Dietze, Gustav Adolf (Bestand)
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BArch N 1061
call number: N 1061
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> D
(1776-)1867-1910(-1935; 1969)
Inhaltliche Charakterisierung: Vorbemerkung
Dieser Bestand wurde dem Bundesarchiv im Jahre 1971 von Frau Elisabeth Charlotte von Dietze geschenkweise übereignet und im Jahre 1973, nach dem Tode von Prof. Constantin von Dietze, übergeben.
Schon eine erste Durchsicht der Überlieferung zeigte, dass es sich dabei nicht um den Nachlass Gustav Adolf von Dietze, sondern um ein Familienarchiv handelt, dass etwa zur Hälfte Korrespondenzen Gustav Adolf von Dietzes, zur anderen Hälfte Papiere seiner Vor- und Nachfahren enthält. Der Wert dieser Überlieferung ist nicht in erster Linie im politisch-historischen Informationsgehalt zu sehen, obwohl die Liste der hier vertretenen Korrespondenzpartner Namen wie Boetticher, Hammerstein-Loxten, Hindenburg, Holstein, Ratzenau, Rottenburg und Stephan nennt: den Wert dieser Überlieferung machen die zahlreichen Antworten aus, die sich im Nachlass auf Kultur- und sozialgeschichtliche Fragestellungen hin entnehmen lassen.
Auch die zahlreichen Schreiben und Telegramme des Fürsten, der Fürstin, Herberts und Bills Bismarck geben kaum politische Aufschlüsse, enthalten aber ebenfalls unter Kultur- und sozialgeschichtlichen Aspekten in hohem Grade archivwürdige Informationen. (Fürstin Bismarck an Dietze: „Schinken soeben angeschnitten. Unvergleichlich….") Constantin von Dietze schreibt in seiner Familiengeschichte der Dietzes in Barby: „Für Großvaters politische Tätigkeit war bestimmt das Verhältnis zu Bismarck. Was er darüber an Schriftstücken und besonders an Briefen Bismarcks besaß, hat er noch zu Großmutters Lebzeiten vernichtet. Er wollte verhüten, dass damit einmal Missbrauch getrieben werden Könnte. Wahrscheinlich hatte die Veröffentlichung anderer, unerfreulicher Memoiren ihn dazu bewogen." Demnach ist nicht damit zu rechnen, dass neben den hier erhaltenen Briefen der Familie Bismarck an Dietze noch weitere existieren.
Koblenz, im Juni 1974 (Reiser)
Zitierweise: BArch N 1061/...
Dieser Bestand wurde dem Bundesarchiv im Jahre 1971 von Frau Elisabeth Charlotte von Dietze geschenkweise übereignet und im Jahre 1973, nach dem Tode von Prof. Constantin von Dietze, übergeben.
Schon eine erste Durchsicht der Überlieferung zeigte, dass es sich dabei nicht um den Nachlass Gustav Adolf von Dietze, sondern um ein Familienarchiv handelt, dass etwa zur Hälfte Korrespondenzen Gustav Adolf von Dietzes, zur anderen Hälfte Papiere seiner Vor- und Nachfahren enthält. Der Wert dieser Überlieferung ist nicht in erster Linie im politisch-historischen Informationsgehalt zu sehen, obwohl die Liste der hier vertretenen Korrespondenzpartner Namen wie Boetticher, Hammerstein-Loxten, Hindenburg, Holstein, Ratzenau, Rottenburg und Stephan nennt: den Wert dieser Überlieferung machen die zahlreichen Antworten aus, die sich im Nachlass auf Kultur- und sozialgeschichtliche Fragestellungen hin entnehmen lassen.
Auch die zahlreichen Schreiben und Telegramme des Fürsten, der Fürstin, Herberts und Bills Bismarck geben kaum politische Aufschlüsse, enthalten aber ebenfalls unter Kultur- und sozialgeschichtlichen Aspekten in hohem Grade archivwürdige Informationen. (Fürstin Bismarck an Dietze: „Schinken soeben angeschnitten. Unvergleichlich….") Constantin von Dietze schreibt in seiner Familiengeschichte der Dietzes in Barby: „Für Großvaters politische Tätigkeit war bestimmt das Verhältnis zu Bismarck. Was er darüber an Schriftstücken und besonders an Briefen Bismarcks besaß, hat er noch zu Großmutters Lebzeiten vernichtet. Er wollte verhüten, dass damit einmal Missbrauch getrieben werden Könnte. Wahrscheinlich hatte die Veröffentlichung anderer, unerfreulicher Memoiren ihn dazu bewogen." Demnach ist nicht damit zu rechnen, dass neben den hier erhaltenen Briefen der Familie Bismarck an Dietze noch weitere existieren.
Koblenz, im Juni 1974 (Reiser)
Zitierweise: BArch N 1061/...
Dietze, Gustav Adolf, 1825-1910
24 Aufbewahrungseinheiten; 1,6 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST