Bischof Henrich von Paderborn (Heinrich von Spiegel) beurkundet, daß Eylhard von Lodere, Bürger zu Lemgo, zu Ehren Gottes, der Jungfrau Maria und des heiligen Jakob um seines und der seinigen Seelenheil willen einen Altar in der Kirche St. Nikolai in Lemgo gestiftet habe mit der Bestimmung, daß die Verleihung an einen Priester in den ersten drei Vakanzen dem Stifter und seinen Erben und dann für immer der Kellerei des Marienklosters vom Predigerorden zustehe, daß er viermal wöchentlich Messe lese und die Opfer und Vermächtnisse an das Kloster abliefere. Die Einkünfte sind ein Garten vor der Slagespforte gegen Mitag, 3 Gärten bei der neuen Pforte in der ersten Gasse gegen Westen, die jährlich an Census 8 Herforder Pfennige einbringen, ein Acker, genannt Wyrikesbrede mti 8 Schillingen Hafer und 3 Schillingen Roggen jährlichem Census in Lemgoer Maß, ein Acker auf der Waterbare, ein Acker auf dem Cropelsike, ein Acker, genannt Sürbrede und Scarpenbrede, Einkünfte von 3 Mark Pfennigen aus dem steinernen Hause Eylhards selbst am Markt der Altstadt Lemgo beim Rathause (consistorium consulum) nach Osten, das 4 Pfennige Herfordisch Zins einbringt. Der Bschof bestätigt diese Schenkung. Datum anno domini 1372 in crastino Gregorii pape. Kassiertes Original auf Pergament mit anhängendem Siegel.