C Rep. 116 Magistrat von Berlin, Abteilung Stadttechnische Versorgung (Bestand)
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C Rep. 116
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> C Bestände (Ost-) Berliner Behörden bis 1990 >> C 2 Magistrat von Berlin und nachgeordnete Einrichtungen >> C 2.1 Magistratsverwaltungen
Vorwort: C Rep. 116 Magistrat von Berlin, Abteilung Stadttechnische Versorgung
1. Institutionsgeschichte
Im November 1971 wurde beim Magistrat ein "Koordinierungsbereich Stadttechnik" mit den Sektoren Wasserwirtschaft, Energiewirtschaft und Prognose unter der Leitung des Stadtrates Horst Hilbert geschaffen, der diese Funktion bis 1980 innehatte.
Im März 1973 wurden Aufgaben, Verantwortung und Arbeitsweise einer eigenen Fachabteilung "Stadttechnische Versorgung" mit dem Magistratsbeschluss 61/73 genau definiert und die Abteilung entsprechend eingerichtet. Sie kontrollierte die planmäßige Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit stadttechnischen Leistungen, ebenso die Vorbereitung und Durchführung der Investitions- und Werterhaltungsmaßnahmen bei den stadttechnischen Versorgungsbetrieben auf der Grundlage der Fünfjahres- und Volkswirtschaftspläne. Die vorbeugende Kontrolle zur Verhinderung von Havarien und Störungen und die Leitung der Energiekommission des Magistrats gehörten ebenfalls zum Aufgabenspektrum.
Im August 1980 wurde Wolfgang Budnick zum Magistratsmitglied gewählt und als Stellvertreter des Oberbürgermeisters für Stadttechnische Versorgung bestätigt. Mit seiner Ernennung wurde der Aufgabenkreis der Abteilung Stadttechnische Versorgung erweitert: Sie war zuständig für die planmäßige Versorgung, insbesondere der Bevölkerung, mit Elektroenergie, Wärme, Gas, festen Brennstoffen sowie für die Entsorgung von Abwasser. Maßnahmen der rationellen Energieanwendung, zum sparsamen Umgang mit Energieträgern und zur wirtschaftlichen Wasserverwendung wurden durchgesetzt und weitere Maßnahmen des Umweltschutzes wurden kontrolliert und koordiniert.
Der zuständige Stadtrat war Vorsitzender der Bezirksenergiekommission, Leiter der Arbeitsgruppen "Energiewirtschaftlich vorbildlich arbeitendes Territorium", "Rohbraunkohleneinsatz", des Heizölstabes, der Arbeitsgruppe "Erdgasumstellung" sowie Mitglied in der Bezirkskatastrophenkommission. Auch war er verantwortlich für die Anleitung und Kontrolle nachgeordneter Bereiche und Betriebe, wie des Büros für Tiefbauplanung und Koordinierung, des VEB Energiekombinat, des VEB Kohlehandel, des VEB Wasserversorgung und Abwasserbehandlung, der Oberflussmeisterei, des VEB Versorgungsnetzbau und des VEB Wärmeversorgung. Zudem unterstanden ihm fachlich die Stadtbezirksräte für Stadttechnik, Verkehr und Nachrichten. Für die Zusammenarbeit mit der Ständigen Kommission Stadttechnik der Stadtverordnetenversammlung war er ebenfalls verantwortlich.
Aufgrund der Aufgabenfülle wurde im September 1986 ein neuer Stadtratsbereich gebildet: "Stellvertreter des Oberbürgermeisters für Energie, Umweltschutz und Wasserwirtschaft".
Die Akten wurden von der Fachabteilung in den Jahren 1972 bis 1988 dem Verwaltungsarchiv des Magistrats von Berlin übergeben.
2. Bestandsbeschreibung
Die bisher verzeichneten Unterlagen umfassen 152 Akten (1,35 lfm). Diese beinhalten unter anderem Sitzungsunterlagen, Magistratsbeschlüsse und Unterlagen zu verschiedenen Projekten. 10,20 lfm sind noch nicht erschlossen. Die Hauptüberlieferung bilden die Unterlagen mit einer Datierung von 1971 bis 1986. Einige Unterlagen aus dem Jahr 1987 sowie ein Schreiben aus dem Jahr 1962 wurden ebenfalls verzeichnet.
Während der laufenden Verzeichnung wurde eine Bestandstrennung durchgeführt. Akten, die mit einem Datum vor dem September 1986 datiert sind, wurden in den Bestand C Rep. 116 Magistrat von Berlin, Abteilung Stadttechnische Versorgung aufgenommen. Akten mit einer Datierung ab dem September 1986 wurden in den Bestand C Rep. 116-01 Magistrat von Berlin, Abteilung Energie, Umweltschutz und Wasserwirtschaft aufgenommen. Bei einigen Verzeichnungseinheiten wurde auf diese Trennung verzichtet, da sie einen zusammenhängenden Vorgang bilden.
Die Akten wurden größtenteils in Ihrer Überlieferung belassen. Einige Akten wurden aufgrund des thematischen Zusammenhangs neu gebildet.
Die technische Bearbeitung der Unterlagen erfolgte nach konservatorischen Gesichtspunkten. Die Akten wurden fachgerecht umgebettet, entmetallisiert und in säurefreien Kartons verpackt und beschriftet. Die Akten wurden mit der Software Augias-Archiv 8.3 im Rahmen der Ausbildung zum Archivinspektorenanwärter von Leroy Haese verzeichnet.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: Landesarchiv Berlin, C Rep. 116 Magistrat von Berlin, Abteilung Stadttechnische Versorgung, Nr. …
3. Korrespondierende Bestände
C Rep. 116-01 Magistrat von Berlin, Abteilung Energie, Umweltschutz und Wasserwirtschaft
4. Literatur
Tepasse, Heinrich, Stadttechnik im Städtebau Berlins. 1945-1999, Berlin 2001.
Tepasse, Heinrich, Stadttechnik im Städtebau Berlins. 20. Jahrhundert, Berlin 2006.
Magistrat von Groß-Berlin (Hrsg.), Generalplan der stadttechnischen Versorgung der Hauptstadt der DDR Berlin, Berlin 1970.
Berlin, 19.09.2018 Leroy Haese
1. Institutionsgeschichte
Im November 1971 wurde beim Magistrat ein "Koordinierungsbereich Stadttechnik" mit den Sektoren Wasserwirtschaft, Energiewirtschaft und Prognose unter der Leitung des Stadtrates Horst Hilbert geschaffen, der diese Funktion bis 1980 innehatte.
Im März 1973 wurden Aufgaben, Verantwortung und Arbeitsweise einer eigenen Fachabteilung "Stadttechnische Versorgung" mit dem Magistratsbeschluss 61/73 genau definiert und die Abteilung entsprechend eingerichtet. Sie kontrollierte die planmäßige Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft mit stadttechnischen Leistungen, ebenso die Vorbereitung und Durchführung der Investitions- und Werterhaltungsmaßnahmen bei den stadttechnischen Versorgungsbetrieben auf der Grundlage der Fünfjahres- und Volkswirtschaftspläne. Die vorbeugende Kontrolle zur Verhinderung von Havarien und Störungen und die Leitung der Energiekommission des Magistrats gehörten ebenfalls zum Aufgabenspektrum.
Im August 1980 wurde Wolfgang Budnick zum Magistratsmitglied gewählt und als Stellvertreter des Oberbürgermeisters für Stadttechnische Versorgung bestätigt. Mit seiner Ernennung wurde der Aufgabenkreis der Abteilung Stadttechnische Versorgung erweitert: Sie war zuständig für die planmäßige Versorgung, insbesondere der Bevölkerung, mit Elektroenergie, Wärme, Gas, festen Brennstoffen sowie für die Entsorgung von Abwasser. Maßnahmen der rationellen Energieanwendung, zum sparsamen Umgang mit Energieträgern und zur wirtschaftlichen Wasserverwendung wurden durchgesetzt und weitere Maßnahmen des Umweltschutzes wurden kontrolliert und koordiniert.
Der zuständige Stadtrat war Vorsitzender der Bezirksenergiekommission, Leiter der Arbeitsgruppen "Energiewirtschaftlich vorbildlich arbeitendes Territorium", "Rohbraunkohleneinsatz", des Heizölstabes, der Arbeitsgruppe "Erdgasumstellung" sowie Mitglied in der Bezirkskatastrophenkommission. Auch war er verantwortlich für die Anleitung und Kontrolle nachgeordneter Bereiche und Betriebe, wie des Büros für Tiefbauplanung und Koordinierung, des VEB Energiekombinat, des VEB Kohlehandel, des VEB Wasserversorgung und Abwasserbehandlung, der Oberflussmeisterei, des VEB Versorgungsnetzbau und des VEB Wärmeversorgung. Zudem unterstanden ihm fachlich die Stadtbezirksräte für Stadttechnik, Verkehr und Nachrichten. Für die Zusammenarbeit mit der Ständigen Kommission Stadttechnik der Stadtverordnetenversammlung war er ebenfalls verantwortlich.
Aufgrund der Aufgabenfülle wurde im September 1986 ein neuer Stadtratsbereich gebildet: "Stellvertreter des Oberbürgermeisters für Energie, Umweltschutz und Wasserwirtschaft".
Die Akten wurden von der Fachabteilung in den Jahren 1972 bis 1988 dem Verwaltungsarchiv des Magistrats von Berlin übergeben.
2. Bestandsbeschreibung
Die bisher verzeichneten Unterlagen umfassen 152 Akten (1,35 lfm). Diese beinhalten unter anderem Sitzungsunterlagen, Magistratsbeschlüsse und Unterlagen zu verschiedenen Projekten. 10,20 lfm sind noch nicht erschlossen. Die Hauptüberlieferung bilden die Unterlagen mit einer Datierung von 1971 bis 1986. Einige Unterlagen aus dem Jahr 1987 sowie ein Schreiben aus dem Jahr 1962 wurden ebenfalls verzeichnet.
Während der laufenden Verzeichnung wurde eine Bestandstrennung durchgeführt. Akten, die mit einem Datum vor dem September 1986 datiert sind, wurden in den Bestand C Rep. 116 Magistrat von Berlin, Abteilung Stadttechnische Versorgung aufgenommen. Akten mit einer Datierung ab dem September 1986 wurden in den Bestand C Rep. 116-01 Magistrat von Berlin, Abteilung Energie, Umweltschutz und Wasserwirtschaft aufgenommen. Bei einigen Verzeichnungseinheiten wurde auf diese Trennung verzichtet, da sie einen zusammenhängenden Vorgang bilden.
Die Akten wurden größtenteils in Ihrer Überlieferung belassen. Einige Akten wurden aufgrund des thematischen Zusammenhangs neu gebildet.
Die technische Bearbeitung der Unterlagen erfolgte nach konservatorischen Gesichtspunkten. Die Akten wurden fachgerecht umgebettet, entmetallisiert und in säurefreien Kartons verpackt und beschriftet. Die Akten wurden mit der Software Augias-Archiv 8.3 im Rahmen der Ausbildung zum Archivinspektorenanwärter von Leroy Haese verzeichnet.
Der Bestand ist wie folgt zu zitieren: Landesarchiv Berlin, C Rep. 116 Magistrat von Berlin, Abteilung Stadttechnische Versorgung, Nr. …
3. Korrespondierende Bestände
C Rep. 116-01 Magistrat von Berlin, Abteilung Energie, Umweltschutz und Wasserwirtschaft
4. Literatur
Tepasse, Heinrich, Stadttechnik im Städtebau Berlins. 1945-1999, Berlin 2001.
Tepasse, Heinrich, Stadttechnik im Städtebau Berlins. 20. Jahrhundert, Berlin 2006.
Magistrat von Groß-Berlin (Hrsg.), Generalplan der stadttechnischen Versorgung der Hauptstadt der DDR Berlin, Berlin 1970.
Berlin, 19.09.2018 Leroy Haese
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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22.08.2025, 11:21 MESZ