Urkunden, Akten und Bücher der Familie Rinck von Baldenstein (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 Rinck von Baldenstein Zugang 2002-45
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Nichtstaatliches Archivgut >> Familien- und Herrschaftsarchive >> Adel >> Rinck von Baldenstein
1316-1851
Familie: Das zum alten Graubündener Adel gehörende Geschlecht der Rinck ist seit Ende des 14. Jahrhunderts im Domleschg als Besitzer des Hofes in Thusis und von Gütern in Fürstenau und am Heinzenberg nachweisbar. Anfang des 15. Jahrhunderts erwarben sie die Burgen Baldenstein und Wildenberg, später Rietberg und Campell oder Campi bei Sils, nach denen sie sich zubenannten. In dieser Zeit waren die Rinck als Vögte von Fürstenau in Diensten der Bischöfe von Chur tätig, von denen sie auch einige Lehen erhielten. Nach dem Verkauf der Burg Baldenstein im 16. Jahrhundert erwarb Lucius Rinck von Baldenstein, Schwager des St. Galler Abtes Diethelm Blarer von Wartensee, das Schlösschen Feldeck bei Jonswil (Toggenburg). Seitdem traten die Rinck in Diensten der Äbte von St. Gallen auf. Der 1566 geborene Wilhelm Rinck von Baldenstein folgte 1608 seinem Onkel Jakob Christoph Blarer von Wartensee im Basler Bischofsamt nach. Sein Neffe Wilhelm Jakob Rinck von Baldenstein versah dieses Amt in den Jahren 1693-1705. Joseph Wilhelm Rinck von Baldenstein (1672-1752) trat 1702 in dessen Dienste und wurde Landvogt von Delsberg (Kanton Jura). Er war der Begründer der Basler Linie der Familie. Sein gleichnamiger Sohn war in den Jahren 1744-1762 als letzter der Familie Bischof von Basel. Seit dem Beginn des 17. Jahrhunderts ist dieser Zweig der Familie auch am Oberrhein begütert, in Neuershausen und Nordhausen bei Freiburg sowie in den elsässischen Orten Buchberg, Epfig und Tiefenthal. Seit dem 18. Jahrhundert waren einige Rinck von Baldenstein in badischen Verwaltungs- und Militärdiensten tätig. Andere waren Mitglieder des Deutschen Ordens, des Johanniter- und Malteser-Ordens und nahmen dort z. T. auch führende Stellen ein.
Überlieferung: Das Depositum des Karlsruher Stadtkommandanten, Generalmajor Karl Rinck von Baldenstein, von 1908/9 ergänzte 2002 die Witwe seines Enkels, Karl Theodor Frh. Rinck von Baldenstein, Richter am Amtsgericht Konstanz, um weitere Archivalien aus dem Familienbesitz.
Überlieferung: Das Depositum des Karlsruher Stadtkommandanten, Generalmajor Karl Rinck von Baldenstein, von 1908/9 ergänzte 2002 die Witwe seines Enkels, Karl Theodor Frh. Rinck von Baldenstein, Richter am Amtsgericht Konstanz, um weitere Archivalien aus dem Familienbesitz.
46 Urkunden, 1 Siegel, 13 Akten und Bücher
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ