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A03-Bestand Politik, Hörfunk (Bestand)
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BR, Historisches Archiv (Archivtektonik) >> Tektonikgruppe A = Akten >> A03 Bestandsgruppe Hörfunk >> A03-Bestand Politik 1945-1990 (Findbuch online)
1945 - 1990
Form und Inhalt: Bei Radio München verfolgte das politische Programm das Ziel der "re-education", in der ersten Zeit mit Sendungen über die Nürnberger Prozesse, über Prozesse der Zeit, mit Sendungen wie "Die Spruchkammer tagt", "Der Bürgermeister spricht" oder "Nie wieder Krieg". Auch die politischen Kommentare stellten ein Mittel dar, die neue Meinungsfreiheit in Deutschland nach zwölf Jahren der Unterdrückung zu dokumentieren. Als Manuskripte überliefert sind die Reihen "Worüber man redet", die "Deutschlandrundschau", der "Kommentar der Woche" bzw. Mittwochs- und Samstagskommentar. Herbert Gessners "Kommentar zur Zeit" aus dem Jahr 1946 ist nur in gedruckter Form erhalten. 1952 starteten zwei langjährige Reihen, deren Manuskripte retrodigitalisiert wurden: "Aus dem Maximilianeum" mit Kommentaren zur bayerischen Landespolitik sowie "Politik aus erster Hand", welche führende Politiker/innen des In- und Auslands zu Wort kommen ließ. Die Kommentarreihen, wie "Frühkommentar", "Mittagskommentar", "Abendkommentar", "Politik aus erster Hand" oder "Aus dem Maximilianeum" wurden nicht tiefer verzeichnet.
Die Aufgaben der Politischen Redaktion und ihrer regelmäßigen Sendungen sind in den ersten Halbjahresprogrammen von 1956/1957 vermerkt:
"Die regelmäßigen Sendungen der Politischen Redaktion sollen ein möglichst objektives Bild vom politischen Geschehen im In- und Ausland vermitteln, mit den verschiedenen Auffassungen vertraut machen und dazu beitragen, dass der Hörer, beipflichtend oder widersprechend, sich eine eigene Meinung machen kann."
Zu den weiteren regelmäßigen Sendungen, die im Findbuch verzeichnet sind, gehören:
- Abendjournal
- Freie Sendungen (Innenpolitik und Außenpolitik)
- Programm nach Ansage
- Welt am Morgen
- Presseschau / Internationale Presseschau
- Berichte (der Korrespondenten)
- Brennpunkt
- Parlamentsübertragungen
- Dokumentarsendungen
- Sozialpolitische Sendungen
- Produktionsunterlagen zu Wahlsendungen
Einen thematischen Schwerpunkt bilden die Sendereihen, die am Montag und Dienstagabend liefen - deshalb mitunter den Titel Montagssendungen und Dienstagssendungen tragen - und sich mit Ostfragen beschäftigten. Dazu gehörten ab Anfang der 1980er Jahre Reihen wie "Osteuropa und wir", "Das Ost-West-Tagebuch", "Deutschland und der europäische Osten".
Nicht verzeichnet in dieser Tektonikgruppe sind die beiden Sendereihen "Politik aus erster Hand" bzw. "Aus erster Hand" und die Reihe "Aus dem Maximilianeum". Diese beiden Reihen sind unter eigenen Tektonikgruppen zu finden.
Leiter der Abteilung Politik, Politische Redaktion, Abteilung Politik und Zeitgeschehen, im Überblick bis 1990:
- Walter Kröpelin (1946/1949-1971)
- Josef H. Mauerer (1971-1975)
- Gerhard Friedl (1975-1985)
- Josef Bielmeier (1986-1997)
Das Findbuch umfasst den Bestand an Sende- und Produktionsunterlagen von 1945 bis 1990 sowie Akten mit Schriftwechsel und ist chronologisch sortiert, aufgrund der wechselnden Sendereihennahmen nicht nach Sendetiteln. Angehängt ist ein Personenindex.
Literatur
- Bassenge, Reinhard, Radio München 1945-1949 - Eine Programmanalyse, München 1949;
- Cube, Walter von, Ich bitte um Widerspruch. Fünf Jahre Zeitgeschehen kommentiert, Frankfurt am Main 1952;
- Gessner, Herbert, Kommentare 1946, 1. und 2. Band, München 1946;
- Guggenheimer, Walter Maria, Kommentare, Düsseldorf 1955;
- Historische Kommission des BR, Walter von Cube, Tondokumente, Filmdokumente, Manuskripte im Bayerischen Rundfunk 1947-1984, München 1992;
- Kähler, Alexander, Parteipolitik in den politischen Kommentaren von Radio München 1946-1949, München 1987;
- Orosz, Reka, Walter von Cube, Chefredakteur und Chefkommentator beim Bayerischen Rundfunk, München 1996;
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.