Schwesternhaus Ahlen / Urkunden (Bestand)
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B 202u
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. >> 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) >> 1.2.1. Fürstbistum Münster >> 1.2.1.4. Geistlichkeit, Stifte, Klöster >> Schwesternhaus Ahlen
1316-1791
Bestandsgeschichte: Schwesternhaus Maria Rosa nach der Augustinerregel, 1467 gegründet, 1814 aufgehoben.
Form und Inhalt: Schwesternhaus Maria Rosa in Ahlen
Im 1466 von Bürgermeistern und Ratsherren der Stadt Ahlen erworbenen Hof zwischen der heutigen Klosterstraße und Klostergasse gründeten die Schwestern vom Gemeinsamen Leben ein Schwesternhaus (S. Mariae ad rosas domus), in das 1467 vier Schwestern aus dem Beckumer Mutterhaus nach Ahlen übersiedelten (vgl. Findbuch A 121 Schwesternhaus Blumental, Beckum). Durch Schenkungen vermehrte sich der Besitz in den darauf folgenden Jahren. Seit 1467 ein Frauenkloster nach der Augustinerregel, wurde 1470 das Schwesternhaus in das "Münstersche Kolloquium" aufgenommen und aus dem Ahlender Pfarrverband entlassen. Von der Reformation weitergehend unberührt begann im 17. Jahrhundert ein wirtschaftlicher und geistlicher Verfall. Nach der Aufhebung des Klosters zum 1. April 1814 verließen die Schwestern im Herbst 1814 das Gebäude, das daraufhin abgebrochen wurde. Vermögensreste gingen in den Beckum-Ahlener Klosterfonds auf (vgl. Findbuch A 124 Beckum-Ahlenscher Klosterfonds).
Das Archiv gelangte nach der Säkularisaton in Staatsbesitz und wurde 1821 von Carl August von Reisach verzeichnet. Eine Neuverzeichnung von 1849 (Alte Nr. Rep. 111 1a) bildet die Vorlage des aktuellen Findbuchs A 120 I, das im Februar 2008 von Renate Kröger unter der Betreuung von Thomas Reich mit dem Verzeichnungsprogramm VERA abgeschrieben wurde.
Literatur
Wilhelm Kohl, Ahlen - Schwesternhaus Maria Rosa, in: Westfälisches Klosterbuch, Bd. 1, Münster 1992, S. 33-35. [A VI, 8/1]
Wilhelm Kohl (Bearb.), Die Schwesternhäuser nach der Augustinerregel (Germania Sacra, NF 3, Bistum Münster, 1), Münster 1967. [9 G 10/3]
Wilhelm Kohl, Urkunden des Stadtarchivs und des Klosters Maria Rosa in Ahlen, Ahlen 1966. [6 Q 10]
Zitierweise
Schwesternhaus Ahlen - Urkunden Nr.
Münster, den 23.05.2008
Dr. Thomas Reich
Form und Inhalt: Schwesternhaus Maria Rosa in Ahlen
Im 1466 von Bürgermeistern und Ratsherren der Stadt Ahlen erworbenen Hof zwischen der heutigen Klosterstraße und Klostergasse gründeten die Schwestern vom Gemeinsamen Leben ein Schwesternhaus (S. Mariae ad rosas domus), in das 1467 vier Schwestern aus dem Beckumer Mutterhaus nach Ahlen übersiedelten (vgl. Findbuch A 121 Schwesternhaus Blumental, Beckum). Durch Schenkungen vermehrte sich der Besitz in den darauf folgenden Jahren. Seit 1467 ein Frauenkloster nach der Augustinerregel, wurde 1470 das Schwesternhaus in das "Münstersche Kolloquium" aufgenommen und aus dem Ahlender Pfarrverband entlassen. Von der Reformation weitergehend unberührt begann im 17. Jahrhundert ein wirtschaftlicher und geistlicher Verfall. Nach der Aufhebung des Klosters zum 1. April 1814 verließen die Schwestern im Herbst 1814 das Gebäude, das daraufhin abgebrochen wurde. Vermögensreste gingen in den Beckum-Ahlener Klosterfonds auf (vgl. Findbuch A 124 Beckum-Ahlenscher Klosterfonds).
Das Archiv gelangte nach der Säkularisaton in Staatsbesitz und wurde 1821 von Carl August von Reisach verzeichnet. Eine Neuverzeichnung von 1849 (Alte Nr. Rep. 111 1a) bildet die Vorlage des aktuellen Findbuchs A 120 I, das im Februar 2008 von Renate Kröger unter der Betreuung von Thomas Reich mit dem Verzeichnungsprogramm VERA abgeschrieben wurde.
Literatur
Wilhelm Kohl, Ahlen - Schwesternhaus Maria Rosa, in: Westfälisches Klosterbuch, Bd. 1, Münster 1992, S. 33-35. [A VI, 8/1]
Wilhelm Kohl (Bearb.), Die Schwesternhäuser nach der Augustinerregel (Germania Sacra, NF 3, Bistum Münster, 1), Münster 1967. [9 G 10/3]
Wilhelm Kohl, Urkunden des Stadtarchivs und des Klosters Maria Rosa in Ahlen, Ahlen 1966. [6 Q 10]
Zitierweise
Schwesternhaus Ahlen - Urkunden Nr.
Münster, den 23.05.2008
Dr. Thomas Reich
258 Urkunden.; 255 Urkunden, Findbuch B 202u.
Bestand
German
Wilhelm Kohl, Urkunden des Stadtarchivs und des Klosters Maria Rosa in Ahlen, Ahlen 1966; Wilhelm Kohl (Bearb.), Die Schwesternhäuser nach der Augustinerregel (Germania Sacra, NF 3, Bistum Münster, 1), Münster 1968; Wilhelm Kohl, Ahlen - -Schwesternhaus Maria Rosa, in: Westfälisches Klosterbuch, Bd. 1, Münster 1992, S. 33-35; Paul Leidinger, Die Säkularisation der Schwesternhäuser Ahlen und Beckum 1814, in: Der beflügelte Aal 22 (2003), S. 95-102.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Archival tectonics)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Archival tectonics)
- 1.2.1. Fürstbistum Münster (Archival tectonics)
- 1.2.1.4. Geistlichkeit, Stifte, Klöster (Archival tectonics)
- Schwesternhaus Ahlen (Archival tectonics)
- Schwesternhaus Ahlen / Urkunden (Archival holding)