Ludwig [II.], König von Ungarn und Böhmen, Markgraf der Niederlausitz, bestätigt der Stadt Luckau alle Privilegien, die sie von den früheren Königen von Böhmen und Markgrafen der Lausitz, insbesondere von Kaiser Karl [IV.], Markgraf Jobst und den Königen Matthias Corvinus und Wladislaw [II.] erhalten haben, namentlich ihre Freiheiten, die sie nach Inhalt ihrer Briefe über den Zoll haben "nemblich von den wagen, die saltz und hopfen fueren, yhe von einem wagen ain schwertgroschen. Und ob dann einicherley vorseimligchait gescheen werde, dadurch sie mochten oder sollen desselbigen zols entwerdt werden, das sol ine in keinerley weise zu schaden daran kommen, sonder sollen des gebrauchen zu ewigen zeiten vor allermenigclich unverhindert; auch das in einer meyl wegs gerings umb dieselbig unser stat Luckaw kein bier soll gebrawen werden, auch kein krugk, becker, schneider, fleischhacker noch kein ander hantwerch unser . stat Luckaw zu schaden sein sollen [...]. Wir haben in auch dise unser besonder gnade gethan, das sie das erbgerichte, so vormals die Paseriner innengehabt haben mit dem freyen geseß in der stat, zu der stat kaufen, halden und zu ewigen gezeiten haben mugen [...], doch das sie solch gerichte, als sie dann das numals gar zu unser stat Luckaw gekauft, alwege, und so oft sich das verfellet, bey uns oder unserm voyte [...] mit andern iren privilegien suechen und nemen sollen". Der König gebietet den Vögten und allen Untertanen, die Stadt in ihren Privilegien nicht zu hindern, sondern zu schützen. "Geben zu Blintenberg am monntag nach sanct Johannis Enthawbtung nach Christi geburt tawsent funfhundert im dreyundzwaintzigisten, unserer reiche des Hungerischen und Behemischen im achten jare."