt, der zugleich die schulische Versorgung übernahm. 1805 konnte die Schaffung einer eigenen Pfarrstelle und die Verselbständigung der Gemeinde erreicht werden.
Diese wird noch in den Visitationsberichten von 1936 und 1948 als bäuerlich-konservativ charakterisiert, doch nahm nach dem Zweiten Weltkrieg die Entfremdung von der Kirche bei den Gutsarbeitern und den zugezogenen Heimatvertriebenen zu.
Bei Gründung gehörte die Kirchengemeinde, die v. a. aus den Dörfern Estorf und Leeseringen besteht, zur Inspektion Stolzenau, ab dem 1. Mai 1859 dann zur Inspektion bzw. zum Kirchenkreis Nienburg.
Bestandsgeschichte: Das Archiv der Kirchengemeinde Estorf ist 1974 von Diakon Hartmut Roshop bearbeitet und in einem Findbuch verzeichnet worden. 2005 und 2013 erfolgten Nachordnungen durch Jörg Girmann.
Da vor Ort ein ausreichend großer und geeigneter Raum für die Unterbringung des Archivs nicht mehr vorhanden war, wurde die Deponierung der Archivalien (mit Ausnahme der Kirchenbücher und der jüngeren Handschriften) und der Altregistratur in Hannover beschlossen. Das zu übernehmende Schriftgut ist daraufhin im August 2011 und Mai 2013 (Restbestände) als Bestand „D 66 (Pfarrarchiv Estorf)“ im Außenmagazin „Voltmerstraße 66“ (ehemalige „Ansgarkirche“) des Landeskirchlichen Archivs deponiert worden.
Das Findbuch wurde [2018] und 2020 in die vorliegende EDV-Version umgesetzt. Dabei sind in der Regel die Originaleinträge übernommen worden. Auf Besonderheiten wird an entsprechender Stelle hingewiesen.
Bestand
Literatur: Günther Deking: Die Grabkammern unter dem Chor der Estorfer Kirche. Ihre Entdeckung und ihr historischer Hintergrund, Estorf [2004]; Günther Deking: Estorf – ein Dorf an der Mittelweser im Spiegel seiner 900jährigen Geschichte, Estorf [1996]; Günther Deking: Eine kleine Chronik. Evangelisch-lutherische Kirche zu Estorf, Estorf 2005; Rudolf Grieser: Die Memoiren des Kammerherrn Friedrich Ernst von Fabrice (1683-1750), Hildesheim 1956; Michael Kählke: Die Meyer-Orgel von 1839 in der Ev.-luth. Kirche zu Estorf, Syke 2005.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
01.04.2025, 1:47 PM CEST
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