Der öffentliche Notar Jakob Gierr genannt Locher von Ehingen [Alb-Donau-Kreis] bekennt: Vor ihm und den hinzugebetenen Zeugen sind im Haus des neu eingerichteten Almosens in Ulm die Ratsherren Johann Heinrich Neithardt, Felix Gregg und Jakob Talfinger, derzeit Verwalter des Reichen Almosens in Ulm, erschienen und haben erklärt, dass der Ulmer Bürger Lukas ("Lux") Pflaum ("Pflüm"), Sohn des verstorbenen Peter Pflaum, dem Almosen die folgenden jährlichen Zinsen übergeben hat: - Jakob Rischlin gibt 0,5 rheinischen Gulden von 0,5 Morgen Weinberg am Michelsberg. - Ulrich Moßmayer gibt 0,5 rheinischen Gulden von 0,5 Morgen Weinberg am Michelsberg. - Johann Krael gibt 15 böhmische [Groschen] von 0,5 Morgen Weinberg am Michelsberg. - Jakob Mentz von Söflingen ("Seflingen") [Stadt Ulm] gibt 0,25 Gulden von 0,25 [Morgen] Weinberg an der Söflinger Halde. - Christian Miller genannt Kuchi gibt 1 Pfund und 7 Schilling Heller von seinem Garten am Michelsberg sowie 10 Kreuzplappert und 4 Heller von einem weiteren Garten dort. - Johann Laux gibt 1 rheinischen Gulden von 1 Morgen Weinberg im Krugtal. - Quirin ("Kiryn") Stribel gibt 36 Schilling Heller von einem Garten beim Neutor [abgegangen, östlich Olgastraße 80] an der Mauer bei der Blau. Da dies noch nicht beurkundet ist, haben die Pfleger den Notar gebeten, darüber ein Notariatsinstrument auszufertigen und die Zinsen in das Salbuch des Reichen Almosens einzutragen.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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