In Gegenwart des Notars (offen schribers) und der Zeugen hat Hans Burger, Propst des Klosters Kirchheim [am Ries] (Kyrchhein) SOCist im Bistum Augsburg, eine unversehrte, wörtlich inserierte Schiedsurkunde (ettlich versönung und verrichtung briefe) Gerwigs von Ryethein vorgelegt, besiegelt mit dessen Siegel und mit denen Herrn Eberhards von Laynberg, Ritter, und von Bürgermeister und Rat der Stadt Giengen [an der Brenz], alle drei rund (sinwelen), aus einfachem grünem Wchs bestehend und an Pergamentpresseln (permenten cedeln) hängend, und den Notar namens Herrn Rudolfs von Boppfingen gebeten, die Urkunde abzuschreiben und in Form eines Instruments zu beglaubigen, da Herr Rudolf sie benötige und fürchte, das Original könne wegen unsicherer Straßen (der wege irrikait), feindlicher Angriffe (der fyende widerläuff), Überschwemmungen (der wasser zuflüsse) oder anderer Unglücksfälle verloren gehen oder ungültig werden [unmittelbar vor dem Insert bricht der Text ab].
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In Gegenwart des Notars (offen schribers) und der Zeugen hat Hans Burger, Propst des Klosters Kirchheim [am Ries] (Kyrchhein) SOCist im Bistum Augsburg, eine unversehrte, wörtlich inserierte Schiedsurkunde (ettlich versönung und verrichtung briefe) Gerwigs von Ryethein vorgelegt, besiegelt mit dessen Siegel und mit denen Herrn Eberhards von Laynberg, Ritter, und von Bürgermeister und Rat der Stadt Giengen [an der Brenz], alle drei rund (sinwelen), aus einfachem grünem Wchs bestehend und an Pergamentpresseln (permenten cedeln) hängend, und den Notar namens Herrn Rudolfs von Boppfingen gebeten, die Urkunde abzuschreiben und in Form eines Instruments zu beglaubigen, da Herr Rudolf sie benötige und fürchte, das Original könne wegen unsicherer Straßen (der wege irrikait), feindlicher Angriffe (der fyende widerläuff), Überschwemmungen (der wasser zuflüsse) oder anderer Unglücksfälle verloren gehen oder ungültig werden [unmittelbar vor dem Insert bricht der Text ab].
Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 397 II Bü 540
RSig.: lad. 86 lit. Q No. 7; Lade 86 No. 6
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 397 II Ellwangen: Ältere Fürstliche Akten
Ellwangen: Ältere Fürstliche Akten >> 9. Geistliche Verwaltung >> 9.5 Angelegenheiten einzelner Pfarreien und Heiligenpflegen >> 9.5.8 Ellwangen (Pfarrei und Kapellen) >> 9.5.8.2 Stiftskirche >> Verzeichnisse der Jahrtage in der Stiftskirche zu Ellwangen
1431 Mai 9 (mittwochen [nach] dem achtenden tag des Mayen)
Rudolf von Bopfingen, Nachprov.: Fürstpropstei Ellwangen
1 Bü
Urkunden
Ausstellungsort: Bopfingen (in dem wyler Boppfingen ... uff dem oberen tennen der schule daselbs)
Überlieferungsart: Ausfertigung
Besonderheiten: Fragment, verwendet als Einband eines Proprium, scriptum pro collegiata ecclesia Elvacensi des 15. Jh. Fürstpropstei Ellwangen
Überlieferungsart: Ausfertigung
Besonderheiten: Fragment, verwendet als Einband eines Proprium, scriptum pro collegiata ecclesia Elvacensi des 15. Jh. Fürstpropstei Ellwangen
Verzeichnisse der Jahrtage in der Stiftskirche zu Ellwangen
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
27.11.2025, 15:49 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
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- Neuwürttembergische Bestände vor 1803 bzw. vor 1806/10 (Tektonik)
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- 9. Geistliche Verwaltung (Gliederung)
- 9.5 Angelegenheiten einzelner Pfarreien und Heiligenpflegen (Gliederung)
- 9.5.8 Ellwangen (Pfarrei und Kapellen) (Gliederung)
- 9.5.8.2 Stiftskirche (Gliederung)
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