Kurfürst Friedrich [I.] von der Pfalz bekundet, dass er Hans von Gemmingen (Gemmyngen) dem Jüngeren, Vogt zu Germersheim (Germerßheym), in Anerkennung geleisteter Dienste etliche Äcker, Wiesen, Weingärten und Zinse zu Ingenheim (Ingelnheym) und Weinheim (Winheym), die früher der verstorbene Adam Kemmerer, Ritter, zu Lehen hatte, zunächst zu Mannlehen verliehen, nun aber übereignet hat. Ersatzweise hat Hans von Gemmingen folgende Zinse und Güter zu Gochsen am Kocher (Kochen) dem Kurfürsten zu Lehen aufgetragen und wieder zu Mannlehen empfangen: [1.] Hans Eichorn der Jüngere gibt jährlich 1 ½ Malter Korn, 1 ½ Malter Dinkel und 1 Malter Hafer, 1 Ort eines Gulden, neun Gänse und neun Sommerhühner: in der Flur "in der Auw" von ½ Morgen unter dem Auweg an der Langwiese, von ½ Morgen am Brettacher (Prettach) Weg, jenseits des Kochers neben der "widem acker", und von ½ Morgen "by der ych" am Rietweg; in der Flur im Brunnental von einem Äckerlein "by der Wartfelt in des alten Hans Hoffmans acker" und von 1 ½ Morgen "am wege langen acker am Osterbacher wege, und felt in das Talheymer lehen"; in der Flur "ob Zerleders huß" von ½ Morgen an der "Kreuweneck, wendt off den Widemacker", und von ½ Morgen "vorm Zwurbler" an der Heiligen Acker; außerdem von 1 Morgen Wiesen "zum Ornsteyn" an Heinz Heffner, von 1 Morgen Wiesen bei dem Brücklein "in der Michelpach", von 3 Vierteln in der Mühlgasse, von 3 Vierteln Baumgarten und von einem Stücklein Wiese bei der Pfarrwiese "in der obern gezunten wiesen"; dieses Lehen gibt ein Hauptrecht. [2.] Konz Muller gibt jährlich 1 ½ Malter Korn, 1 ½ Malter Dinkel und 1 Malter Hafer, 1 Ort eines Gulden, neun Gänse und neun Sommerhühner von einem halben Lehen: in der Flur in der Au von 1 Morgen Acker in der Lachen, "und felt in das alten Hanns Eichhorns acker", der zur St. Katharinen-Pfründe in Neuenstadt (Nuwenstat) gehört und von ½ Morgen Acker "by der eych", stößt auf den Rietweg; in der Flur im Brunnental von einem Äckerlein "by der Wartfelt, in des alten Hans Hoffmans acker" und von 1 ½ Morgen Acker "by der wart" am Frühmeßacker; in der Flur "ob Zerleders huß" von ½ Morgen an der "Kreuweneck, went off den Widemacker", und von ½ Morgen Acker "vorm Zwurbler, und felt ine Schniderlins lehen acker"; außerdem von 1 Morgen Wiesen "zum Ornstevn" jenseits des Bachs an Heinz Heffners Wiesen, von ½ Morgen Wiesen in der Goltbach hinter dem Ernstacker, von 3 Vierteln Wiesen bei der Mühlgasse und von einem Stücklein in der Goltbach zwischen dem [gemmingischen] und dem Gochsener (Gochßheymer) Wald an Fursters Wiese. [3.] Hellergülten zu Gochsen: 4 ½ Schilling Pfennig gibt Bestlin von seiner Hofreite bei der Kirche, dazu ein Fastnachthuhn und ein Hauptrecht; 2 Schilling Pfennig gibt Rudiger von einer Wiese "zum nuwen huse" an Schultheiß Dochtermans Wiese; 2 Schilling Pfennig gibt Hans Hickler von einer Wiese "zum nuwen huse" an Eichhorns Wiese; 4 Schilling Pfennig und ein Sommerhuhn gibt Hans Hoffman von einer Wiese genannt der "Steynacker in der gruben"; 22 Schilling Pfennig und anderthalb Fastnachthühner gibt Hans Zerleder von seiner Hofreite und dem Weingarten "am farer rein"; 1 Schilling Pfennig und ein Sommerhuhn gibt der junge Hans Eychhorn von einem Garten an Peter Schneydts Garten. [4.] Sommerhühner zu Gochsen: Ketherlin Fischerin zwei von einem Garten in der Hagengasse am Heiligenacker; Peter Heffener zwei von einer Hofstatt auf dem Berg an seinem Haus; Hans Pfiffer zwei von einer Hofstatt an seinem Haus; Heinz Schnurlin der Alte zwei von einem Garten an der Gasse "by Stupen brunnen". [5.] Korngülten von der Landacht zu Gochsen: Hans Albrecht 4 Simri Frucht von 1 ½ Morgen Acker "by dem Bemerbamen, anstosser der Widemacker"; Heinz Schnurlin der Jüngere 1 ½ Simri Korn oder Hafer von 1 Morgen Acker "off der Rod"; Hans Eychhorn der Jüngere 1 ½ Simri Korn oder Hafer von einem Acker an der "Widdemshelden am Wittumacker"; Herr Wendel Eychhorn 1 ½ Simri von einem Äckerlein "am scheffer"; Hans Rinbot 1 Simri Korn von ½ Morgen Acker "off dem Rod am Fronacker". [6.] Hans Ferg und Hans Sydenswantz 7 ½ Schilling Pfennig "vom far und farhuß" zu Gochsen jährlich auf Martini [= 11. November].