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Hagbart und Signe
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NZfM 90 (Nr. 7, 14.2.1894), S. 77f.: „Das Großherzogliche Hoftheater brachte in dieser Saison drei Novitäten, die hier zugleich ihre erste Aufführung erlebten, R. Metzdorff’s HAGBART UND SIGNE, Meyer=Olbersleben’s KLARA DETTIN und E. Humperdinck’s HÄNSEL UND GRETEL. Drei deutsche Opern in drei verschiedenen Stylarten! Das Textbuch bezeichnet das Werk des hannoverschen Componisten als ein Musikdrama. Demnach ist Metzdorff zum Kämpfer für die Theorie Wagner’s in ihrer äußersten Consequenz geworden. Meyer=Olbersleben nennt sein Werk eine Oper schlechthin und sie selbst steht auch ihrer Form nach auf dem Standpuncte der alten Oper, der ausgebildeten Euryanthen=Conception. E. Humperdinck tauft seine Arbeit, ohne damit den Character derselben erkennen zu lassen, in bescheidener Weise ein „Märchenspiel“ und doch hat er in ihr nichts geringeres bezweckt, als seinen Märchenstoff mit einem Geiste zu umfassen, der sich mit dem in der Meistersinger=Partitur lebenden und webenden in Parallele stellen läßt. [...] Metzdorff’s HAGBART UND SIGNE ist demnach ein Epigonenwerk, aber eines in des Wortes bester Bedeutung. Metzdorff steht in den besten Jahren seiner Schaffenskraft, die deutsche Kunst wird mit diesem und seinen nächsten Werken zu rechnen haben“. Weimarische Zeitung Nr. 246, 19. Oktober 1893, S. 1: „Bei der Aufführung erweckte der erste Akt nur getheiltes Interesse, der zweite brachte dem anwesenden Komponisten vollen Beifall und Hervorruf ein, der dritte Akt stand hinter dem zweiten in beifälliger Aufnahme zurück. Zum nicht geringen Theil trägt daran das Schlußbild die Schuld. Signe’s Liebestod mußte aus inneren Gründen ein verblaßtes Abbild des der Isolde geben. [...] Herr Kapellmeister STRAUß leitete die Aufführung, die in allen ihren Einzelheiten den Komponisten vollständig befriedigt haben dürfte. [...] Die Inszenirung war bis auf jede Kleinigkeit stilvoll.“