Papst Sixtus IV. erteilt [Konrad III. von Hohenrechberg], Abt von Einsiedeln (Solitariensis), [Berthold], Abt von Aura und dem Propst von Thulba (...
Vollständigen Titel anzeigen
1087
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1471-1480
1472 Februar 19
Ausfertigung, Pergament, Bleibulle an Hanfschnur
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum Rome apud Sanctumpetrum anno incarnationis Dominice millesimoquadringentesimoseptuagesimoprimo undecimo Kalendas Martii pontificatus nostri anno primo
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Papst Sixtus IV. erteilt [Konrad III. von Hohenrechberg], Abt von Einsiedeln (Solitariensis), [Berthold], Abt von Aura und dem Propst von Thulba (Dolbe), Diözese Würzburg den Auftrag, Johann von Henneberg, Domkanoniker von Würzburg, wenn er geeignet (ydoneus) ist und keine kirchenrechtlichen Hindernisse auftreten, in die Verwaltung des durch Abdankung des Abtes Reinhard [von Weilnau] erledigten Klosters Fulda einzuweisen. Innerhalb dieser Zeit soll er im Kloster Profess ablegen und dann Abt werden. Die Adressaten können gemeinsam, zu zweit oder allein handeln. Zuwiderhandelnde werden mit Kirchenstrafen belegt unter Hintanstellung der Appellation. Statuten und Gewohnheiten stehen dem dem Papst zu leistenden Eid nicht entgegen. Päpstliche Privilegien für den Konvent über die Aufnahme (receptionem vel provisionem) oder die Unwirksamkeit von Interdikt und Exkommunikation stehen dem nicht entgegen, es sei denn, sie berücksichtigen den konkreten Fall ausdrücklich. Johann soll drei Tage Profess bleiben. Das Probejahr kann er verkürzen, wenn er sich über die Veränderung seines Standes völlig bewusst ist. Alle Benefizien im Besitz Johanns mit und ohne Seelsorge muss er aufgeben. Ihre Vergabe fällt an den Papst. Ausstellungsort: Rom, St. Peter. Cupientibus vitam ducere regularem. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Bleibulle: Apostelstempel, Namensstempel)
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Papst Sixtus IV. erteilt [Konrad III. von Hohenrechberg], Abt von Einsiedeln (Solitariensis), [Berthold], Abt von Aura und dem Propst von Thulba (Dolbe), Diözese Würzburg den Auftrag, Johann von Henneberg, Domkanoniker von Würzburg, wenn er geeignet (ydoneus) ist und keine kirchenrechtlichen Hindernisse auftreten, in die Verwaltung des durch Abdankung des Abtes Reinhard [von Weilnau] erledigten Klosters Fulda einzuweisen. Innerhalb dieser Zeit soll er im Kloster Profess ablegen und dann Abt werden. Die Adressaten können gemeinsam, zu zweit oder allein handeln. Zuwiderhandelnde werden mit Kirchenstrafen belegt unter Hintanstellung der Appellation. Statuten und Gewohnheiten stehen dem dem Papst zu leistenden Eid nicht entgegen. Päpstliche Privilegien für den Konvent über die Aufnahme (receptionem vel provisionem) oder die Unwirksamkeit von Interdikt und Exkommunikation stehen dem nicht entgegen, es sei denn, sie berücksichtigen den konkreten Fall ausdrücklich. Johann soll drei Tage Profess bleiben. Das Probejahr kann er verkürzen, wenn er sich über die Veränderung seines Standes völlig bewusst ist. Alle Benefizien im Besitz Johanns mit und ohne Seelsorge muss er aufgeben. Ihre Vergabe fällt an den Papst. Ausstellungsort: Rom, St. Peter. Cupientibus vitam ducere regularem. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Bleibulle: Apostelstempel, Namensstempel)
Rechts auf der Plica: (M. de Meckau).
Rechts oben auf der Plica: (pro computatore).
Rechts außen auf der Plica: (c?).
Unter der Plica links: (Februarius XX [20 grossi] A. de Urbino [?] / G. Pele).
Auf der Rückseite unter den Siegelschnüren: (A. de Cortesiis).
Auf der Rückseite rechts oben: (H. de Escel [?]).
Das Tagesdatum ist von anderer Hand nachgetragen.
Rechts oben auf der Plica: (pro computatore).
Rechts außen auf der Plica: (c?).
Unter der Plica links: (Februarius XX [20 grossi] A. de Urbino [?] / G. Pele).
Auf der Rückseite unter den Siegelschnüren: (A. de Cortesiis).
Auf der Rückseite rechts oben: (H. de Escel [?]).
Das Tagesdatum ist von anderer Hand nachgetragen.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Hessisches Staatsarchiv Marburg (Archivtektonik)
- Gliederung (Tektonik)
- Urkunden (Tektonik)
- Geistliches und weltliches Territorium Fulda (Tektonik)
- Reichsabteiliches / Stiftisches Archiv (Tektonik)
- Reichsabteiliches / Stiftisches Archiv: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] (Bestand)
- Reichsabtei, Stift (Gliederung)
- 1471-1480 (Gliederung)
Namensnennung 4.0 International