Der Notar Johannes Reuteken aus Soest bekennt, dass vor ihm Gotschalk Zeliol gen. Brandis, Wylhelm Pape und der Bürgermeister Johan Blesse, Sälzer zu Werle im Namen aller Sälzer erklärt hätten, sie hätten durch Johan Blesse vor versammeltem Rat von Werle gegen die vom Rat beabsichtigte Verpachtung der neu gefundenen Salzsode an den alten Bürgermeister Herman Roste Einspruch erheben lassen als ihren Rechten zuwiderlaufend und unter Berufung auf den letzten Abschied des Erzbischofs zu Köln, dass bis zu seiner nächsten Anwesenheit in Werl die gegenseitigen Streitigkeiten ruhen sollten.
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Der Notar Johannes Reuteken aus Soest bekennt, dass vor ihm Gotschalk Zeliol gen. Brandis, Wylhelm Pape und der Bürgermeister Johan Blesse, Sälzer zu Werle im Namen aller Sälzer erklärt hätten, sie hätten durch Johan Blesse vor versammeltem Rat von Werle gegen die vom Rat beabsichtigte Verpachtung der neu gefundenen Salzsode an den alten Bürgermeister Herman Roste Einspruch erheben lassen als ihren Rechten zuwiderlaufend und unter Berufung auf den letzten Abschied des Erzbischofs zu Köln, dass bis zu seiner nächsten Anwesenheit in Werl die gegenseitigen Streitigkeiten ruhen sollten.
Sa - Urkunden des Erbsälzerarchivs, Sa 050 (früher XV 9)
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1481 Apr. 10 {Werle}
Enthält: Zeugen waren Wychart von Ense, gen. Snydewint, Amtmann daselbst, Dirich Freseken, Schotte von Mengede und Hermen von Melschede. Unterschriftsvermerk und Signet des Notars Johannes Reuteken. 1481 Apr 10 (op gudensdach des teynden dages in dem april mant) Regest: Der Soester Notar Johannes Reuteken bekundet einen Vermerk von Gottschalck Zelion gen. Brands. Wilhelm Pape und Johann Blesse, Bürgermeister und Sälzer in Werl. In der Stadt Werl war eine neue Salzsode gefunden worden und der Rat der Stadt wollte diese für einige Jahre an den Alt-Bürgermeister Hermann Rost verpachten. Johann Blesse hätte dagegen im Nahmen der Sälzer beim Rat Einspruch eingelegt, weil das gegen die Rechte der Sälzer sei und ihnen schaden könne und außerdem hätte der Kölner Erzbischof in seinem letzten Schreiben darum gebeten, bis zu seinem nächsten Besuch alle Streitigkeiten ruhen zu lassen. Zeugen sind Wichard v. Ense gen. Schneidewind, Amtmann von Werl (dairsulven), Dietrich Freseken, Schotte v. Mengede und Hermann v. Melschede. Datum 10. April 1481 (op gudensdach des teynden dages in dem april mant) Inhalt: In Gotz namen amen. Wytlich und kunt sye allen und itlichen, dey dyt jegen- werdich instrument seyn off horen lesen, dat im jare nae Godes gebort dusent veyrhundert ein und achtentich, in dem verteynden keysertail indic- tio genant, op gudensdach des teynden dages in dem april mant, tho vesper tyd dages, off dar by in pawesdome des allerhilligesten in God vaders unses heren heren Sixti tyden van gotlicher vorsichticheyt des verden pawes, in dem teynden jare synes pawesdomes, synt vor my openbaren notarie und den vesten und vromen hyr underscrevenn tugen erschenen und personliken gestanden, dey ersamen Gotschalk Zelion genant Brands, Wylhelm Pape und Johan Blesse, borgermester und zelter in Werle, in namen und van wegen der sementlicher zelter a als sey bekanten ind hebben al dar bynnen Werle op dem rathuse in antworde ind by wesen des rades darsulves, so sey dar stede und stole beseten, laten segen, torkennen geven, wernen ind wetten gedan overmitz den vorgenanten Johanne Blessen, so alse enne sye vor- gekomen und vorstain, wie de erßamme radt ind gantze gemeynte van Werle in meynyngen syn, sodan nye gevunden saltsode gevunden sye wyllen dem ersamen Herman Roste, alde borgermester, dar sulves in wynden ind vorhuren eyn tydlanck van jaren, ind emme dar op segel ind breve geven van stades wegen ind pechte ind rente dar aff opnemmen, waren ind hanthaven, alse dar lenger ind breder gerochte sye. Want dan dey vorg. selter meynen enne daire anne tho kort schey ind unrecht angeseyn, dey nigge vunt unbestediger sye van syneme naturliken lantheren ind nicht tho gheraten, ind och enne hinder ind schaden brynge, des enne nicht to lyden off staden enhore. Alsdan unse genedige leve here van Colne in synem lesten affscheide, beede und bevell gedain hebbe, dey van Werle ere gebrecke undertusschen solden resten laten, wante syne gnade wedder by sey komen konde, into vorsicht syn gnade alle solke gebrecke op eynen rechten voyt to setten. Dar umb ind umb anderer mercklichere oersake wyllen sachte de vorg. Johan van bevell ind in namen der zelter alle, dat sey nicht vulborden wolden in enyge vorsegelinge off vorschrivunge over den nyen soltsode to behoff Hermen Rostes off eyns anderen, und sachte vort dem ersamen rade van Werle aff entlike und ernstlike van wegen der selter b, dat sey neyne vorschrivinge off vorsegelinge en deden noch doin ymande, want sey des enne nicht to staen eff kennen wolden, wellen off megen, sunder affsegen, verbeden ind wegeren in der aller besten wysen formen, maner ind rechten, dey dat best doin konde ind mochte vor- bedacht, walberaden ind myt vuller gewalt, als hey enkante ind scheen dar up begerde hey vor der selter c dysser vorbescheidinge eyn off mere instrument off instrumentere vorhandelt und geschen op dem rathuse wie vorg. yss. In jare keysertale, daghe, mande, ure ind pawesdome alse bovengenant steyt. Dar by mede over ind ane weren dey vesten Wichart van Ense genant Snydewynt amptman dairsulven, Dirich Freseken, Schotte van Mengede, Hermen van Melschede ind anderer vromer tuge und lude genoch. Darto geeschet ind sunderlinx gebeden. Rückseite: Inhaltsvermerk, Signatur Ausf., Papier, mnd., unterhalb groß gezeichnetes Soester Notariatssiegel und handschriftliche Bestätigung des Notars. aein Viertel der Zeile leer - vielleich schon beim Verfassen gelöscht bder Rest der Zeile leer gelassen - keine Löschung erkennbar cein Viertel der Zeile leer - keine Löschung erkennbar [Die Quelle wurde Gottesgabe genannt, siehe v. Klocke, S. 79]
Darin: Transkription von Armin Scholz-Behlau – Stand 26. Februar 2021
Darin: Transkription von Armin Scholz-Behlau – Stand 26. Februar 2021
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:46 MEZ